Die Wintersonnenwende und die Rauhnachtzeit  Einladung in die Tiefe – in die Stille – in den Ursprung Deiner inneren Mitte

Die Wintersonnenwende und die Rauhnachtzeit
Einladung in die Tiefe – in die Stille – in den Ursprung Deiner inneren Mitte

klarer Nachthimmel mit Sternen, die sich in einem See spiegeln. Zeit der Wintersonnenwende und Rauhnächte<br />

Worum es in diesem Artikel geht

Die Wintersonnenwende – eine besondere Schwelle im Jahreskreis.

Der Artikel verbindet kulturelles Wissen, naturwissenschaftliche Einordnung und bewusstseinsorientierte Wahrnehmung. Er lädt dazu ein, die Zeit zwischen Samhain und den Rauhnächten als Phase innerer Ordnung, Sammlung und Rückbindung zu verstehen.

Lesezeit ca. 8 Minuten

​Die längste Nacht des Jahres –
ein stiller Wendepunkt

Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres.
Astronomisch steht die Sonne an diesem Punkt am tiefsten über dem Horizont.
Auf der Nordhalbkugel fällt dieser Moment in der Regel auf den 21. oder 22. Dezember.

Von hier an werden die Tage wieder länger.
Nicht spürbar und nicht sofort.
Eher wie ein inneres Versprechen, das noch im Dunkel ruht.

Seit jeher wurde dieser Moment als Schwelle zwischen Licht und Dunkelheit verstanden.

Nicht als ein Aufbruch.
Und noch nicht als der eigentliche Neubeginn.
Sondern eher als ein Innehalten im Übergang.

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​Alte Kulturen und das Wissen um die Schwelle

Dass die Wintersonnenwende eine besondere Bedeutung hatte, ist kein romantischer Rückblick.
Es ist kulturgeschichtlich gut belegt.

In der keltischen Welt war dieser Tag als Alban Arthan bekannt – das „Licht des Winters“.
Astronomische Beobachtungen jener Zeit dienten dabei nicht nur spirituellen Deutungen, sondern ganz praktischen Zwecken: der Orientierung im Jahreslauf, der Planung landwirtschaftlicher Tätigkeiten und dem sorgsamen Umgang mit Vorräten.

Auch archäologische Zeugnisse verweisen auf diesen Übergangscharakter.
Monumente wie Newgrange in Irland oder Stonehenge in England sind so ausgerichtet, dass das Licht der Wintersonnenwende gezielt in ihre inneren Räume fällt.
Sie markieren Orte zwischen Licht und Dunkel, Aktivität und Rückzug.

Ähnliche Vorstellungen finden sich weltweit:
in altägyptischen Tempelanlagen, in der germanischen Mutternacht (Modranecht), im angelsächsischen Midwinter (Yule, Jul-Fest).

All diese Traditionen verbindet kein einheitliches Ritual.
Sondern ein gemeinsames Verständnis:

Die Wintersonnenwende nicht als Fest des Tuns,
sondern als Moment der Sammlung. Eine Ehrung der Rückkehr des Lichts.

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​Warum die Wintersonnenwende heute wieder
an Bedeutung gewinnt

In einer Zeit permanenter Erreichbarkeit, künstlicher Beleuchtung und beschleunigter Rhythmen wächst das Bedürfnis nach innerer Ordnung.
Nicht aus nostalgischen Gründen oder Erinnerungen heraus, sondern aus Notwendigkeit.

Der Jahreslauf setzt auch heute nach wie vor klare Marker.
Die Phase rund um die Wintersonnenwende ist der Punkt geringster Tageshelligkeit auf der Nordhalbkugel.

Ein objektiver Einschnitt, auf den Körper und Wahrnehmung reagieren.

Ganz natürlich zeigt das Energiefeld Zeichen, die auf eine Rückzugsphase hinweisen. Wie auf den Moment zwischen zwei Atemzügen.

Heute wissen wir, dass Zeiten reduzierter Reizdichte nicht gleichbedeutend mit Leere sind.
Solche Zeiten aktivieren andere Formen der inneren Verarbeitung im Gehirn, der Selbstwahrnehmung und der Integration von Erfahrungen.

So wirkt die Wintersonnenwende nicht nur symbolisch.
Sie wirkt körperlich, seelisch und energetisch. Als der natürliche Moment, in dem vieles stiller in uns werden darf.

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Wenn das Alte still wird – zur Zeitqualität

Viele Menschen nehmen in den Tagen vor der Wintersonnenwende eine besondere energetische Verdichtung wahr.

Träume werden intensiver.
Alte Themen treten wieder ins Bewusstsein.
Entscheidungen wollen überprüft werden.
Der Körper verlangt nach Ruhe.
Die innere Wahrnehmung wird feiner.

Diese Erfahrungen sind kein Zeichen von Rückschritt.
Sie sind Ausdruck einer veränderten inneren Aufmerksamkeit.

Wenn die äußere Welt dunkler wird, richtet sich der Blick nach innen.
Nicht erzwungen.
Nicht geplant.
Sondern als natürliche Bewegung.

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Wintersonnenwende und Rauhnächte –
ein Raum außerhalb der Ordnung

Traditionell beginnt mit der Wintersonnenwende jene Schwellenzeit, die später als Rauhnächte bezeichnet wurde.
Heute lässt man sie zumeist am 24. Dezember beginnen. Doch ihr Ursprung liegt tiefer im Jahreskreis, jenseits des Kalenders.

Die zwölf Nächte zwischen den Jahren galten als Zeit außerhalb der gewohnten Ordnung.

Und oft braucht unser Bewusstsein noch mehr als 12 Tage, um sich neu zu sortieren und energetische Veränderungen zu integrieren.

In den Rauhnächten zeigen sich häufig:

  • Intensivere innere Bilder
  • Vorahnungen
  • Neue intuitive Impulse
  • Prozesse des Loslassens
  • erste Keime dessen, was sich im neuen Jahr weiterentwickeln möchte

Nicht als fertige Vision.
Sondern als leise Ahnung.

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Die Wintersonnenwende und Deine innere Mitte

Wenn das äußere Licht seinen tiefsten Punkt erreicht, wird die innere Ausrichtung entscheidend.

Die Wintersonnenwende erinnert daran,
dass innere Mitte kein Ziel ist,
sondern ein Zustand von Präsenz und Orientierung.

Es ist keine Zeit des Tuns.
Es ist eine Zeit des bewussten Seins.

Eine Zeit, in der sich zeigt, was trägt –
und was gehen darf.

Hier beginnt kein neuer Weg.
Hier ordnet sich der innere Kompass neu.

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Ein Raum für die Rauhnächte

Für diese Schwellenzeit habe ich eine Begleitung gestaltet, die alte Überlieferungen mit einer bewusstseinsorientierten Tiefe verbindet.

Jede Nacht öffnet einen Resonanzraum – in Verbindung mit den 13 Monden des kommenden Jahres.

Du erhältst:

  • einen Impulstext zur jeweiligen Mondqualität
  • drei Reflexionsfragen
  • einen kleinen Ritualhinweis
  • eine traditionelle Zuordnung aus alten Überlieferungen

Kein Kurs.
Kein Müssen.
Ein Raum, in dem Du Deinem eigenen Rhythmus folgen kannst.

Anmeldung wieder ab November 2026 hier möglich.

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Die längste Nacht – Raum für Trauer

Für manche Menschen ist die Zeit um Weihnachten besonders schwer.
Verlust, Trauer oder tiefe Erschöpfung stehen im Vordergrund.

In verschiedenen christlichen Gemeinden haben sich deshalb sogenannte
Blue-Christmas- oder Longest-Night-Andachten etabliert.
Sie finden bewusst um die Wintersonnenwende statt – als Raum für das, was nicht gefeiert werden kann.

Auch das gehört zur Wahrheit dieser Schwelle.

Quellen:

¹ Chronobiologie & Lichtverhältnisse
Rohan, K. J. et al. (2009). Seasonal Affective Disorder: An Overview.
National Center for Biotechnology Information (NCBI).

Wehr, T. A. (1991). Photoperiodism in Humans.
Journal of Biological Rhythms.

² Ruhe, Stille & neuronale Verarbeitung
Raichle, M. E. et al. (2001). A default mode of brain function.
Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

³ Licht, Melatonin & physiologische Rhythmen
Brainard, G. C., & Hanifin, J. P. (2005). Photons, clocks, and consciousness.
Journal of Biological Rhythms.

Weitere:

Winter-Solstice – Wikipedia

Wolf-Dieter Storl: Die Magie der Sonnenwenden, 2024

Ronald Hutton: Stations of the Sun. A History of the Ritual Year in Britain, 2001

Online-Adventskalender-Liste 2025 Achtsamkeit, Spiritualität & innere Mitte

Online-Adventskalender-Liste 2025
Achtsamkeit, Spiritualität & innere Mitte

Adventskalenderboxen in violettem Licht mit Schriftzug „Die schönsten Online-Adventskalender 2025 – Achtsamkeit, Spiritualität & innere Mitte“ auf dem Blog für die innere Mitte von Claudia von der Wehd.

Worum es in diesem Artikel geht

Hier findest Du eine Übersicht, in der sich inspirierende, kostenfreie (0 €) Online-Adventskalender 2025 rund um Achtsamkeit, Spiritualität und Selbstfürsorge versammeln.
Sie lädt Dich ein, kleine Lichtblicke für den Advent zu entdecken – zum Innehalten, Auftanken und bewussten Durchatmen.

Die Reihenfolge ist bewusst nicht wertend.
Jeder Adventskalender hat seine eigene Qualität – wähle einfach intuitiv, was Dich anspricht.

Achtsamer Impuls:
Die Adventszeit ist voller schöner Angebote – manchmal so zahlreich, dass es schnell zu viel werden kann.
Höre beim Stöbern auf Deine innere Stimme:
Welcher 1–3 Kalender nähren Dich wirklich?
Welche Art von Impuls tut Dir täglich gut?

Erlaube Dir, bewusst zu wählen – statt alles mitzunehmen.
Achtsamkeit beginnt bereits bei dieser Entscheidung.

Lesezeit ca. 15 Minuten

20 Online-Adventskalender rund um Achtsamkeit und Spiritualität

Mal wieder schneller als gedacht steht Weihnachten vor der Tür – und in diesem Jahr beginnt der Advent schon im November.
In dieser Zeit suchen viele von uns nach Momenten der Stille, nach Wärme und nach Wegen, das Jahr achtsam ausklingen zu lassen.

Auch ich habe mich auf die Suche gemacht nach inspirierenden Adventskalendern rund um Achtsamkeit, Spiritualität und innere Balance.
Da ich 2025 keine Übersicht gefunden habe, die diese besonderen Herzensprojekte sammelt, findest Du hier meine eigene kleine Auswahl.

Alle vorgestellten Adventskalender sind kostenfrei (0 €) und laden Dich ein, die Adventszeit bewusst, ruhig und verbunden zu erleben: mal leise, mal lichtvoll, mal mit einem Hauch von Magie.

Die Adventskalender im Überblick

Eine Reise zu den Himmelkörpern
Adventskalender von Sandra Hoppenz

Eine himmlische Begleitung durch den Advent:

Dieser Human Design Adventskalender bietet tägliche Inspirationen zu den Energien der Planeten – für mehr Bewusstsein und innere Klarheit.

🌟 Zum Kalender von Sandra Hoppenz

Vom Herz geführt
Adventskalender von Anita Griebl

24 Tage lang begleitet Dich Anita Griebl mit herzöffnenden Impulsen, die Dich daran erinnern, mehr aus Deiner Herzensweisheit zu leben.

Tägliche Inspirationen direkt ins E-Mail-Postfach – für mehr Verbundenheit mit Dir selbst und einem achtsameren Miteinander im Advent.

🌟 Zum Adventskalender von Anita Griebl

Sei dir gut
Adventskalender von Pia Hübinger

24 Tage voller Inspiration für mehr Selbstfürsorge, Achtsamkeit und innere Balance.
Mit liebevollen Impulsen, geführten Meditationen und kleinen Ritualen lädt dieser Kalender dazu ein, den Advent bewusst und gelassen zu gestalten.

🌟 Zum Adventskalender von Pia Hübinger

Let it flow
Adventskalender von Claudia Hierhölzer

24 Wohlfühlmomente bis Weihnachten: Yoga, Pilates, Atemübungen und kleine Inspirationen laden dazu ein, die Adventszeit achtsam und entspannt zu genießen.
Ein liebevoller Begleiter für Körper, Geist und Seele – direkt in deinem Postfach.

🌟 Zum Adventskalender von Claudia Hierhölzer

Oase der Gelassenheit
Adventskalender von Romana Maichin-Puck

Tägliche kleine Auszeiten für mehr Ruhe und Energie in der Vorweihnachtszeit.

Mit Qigong, bewusstem Atmen, Kräuterwissen, Rezepten und Mini-Meditationen lädt Dich dieser Kalender ein, Gelassenheit zu kultivieren und Körper, Geist und Seele zu nähren-

🌟 Hier geht‘ zur Oase der Gelassenheit

Challenge dich glücklich
Adventskalender von Astrid Engel

24 Tage voller kleiner Impulse für mehr Fokus, Freude und Energie im neuen Jahr.
Mit spielerischen Mini-Challenges lädt dieser Kalender dazu ein, Neues auszuprobieren, Gewohnheiten zu wandeln und das Jahr bewusst abzuschließen – ganz ohne Druck und mit viel Leichtigkeit.

🌟 Hier geht es zum Adventskalender von Astrid Engel

Impulskalender 2025 – mit Adventszauber im Dezember

Bei Daniela Brandl dauert die Freude nicht nur bis Weihnachten: Ihr Impulskalender begleitet Dich durch das ganze Jahr – mit Inspirationen, Übungen und kleinen Workbooks für mehr Klarheit, Leichtigkeit und Selbstwirksamkeit.

Im Dezember wartet als besonderes Extra der Adventskalender auf Dich – tägliche Impulse, die Herz und Vorfreude zum Leuchten bringen

🌟Hier geht es zum Impulskalender von Daniela Brandl

24 Tage Queen-Energie
Adventskalender von Susanne Ryser

Dieser Kalender begleitet Dich mit 24 Impulsen für Bewusstsein, Balance und Selbstfürsorge durch die Adventszeit.
Statt To-dos und Perfektionismus lädt er dazu ein, in Deine Ruhe und innere Queen-Power zurückzufinden – mit Ritualen, Affirmationen und kleinen Inspirationen für mehr Energie und Leichtigkeit.

🌟 Zum Adventskalender von Susanne Ryser

Mikropausen-Adventskalender
von Susanne Wagner

Auf ihrem Atemblog lädt Susanne Wagner zu einem Mikropausen-Adventskalender ein.

Wer sich bei ihr anmeldet, erhält jeden Tag kleine Anregungen, die keine Minute dauern – wohltuende Atemmomente für mehr Präsenz, Ruhe und Entspannung im Advent.

Den Link zur Anmeldung für den Kalender findest Du in den Blogartikeln ganz oben.
🌟Zum Beispiel hier

Im Licht der Weisen Frau
Adventskalender von Alma-Avia

In der stillen Zeit des Jahres erinnert Dich dieser Adventskalender von Sabine Kuhlmann und Claudia von der Wehd an das Licht in Dir.
Hinter jedem der 24 Türchen verbirgt sich ein Moment der Besinnung – Worte, die wärmen, und Impulse, die wirken.
Dieser Adventskalender lädt Dich ein, Dich Tag für Tag ein Stück tiefer mit Deiner inneren Weisheit zu verbinden.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender von Alma-Avia

Entspannt durchs Weihnachtschaos
Adventskalender von der Achtsamkeits-Akademie
(Peter Beer)

Ein beliebter  Achtsamkeits-Adventskalender, der mit kurzen Audio-Impulsen durch die oft hektische Vorweihnachtszeit begleitet.
Täglich erhältst Du etwa 10 Minuten Inspiration von Peter Beer und weiteren Top-Experten für mehr Ruhe, Klarheit und Bewusstsein – von Meditationen über kleine Achtsamkeitsübungen bis hin zu wohltuenden Reflexionsimpulsen.
Ideal für alle, die mitten im Advent kleine Inseln der Stille suchen.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender der Achtsamkeits-Akademie

Wecke die Planetenkräfte für Dein neues Jahr
KosmoGraphik®-Adventskalender von Ingrid Werner

Dieser Adventskalender verbindet intuitive Kreativität mit astrologischer Symbolik.
Jeden zweiten Tag erhältst Du astrologische Informationen zu den Planetenthemen und einen Videolink zu einer kurzen Zeichenanleitung.
Klarheit, Fokus und mehr Energie – dieser Kalender kann ein achtsamer Begleiter für alle sein, die Zeichnen als Ritual nutzen möchten und sich für die astrologischen Einflüsse 2026 interessieren.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender mit KosmoGraphik®

Liebes-Advent statt Adventskilos
Adventskalender von Vera Wollenweber

24 liebevolle Impulse, die helfen, Stressessen zu durchbrechen und in der Vorweihnachtszeit sanft bei sich anzukommen.
Mit kleinen Übungen, Selbstfürsorge-Ritualen und achtsamen Naschideen unterstützt dieser Kalender dabei, Ruhe, Klarheit und innere Stabilität zu stärken.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender „24 mal Liebes-Advent statt Adventskilos“

Wohlfühlen in der Adventszeit
Adventskalender von Herzensenergie by Chantal

Für das Wohlfühlen im Advent schenkt Chantal tägliche Email-Impulse aus den Bereichen Human Design, ätherischen Ölen und Heilsteinen. Für eine lichtvolle Adventszeit voller Ruhe, innerer Wärme im Einklang mit Deiner Energie.
Und on top gibt es für Dich und Dein Tier auch noch Impulse aus dem Mammalian-Design –  das ist Human Design für Tiere.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender: Wohlfühlen in der Adventszeit

RaumResonanzRevolution
Adventskalender von Susanne Krüger

Das Potenzial Deines Zuhauses neu entdecken. RaumExpertin und Buchautorin Susanne Krüger schenkt Dir Tag für Tag überraschende Ideen, Mini-Übungen und Perspektivenwechsel, mit denen Du Blockaden im Alltag erkennst, neue Wohnenergie spürst und die Weichen für Dein WunschMorgen stellst. Perfekt für alle, die nicht einfach wohnen wollen, sondern sich und ihren Raum neu erleben möchten.

🌟 Hier geht’s zum Adventsletter von Susanne Krüger

Atem-Pausen
Adventskalender von Stefanie Seher

Endlich wieder durchatmen! Jeden Tag eine Mini-5-Minuten-Atemmeditation von der Yoga- und Meditationslehrerin Stefanie Seher.

🌟 Hier geht’s zum Atempausen-Adventskalender

Achtventskalender
von Nina Boyke

Für bewusstes und achtsames Energiebündeln in der hektischen Zeit:. Ein Coachingsadventskalender mit 8 Klarheitsimpulsen und einem Mini-Workbook. Nicht als To Do, sondern fürs Ankommen, Loslassen, mehr Klarheit…

🌟 Hier geht’s zum Achtventskalender

Seelenmomente
Adventskalender von Stephanie Crumbach

Mit dem Seelenmomente-Adventskalender bietet Coach und Kunsttherapeutin Stephanie Crumbach inspirative Lichtblicke, Momente der Ruhe, Geschichten und Meditationen für die Seele.

🌟 Hier geht’s zu den Seelenmomenten im Advent

Achtsamkeit auch in schweren Zeiten

Achtsamkeit bedeutet nicht nur Leichtigkeit.
Sie bedeutet auch, den Blick liebevoll auf die Bereiche zu richten, die oft unbemerkt im Dunkeln bleiben – Pflege, Verlust, Abschied und Überforderung.

Für Menschen, die die Adventszeit als besonders herausfordernd erleben, gibt es hier zwei Kalender, die Trost, Orientierung und kleine Lichtblicke schenken:

Wenn Pflege plötzlich Dein Leben bestimmt
Adventskalender für Pflegehelden von Pflegekummer-ade

Ein Adventskalender für Menschen, die in der Pflege Verantwortung tragen – oft über ihre Grenzen hinaus.
Jeden Tag öffnet sich ein Türchen voller Orientierung, Wärme und hilfreicher Impulse aus der Pflegepraxis.
Als Online-Advents-Kongress gestaltet teilen in diesem Kalender Expert*innen ihr Wissen, Erfahrungen und Mutmach-Momente, die Dich durch den Advent tragen, ohne zusätzliche Belastung. 

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender für Pflegende

Trost und Licht für Trauernde und Trauerbegleitende
E-Mail-Adventskalender von Monika Müller-Herrmann

Dieser E-Mail-Adventskalender begleitet Dich liebevoll durch eine Zeit, die für viele Trauernde besonders schwer ist.
Vom 30.11. bis 6.1. erhältst Du täglich Worte des Trostes, Gedichte, Fotos, kleine Rezepte und sanfte Impulse, die Licht in dunkle Tage bringen.

Ein stiller Begleiter für Menschen, deren Herz zur Weihnachtszeit ein wenig mehr Halt braucht.

🌟 Hier geht’s zum Adventskalender Trost und Licht

Zum Abschluss

Ich hoffe, diese kleine Sammlung inspiriert Dich, den Advent in diesem Jahr bewusster zu erleben – mit Momenten der Stille, achtsamen Impulsen und liebevoller Selbstzuwendung.
Jeder dieser Kalender ist eine Einladung, Dich selbst und das Leben auf neue Weise wahrzunehmen – Tag für Tag, Türchen für Türchen.

Wenn Du selbst einen kostenfreien Online-Adventskalender oder Raunachtkalender rund um Achtsamkeit, Spiritualität, Selbstfürsorge oder Bewusstseinsentwicklung anbietest, schreib mir gerne eine Nachricht.

Ich erweitere diese Liste mit Freude, damit immer mehr Menschen solche Lichtmomente entdecken können.

Hinweis zur Transparenz und Verantwortung

Die hier aufgeführten Adventskalender stammen von unterschiedlichen Anbieterinnen und führen auf externe Webseiten.
Ich habe alle Links sorgfältig ausgewählt und geprüft, übernehme jedoch keine Verantwortung für deren Inhalte, Verfügbarkeit oder Aktualität.
Bitte beachte, dass „kostenfrei“ in der Regel bedeutet, dass Du Dich mit Deiner E-Mail-Adresse anmeldest, um die täglichen Impulse zu erhalten.
Ob und in welchem Umfang weitere Angebote folgen, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Anbieter.

Ich empfehle Dir, beim Besuch externer Seiten die Datenschutzhinweise zu lesen und achtsam zu entscheiden, welche Angebote für Dich stimmig sind.

Ich erhalte keinerlei Provision oder Gegenleistung für diese Verlinkungen. Diese Liste dient ausschließlich der Inspiration und Sichtbarmachung achtsamer Adventsprojekte.

Rauhnächte – Ursprung, Bedeutung und Zeit für Deine innere Mitte

Rauhnächte – Ursprung, Bedeutung und Zeit für Deine innere Mitte

Sternenhimmel spiegelt sich in einem See - Symbol für die Rauhnachtzeit

Lesezeit ca. 19 Minuten

Eine stille Reise durch die Zeit zwischen den Zeiten

Die Wintersonnwende, die in der Regel um den 21. Dezember gefeiert wird, markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Dieses Jahr findet sie am Sonntag, dem 21.12.2025 um 16:03Uhr MEZ statt.

In vielen Kulturen gilt dieser Moment als Wendepunkt – ein Augenblick, in dem das Licht zurückkehrt und die Dunkelheit allmählich weicht. Dieser astronomische Übergang leitet die magischen Rauhnächte ein: eine Zeit der inneren Einkehr, der Stille und der Besinnung.

Traditionell wurden zur Wintersonnwende Rituale vollzogen, um die Kraft des Lichts zu feiern und die Rückkehr der Sonne zu begrüßen. Feuer wurden entzündet, um Wärme und Licht zu spenden, und es gab Festessen, Geschichten und gemeinsames Beisammensein. Manche Überlieferungen berichten sogar von mehrtägigen Feierlichkeiten rund um die Wiedergeburt des Lichts.

Was sind die Rauhnächte?

Traditionell bezeichnet man als Rauhnächte die Zeit „zwischen den Jahren“ – und zwar ganz wörtlich. Lange bevor unser heutiger Kalender eingeführt wurde, lebten die Menschen stärker nach den Mondzyklen. Unsere keltischen und germanischen Vorfahren kannten sowohl Sonnen- als auch Mondjahr und setzten beide in Beziehung: Sie ehrten die Sonnenwenden, die Tagundnachtgleichen und achteten gleichzeitig die Mondzyklen.

Ein Mondjahr ist kürzer als ein Sonnenjahr:
354 Tage zu 365 Tagen.

Die Differenz zwischen Mond- und Sonnenjahr beträgt 11 Tage und 12 Nächte – und genau diese Lücke bildet die Grundlage der Rauhnächte.

Jene besonderen Tage, die weder dem alten noch dem neuen Jahr zugeordnet waren: die „toten Tage“ oder die „Zeit zwischen der Zeit“.

Es gab die Vorstellung, dass in diesen Nächten die üblichen Ordnungskräfte aussetzen, Grenzen durchlässiger werden und die Wahrnehmung sich vertieft. Eine Schwellenzeit.

Raunächte, räuchern, Wacholder, Beifuß, Tanne

Woher stammt der Name und warum gibt es verschiedene Schreibweisen?

Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass die Rauhnächte manchmal auch ohne „h“ geschrieben werden – als Rauhnächte. Beides ist gebräuchlich; im spirituellen und volkskundlichen Kontext hat sich die Schreibweise Rauhnächte jedoch stärker durchgesetzt. Laut Duden gilt die Schreibweise ohne h als die moderne Form, beide sind korrekt.

Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Ansätze:

  • Ableitung von „Rauch“ – aus dem Zusammenhang mit dem Räuchern
  • Ableitung von „rau“, wie in raue Gesellen. Das bezieht sich auf die Legende, dass in den Rauhnächten Wotan bzw. Odin mit seiner Gefolgschaft – den Totengeistern – in wilder Jagd über das Land zog. Ganz den Winterstürmen entsprechend waren das raue Zeiten.
  • Ableitung vom mittelhochdeutschen Wort „rûch“, das für haarig oder pelzig steht. Ein Begriff, wie er in der Kürschnerei für Pelzwaren noch heute Verwendung findet als Rauware oder Rauchware. In den Rauhnächten war es teilweise Brauch, sich in Felle und Pelze zu verkleiden mit gruseligen Masken, um die Geister zu vertreiben (wie noch heute bei den Perchten).
  • Ableitung vom Begriff „raunen“, das die althochdeutsche Sprachwurzel „runa“ hat. Runa bedeutet „das Geheimnis“. Darin kann die Beziehung zum Orakeln gesehen werden. Wenn die Runen die Geheimnisse in den langen Winternächten raunen.

Wie so oft bei alten Begriffen gibt es nicht die eine richtige Herleitung. Vielleicht ist genau dieses Vielschichtige Teil ihres Zaubers.

Wann beginnen die Rauhnächte?

Je nach Region unterscheiden sich die Überlieferungen. Zumeist werden heutzutage die Rauhnächte mit der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember begonnen und sie enden am 6. Januar.

Manche beginnen erst am 1. Weihnachtsfeiertag mit der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember. Vielleicht auch alles eine praktische Herangehensweise, um die Rauhnachtzeit an die Weihnachtszeit anschließen zu lassen.

Für andere – und dazu gehörten viele der alten Kulturen – beginnt die Rauhnachtzeit bereits mit der Wintersonnwende.

Im Laufe der Jahre meiner spirituellen Praxis habe ich für mich festgestellt, dass Schwellenzeiten keine wirklich festlegbaren kalendarischen Punkte sind. Jedes Jahr trägt eine andere Energie, eine andere Kraft. Und Schwellenzeiten bewegen sich mit den Energien. So ist in einem Jahr manchmal schon Rauhnachtzeit vor der Wintersonnwende spürbar und in im nächsten Jahr vielleicht erst nach Weihnachten bis weit in den Januar hinein. Ich betrachte die festgelegten Daten eher als Symbolik für eine uralte Tradition, die uns ein Zeitfenster erschafft, in dem wir uns erinnern und mit der Natur und ihren zyklischen Abläufen rückverbinden können.

Raunächte, räuchern, Wacholder, Beifuß, Tanne

Zum Ursprung der Rauhnächte

Im tiefsten Winter war der Rückzug aus reinen Überlebensgründen notwendig: Kälte, Dunkelheit, knappe Ressourcen.

Die langen Nächte waren heilig. Nicht im dogmatischen Sinn, sondern als natürlicher Raum für Stille, Reparatur, Träume und Vorbereitung.

Unsere keltischen und germanischen Vorfahren haben die Energie der Rauhnächte geehrt. Für sie war es völlig normal, dass die Dunkelheit und das Dunkle zum Leben gehört. Und die Dunkelheit und Kälte des Winters galt es zu überwinden, um dann frisch erstarkt mit der Kraft des Frühlings wieder aktiv zu werden. Die dunkle Zeit wurde beispielsweise genutzt, um alte Kleidung zu reparieren und neue zu schaffen. Handwerkliche Schöpferkraft, Gemeinschaft leben.

Die Zeit der langen Nächte lud auch ein, um Rituale durchzuführen. In den Überlieferungen heißt es, dass Schamanen in dieser Zeit besonders empfänglich für Botschaften aus der geistigen Welt waren und ihre Rituale in Verbindung mit Naturkräften und Ahnen praktizierten. Sie brachten Information und Weisheiten, um den Winter zu überstehen und sich auf die kommende Zeit vorzubereiten.

Es ist historisch bekannt, dass das Räuchern auch in den Zeiten unserer keltischen und germanischen Vorfahren eine wichtige Rolle spielte. Auch das hatte praktische und spirituelle Hintergründe. (Es war schon immer wichtig, die Spiritualität im Alltag zu leben 😉). Zu den bekannten Räucherkräutern der Kelten gehörten Beifuß, Wacholder und die Harze oder Nadeln von Tanne, Fichte und Kiefer.

Beifuß und Wacholder galten nicht nur als rituell bedeutsam, sondern wurden auch wegen ihrer klärenden Eigenschaften geschätzt – in spiritueller wie auch praktischer Hinsicht. Was sicher eine sehr gute Nebenwirkung war, wenn die ganze Sippe mitsamt dem Vieh in einem Langhaus den Winter verbrachte.

Die Rauhnächte sind mit der Zeit gegangen, obwohl sie die Tage zwischen den Zeiten sind. So haben sich verschiedenste Traditionen und Bräuche je nach Region im Laufe der Jahrhunderte entwickelt. Nachfolgend ein paar Beispiele dazu:

Brauchtum in den Rauhnächten

Ich kenne von meiner Großmutter noch das Verbot, zwischen den Jahren Wäsche aufzuhängen. Folglich wurde auch keine gewaschen. Die Begründung war, dass sich die umherziehenden Geister der wilden Jagd in den zum Trocknen aufgehängten Wäschestücken verfangen könnten. Und wenn man sich so einen Geist in der Wäsche einfängt, dann bringt das Unglück im ganzen nächsten Jahr.

Ihr Glaube basierte auf dem uralten Volksglauben an die wilde Jagd, in der Odin und sein Gefolge durch die Lüfte zogen. Mit lautem Getöse begleiteten sie die Winterwinde. Es hieß mancherorts, dass in dieser Horde vor allem jene Geister anzutreffen waren, die durch einen gewaltsamen Tod aus dem Leben geschieden waren. Und diese Energie wollte keiner in seiner Wäsche haben. Der Volksglaube ist von Region zu Region ein bisschen unterschiedlich. Manchmal durfte man nur keine großen, weißen Wäschestücke wie Bettlaken oder Tischwäsche aufhängen. Es hieß, dass ein Geist, der sich darin verfängt, das Wäschestück zum Leichentuch mache und es einen Tod im nächsten Jahr in der Familie ankündige.

Zum wohl wichtigsten überlieferten Brauch für die Rauhnächte gehört das Räuchern, das vor allem im ländlichen Bereich immer weiter praktiziert wurde. Haus und Hof wurden ausgiebig geräuchert, um die Atmosphäre zu reinigen und negative Energien symbolisch aus dem Haus zu entlassen – so der damalige Volksglaube. Das Räucherwerk wurde in großen Eisenpfannen rauchend über den Hof und durch Haus und Stallungen getragen

Raunächte, räuchern, Wacholder, Beifuß, Tanne

Rauhnachtregeln aus dem Brauchtum

Es gab und gibt noch viele weitere „Handlungsempfehlungen“ für die Zeit der Rauhnächte. Dazu gehörten beispielsweise:

  • Am frühen Morgen durfte nicht gepfiffen werden. Das Pfeifen stand für das Pfeifen des Windes in der Nacht, wenn die wilde Jagd übers Land zog. Das durfte man nicht heraufbeschwören, sonst zog man sich damit das Unheil ins Leben.
  • Es hieß, dass die Tiere in den Rauhnächten um Mitternacht sprechen könnten, wie Menschen. Wer die Tiere reden hören wollte, musste also um Mitternacht genau hinhören. Zahlte aber einen hohen Preis dafür. Denn der, der die Tiere reden hörte, starb am nächsten Tag – so sagt es die Legende.
  • Man glaubte, dass man die Wachstumskräfte in dieser Zeit nicht beschneiden durfte. Nach alter Überlieferung sollte man während der Rauhnächte weder Haare noch Nägel schneiden, da dies sinnbildlich als Schwächung der Lebenskraft galt.
  • Einige der alten Bräuche, die sich mit dem Christentum vermischt haben, werden häufig noch zu Heiligabend praktiziert:
    Aus der alten Überlieferung heraus, wird in manchen Familien ein Gedeck mehr als Personen am Tisch sind aufgedeckt. Manchmal steht es dafür, dass auch den Ahnen gedacht wird. Manchmal soll es symbolisieren, dass man bereit ist, auch eine bedürftige Person mitzubewirten. Traditionell hat man zur Besänftigung der Geister etwas Milch oder was zu essen vor die Türe gestellt. In manchen Regionen wurde Hafer oder anderes Getreide für die Geister auf die Dächer geworfen und nach den Rauhnächten wieder abgekehrt und ans Vieh verfüttert.
  • Aus der Tradition, dass man mit Lärm und Gepolter die bösen Geister vertreiben wollte, entstand das Silvesterfeuerwerk oder die bekannten Perchtenläufe (die mit ihren gruseligen Pelzgewändern aus praktischen Gründen mittlerweile schon weit vor den Rauhnächten durchgeführt werden, damit viele Menschen diesem Spektakel beiwohnen können).
  • In den früheren Zeiten durfte man das Getreide nicht in der Rauhnachtzeit dreschen, sonst würde das Getreide des nächsten Jahres verderben. Und zwar im weiten Umkreis, so weit der Schall des Dreschens reichte.
  • Still sollte es sein. Man musste in einen Kübel husten und dafür sorgen, dass die Kinder nicht schrien.
  • Es durfte keinesfalls aus einem nicht abgedeckten Brunnen getrunken werden.
  • Wer sich unachtsam auf einen Tisch setzte, so hieß es, rufe Unheil über sich – zum Beispiel Hautausschläge oder anderes Ungemach.
  • Zwar durften Kinder und Frauen in den Rauhnächten abends nicht mehr nach draußen. Aber wenn eine junge Frau in einer Rauhnacht an einen Kreuzweg ging, konnte sie vielleicht das Bildnis ihres künftigen Gatten vorbeigehen sehen. Nur ansprechen durfte sie ihn nicht, sonst würde sie nicht heiraten.

Auch, wenn vieles dem Aberglauben entstammt, nur wenig aus den wirklich alten Traditionen bekannt und wohl das meiste heutzutage mit dem Christentum vermischt ist, so weisen doch jene alten Bräuche auf die Besonderheit der Rauhnächte hin.

Viele der neu entstandenen Rituale können die alten Traditionen auf einer neuen Ebene ehren und bewahren. Damit die einzigartige Energie der Rauhnächte genutzt werden kann als eine Einladung an alle Suchenden, sich ihrer inneren Weisheit, ihrer spirituellen Verbundenheit in dieser oft hektischen Welt zuzuwenden.

Die Rauhnächte laden dazu ein, sich innerlich auszurichten, das vergangene Jahr bewusst abzuschließen und Impulse für das neue Jahr zu setzen.

Raunächte - Kartenlegen

Prophezeiungen, Wahrsagen, Orakel in den Rauhnächten

Auch untrennbar mit den Rauhnächten verbunden ist die Tradition, diese Zeit für das Wahrsagen und die Zukunftsschau zu nutzen.

Den Rauhnächten wird eine Verbindung zu den Monaten des kommenden Jahres zugeschrieben – das stammt noch aus den Zeiten, in denen Bauern das Wetter in diesen Nächten beobachteten, um Prognosen für das kommende Jahr zu erstellen. So steht beispielsweise die erste Rauhnacht für den Januar, die zweite für den Februar usw.

Angelehnt an diese Tradition werden die Rauhnächte auch heute noch so in Verbindung zum Folgejahr gesetzt. Meistens wird damit auch der Zusammenhang zu den 12 Tierkreiszeichen hergestellt, woraus sich dann wieder bestimmte Themenbereiche für das Leben ableiten lassen.

In früheren Zeiten hat man sogar den Weihnachtsstollen als Omen genutzt. Damals hat man den Stollenteig zwar in der eigenen Küche zubereitet, aber man brachte dann den Teig in die Bäckerei zum Backen. Und wenn beim Abholen der Stollen brach, so hieß es, kündige das einen Todesfall in der Familie an.

Die Tradition der Weissagung hat sich in den beliebten Silvester-Orakel-Spielen erhalten. Dazu gehören die unterschiedlichsten Orakelkarten.

Manche sollen sogar Gummibärchen zum Orakeln nutzen. Das mittlerweile verbotene Bleigießen wurde vom Wachsgießen abgelöst. Und manch einer kennt noch das Kaffeesatzlesen. Das sind alles Überbleibsel, die auch der breiten Bevölkerungsschicht bekannt sind, auch wenn die meisten dieser Bräuche heute eher spielerisch genutzt werden und weniger mit einer bewussten intuitiven Wahrnehmung verbunden sind.

Achte auf Deinen energetischen Schutz

Wenn Du achtsam und klar ausgerichtet mit Deinen Weissagungs-Tools wie z.B. dem Tarot oder Wahrsagekarten, dem Pendel, Runensteinen, dem Ogham oder dem I-Ging in der Zeit der Rauhnächte arbeitest, können sich sehr klare Antworten auf die unterschiedlichsten Lebensfragen und hilfreiche Hinweise auf das kommende Jahr zeigen.

Dabei ist es sinnvoll, auch für Deinen energetischen Raum gut zu sorgen – denn aus spirituell-energetischer Sicht gilt diese Zeit als besonders offen und empfänglich für verschiedenste Einflüsse, nicht immer nur lichtvoll.

Viele Menschen erleben die Rauhnächte als Schwellenzeit: feinfühlig, vielschichtig und durchlässig. Wer sich in dieser Zeit irritiert fühlt oder ungewöhnliche Erfahrungen macht, kann darin wertvolle Hinweise auf innere Themen oder energetische Resonanzen finden.

Rauhnächte - Traumtagebuch

Die Rauhnächte heute –
zwischen Vielfalt und innerem Weg

Heute werden die Rauhnächte vor allem für innere Einkehr, Rückschau und die Vorbereitung auf das neue Jahr genutzt. Viele erleben ihre energetische Qualität als Einladung, bewusster zu werden: eine Zeit, in der tiefere Prozesse angestoßen und neue Impulse spürbar werden können.

Mittlerweile findest Du unzählige Bücher, Kurse, Seminare, Meditationen, Workbooks und Online-Angebote rund um die Rauhnächte. Fast überall wirst Du lesen, dass jede Rauhnacht eine bestimmte Bedeutung hat und Dich einlädt, über bestimmte Lebensbereiche zu reflektieren. Wenn Du genauer hinschaust, wirst Du feststellen: Es gibt so viele verschiedene Deutungen, wie es Autorinnen und Autoren gibt. Jede Tradition setzt eigene Schwerpunkte, jede Person bringt ihre persönliche Sicht und Erfahrung mit ein. Eine wirkliche Einheitlichkeit gibt es nicht – und es braucht sie auch nicht.

Wichtiger als „die richtige Methode“ ist, dass Du Deine eigene Form findest. Die Rauhnächte sind kein Pflichtprogramm, das man brav abarbeitet, sondern eine Einladung zur Innenschau. Es geht nicht darum, Anweisungen zu befolgen, sondern darum, Deinen inneren Rhythmen zuzuhören: Was brauchst Du wirklich? Ruhe oder Austausch? Schreiben oder Stille? Rituale oder einfach einen bewussten Abend mit Dir selbst?

Wenn Du möchtest, kannst Du dabei natürlich auf äußere Impulse zurückgreifen – etwa auf Fragen zur Reflexion, Kartenlegungen, Träume oder kleine Rituale. Sie sind wie Wegweiser, nicht wie Vorschriften. Sie unterstützen Dich dabei, Dich an das zu erinnern, was innerlich ohnehin schon da ist.

Gleichzeitig tragen die Rauhnächte eine Qualität in sich, die über Traditionen hinausreicht. Wenn wir diese Zeit nicht nur als Rückblick oder Vorschau erleben, sondern als inneren Wandlungsraum, entsteht eine Form von Bewusstseinsalchemie: ein feiner Prozess, der innere Bewegungen sichtbar macht und die Wahrnehmung neu ordnen kann. Jede Nacht wirkt wie eine eigene Färbung, eine zarte Frequenz, die etwas in uns berührt oder erinnert.

Für manche Menschen entsteht daraus im Laufe der Jahre ein persönlicher roter Faden – eine innere Landkarte durch diese besondere Zeit. Nicht als starres Konzept, sondern als liebevolle Struktur, die das eigene Erleben hält und vertieft. So werden die Rauhnächte von einer schönen Tradition zu einem lebendigen Entwicklungsraum: einer Schwelle, an der Bewusstsein sich erneuert und ein stilles inneres Leuchten entstehen darf.

Die Stille der Raunächte lässt dich die Stimme Deiner Weisheit hören

Wie ich die Rauhnächte verbringe

Die Rauhnachtzeit ist für mich mit die wichtigste Rückzugszeit des Jahres. Ich mag mich nicht von festgeschriebenen Ritualpraktiken vereinnahmen lassen und so buche ich in den Rauhnächten auch keine Kurse oder Workshops. Es widerstrebt mir, meine Rauhnachtzeit auch noch als ein „To do“ mit einer Checkliste zu versehen. Mittlerweile ist die Rauhnachtzeit oft wie ein Konsumgut dargestellt und wird verbunden mit einem: Du musst an Tag 1 dieses und an Tag 2 jenes gemacht haben, sonst war es nicht richtig.

Das sehe ich nicht so. Für mich ist die Rauhnachtzeit archetypische Achtsamkeitspraxis. Ich lasse mich von den Energien leiten. Achtsam in die Energie jeden Tages hineinspüren und die Einzigartigkeit und Besonderheit jeder Rauhnacht und jedes Rauhnacht-Tages erfassen, spüren, verinnerlichen, genießen. Digital Detox inklusive.

Meine Rauhnächte beginnen zur Wintersonnwende. Ein Tag der Dankbarkeit für alles, was im vergangenen Jahr zu mir kam und Startpunkt für Ruhe und Einkehr.

Ich träume schon seit meiner Kindheit in den Rauhnächten besonders intensiv. So achte ich auf die Zeichen, die sich in den Träumen zeigen. Ein Traumtagebuch hilft mir beim Reflektieren. Meine tägliche Meditationspraxis behalte ich bei und genieße die Tiefe, die sich in dieser Zeit des Rückzugs aus dem Trubel der Außenwelt einstellt.

In meinem persönlichen Erleben entsteht in der Rauhnachtzeit eine tiefe Verbindung zu feinstofflichen Ebenen – manchmal durch Naturerfahrungen, Trommelrituale oder meditative Reisen. Ich räuchere, wenn es sich grade stimmig anfühlt und mit den Kräutern, deren Geruch ich wirklich mag. Und natürlich befrage ich auch die höheren Seinsebenen mit Hilfe des Kartenlegens oder des I-Ging.

Für mich persönlich liegt allerdings die wahre Magie der Rauhnächte in ihrer Stille.

In meiner Erfahrung ist keine Zeit des Jahres so nah an der Stille wie die Rauhnächte. Für mich ist es eine tiefe Zeit – ein Raum für stilles Wandeln, für Rückverbindung mit der inneren Weisheit, für das bewusste Spüren meiner Mitte… – so kann das neue Jahr willkommen geheißen werden.

Ich wünsche auch Dir die kraft- und lichtvolle Erfahrung der Stille in der Rauhnachtzeit.

Quellen:

Die Magie der Sonnwenden, Wolf-Dieter-Storl, GU-Verlag München, 1. Auflage 2024

Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Band 7, digitalisiert unter: https://archive.org/details/handworterbuchdesdeutschenaberglaubensband7/page/n136/mode/1up, abgerufen am 18.12.2024

Samhain – Zeit zwischen den Welten

Samhain – Zeit zwischen den Welten

Kürbisse mit Kerzen im Dunkeln als Symbole für Samhain - Zeit zwischen den Welten

Lesezeit ca. 8 Minuten
zuletzt aktualisiert am 24.10.2025

Samhain – Schwellenzeit

Während ich diesen Artikel überarbeite, fegt draußen der Sturm über die Felder, als wollte er alles forttragen, was nicht mehr in die neue Zeit gehört.
Die Luft ist aufgeladen, der Himmel in Bewegung – als ob die Natur selbst noch einmal tief durchatmet, bevor sie in die Stille übergeht.

Diese Tage tragen die Energie des Übergangs:
Altes löst sich, Strukturen wanken, Wahrheiten treten ans Licht.
Manche spüren Unruhe, andere eine unerklärliche Sehnsucht nach Tiefe, nach Sinn, nach Zugehörigkeit.

Im kollektiven Feld ist deutlich spürbar, dass sich vieles neu ordnet –
in Gesellschaft, in Beziehungen, im eigenen Inneren.
Was lange verborgen war, drängt an die Oberfläche.
Was festgehalten wurde, darf sich wandeln.

Der Wind draußen erinnert uns daran, dass Klarheit nicht aus Kontrolle entsteht,
sondern aus Weite, Vertrauen und innerer Präsenz.
Und wer bereit ist, hinzuhören, erkennt: Diese Zeit ist kein Chaos, sondern ein Spiegel.
Ein Spiegel, der uns zeigt, was gehen darf – und was bleiben will.

Samhain markiert diesen Moment des Übergangs.
Eine Zeit, in der die Schleier dünner werden, Wahrnehmung tiefer geht
und die Verbindung zu den Ahnen, zur Natur und zum eigenen Licht spürbar näher rückt.

In dieser besonderen Zeit beginnen wir zu ahnen, dass Wandel kein Zufall ist, sondern ein Rhythmus, der uns alle durchdringt.
Seit jeher wussten die Menschen um diese Schwelle zwischen Licht und Dunkel – sie gaben ihr einen Namen: Samhain.
Ein Fest, das uns erinnert, dass Abschied und Neubeginn zwei Seiten derselben Bewegung sind.

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Die Bedeutung von Samhain

Der Name Samhain (gesprochen „Sahw-en“) stammt aus dem Altirischen und bedeutet sinngemäß „Ende des Sommers“.
In Irland markierte Samhain vor über 2000 Jahren den Übergang vom hellen Halbjahr in das dunkle.
Archäologische Funde – etwa in Newgrange und auf dem Hügel von Tara – zeigen, dass diese Übergangszeit schon vor der keltischen Kultur gefeiert wurde, als heilige Zeit zwischen den Zeiten.

In dieser Nacht, so der Volksglaube, ist der Schleier zwischen den Welten am dünnsten.
Die Ahnen konnten die Lebenden besuchen, und die Lebenden ehrten ihre Ahnen – mit Speisen, Lichtern und Geschichten.
Gleichzeitig versuchte man, störende oder ruhelose Geister fernzuhalten: Man trug Masken, entzündete Feuer, verkleidete sich, um nicht erkannt zu werden.

Feuer spielte eine zentrale Rolle:
Die Herdfeuer wurden gelöscht und vom großen Gemeinschaftsfeuer neu entfacht – ein uraltes Symbol für Erneuerung, Reinigung und Zusammenhalt.

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Wie aus Samhain Halloween wurde

Mit der Christianisierung Europas fanden viele heidnische Feste ihren Platz im Kirchenkalender.
Aus All-Hallows-Eve – dem Vorabend zu Allerheiligen – entstand später das heutige Halloween, gefolgt von Allerseelen am 2. November.

Als im 19. Jahrhundert viele Iren nach Amerika auswanderten, nahmen sie ihre Bräuche mit.
Dort vermischten sich keltische, christliche und amerikanische Erntetraditionen – so entstanden Kürbislaternen, Umzüge und das heute bekannte „Süßes oder Saures“.

Ursprünglich höhlte man übrigens Rüben aus, nicht Kürbisse.
Das Licht darin symbolisierte das Herdfeuer, das aus dem Gemeinschaftsfeuer neu entzündet wurde – das innere Licht, das durch die dunkle Jahreszeit führt.

Samhain und Halloween-Stimmung mit Wichteln und Kürbis

Geister, Mythen und Schwellen

Samhain war schon immer ein Fest der Grenzen:
zwischen Diesseits und Jenseits, Sommer und Winter, Licht und Schatten.
Man glaubte, an Kreuzwegen oder Brücken könnten sich in dieser Nacht die Welten berühren.
Wer dort verweilte, konnte den Geistern begegnen – oder, so sagten die Alten, einen Blick in die Zukunft erhaschen.

Viele dieser Überlieferungen sind heute Legende, doch die energetische Symbolik bleibt lebendig:
Samhain ist eine Zeit des Loslassens, des Hinhörens, der Rückverbindung mit unseren Wurzeln.
In dieser Schwellenzeit kann Intuition sich verstärken, Träume werden klarer, und die Wahrnehmung der unsichtbaren Welt öffnet sich.

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Samhain im Jahreskreis

Samhain gehört zu den vier großen keltischen Kreuzviertelfesten:
Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain markieren die Übergänge zwischen den Sonnenfesten (Sonnenwenden und Tag-und-Nachtgleichen).
Jedes dieser Feste symbolisiert einen inneren Entwicklungsbogen – und Samhain bildet den stillen Wendepunkt nach innen.

Viele naturspirituelle Menschen erleben diese Zeit als Beginn des neuen Jahreszyklus:
Ein Rückzug, ein Innehalten, ein Erinnern.
Die äußere Natur zieht sich zurück – und ruft uns auf, dasselbe zu tun:
uns selbst zu lauschen, die Ahnen zu ehren, das eigene Licht zu bewahren.

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Hochsensibilität, Hellfühligkeit und die Samhain-Zeit

Gerade Menschen mit einer feinen Wahrnehmung – wie es beispielsweise Hochsensible und Hellfühlige erleben – können die Samhain-Zeit besonders intensiv erleben.
Die Schleier der Wahrnehmung sind nicht nur zwischen den Welten dünner, sondern auch im eigenen Inneren.
Träume werden deutlicher, Emotionen tiefer, vielleicht auch die Präsenz von Verstorbenen spürbarer.

Das kann wunderschön, aber auch fordernd sein.
Wichtig ist, in dieser Zeit bewusst geerdet zu bleiben – denn das erhöhte Energiefeld verstärkt alles, was gerade in Bewegung ist.
Wer fein fühlt, spürt die Frequenz der Ahnen, aber auch kollektive Emotionen.

Wenn Du Dich in dieser Phase besonders sensibel erlebst, können Dir meine Artikel zum Thema Hochsensibilität und Hellfühligkeit Impulse geben, wie Du Deine Wahrnehmung als Kraft verstehst und Dein Energiefeld schützt.

Darin findest Du:

◈ Was ist Hochsensibilität?

◈ Zwischen Hochsensibilität und Hellfühligkeit

◈ Leben mit Hochsensibilität und Hellfühligkeit

Vielleicht kannst Du mit Hilfe dieser Informationen die Samhain-Energie leichter als vertiefende Resonanz erleben.

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Rituale und Impulse für Deine Samhain-Zeit

  • Zünde am Abend ein Licht für Deine Ahnen an – als Geste des Erinnerns und der Dankbarkeit.
  • Schreibe auf, was Du im vergangenen Jahr loslassen möchtest, und verbrenne den Zettel achtsam.
  • Lege beim Abendessen einen zusätzlichen Teller für die Ahnen auf – als Symbol für Verbundenheit.
  • Geh in der Dämmerung hinaus, atme die kühle Luft und lausche – Samhain ist eine Einladung zum Stillwerden.
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Samhain ist mehr als der Ursprung von Halloween

Es ist die Erinnerung an unsere Verbindung zu jenen, die vor uns gingen – und an den ewigen Kreislauf von Werden, Vergehen und Wiederkehr.
Die Dunkelheit dieser Zeit ist keine Bedrohung, sondern ein Tor:
zu den Ahnen, zur eigenen Tiefe, zum inneren Licht.

Wenn Du magst, begleite ich Dich auch in den kommenden Wochen über meinen Newsletter „Energie im Wandel“ mit Impulsen zur energetischen Zeitqualität in der dunklen Jahreszeit.

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Quellen:

https://www.newgrange.com/samhain.htm

irishmyhts.com/2022/08/15/samhain-history

 

Herbst-Tagundnachtgleiche –  Alban Elfed

Herbst-Tagundnachtgleiche – Alban Elfed

Keltisches Jahresrad auf einem alten Wegstein als Symbol für den Jahreskreis und die Zeit der Herbst-Tagundnachtgleiche

Lesezeit ca. 11 Minuten

Herbst-Tagundnachtgleiche:
Balance, Ernte, Übergang

Heute beginne ich meinen Beitrag mit einer kleinen Geschichte zur Einstimmung in die Energie der Herbst-Tagundnachtgleiche:

 

Das Gewicht der Äpfel – eine Alban-Elfed-Geschichte

Langsam gehst Du durch den Apfelhain. Das Licht der untergehenden Sonne taucht den westlichen Himmel in sanfte orangene Farben.

Die Apfelbäume tragen schwer – in jeder Frucht der Spiegel des Sommers.

Du pflückst zwei Äpfel und hältst sie in Deinen Händen. Wägst sie gegeneinander ab: links die Fülle – rechts das Loslassen.

Dein Atem wird ruhiger. Ein Rabe ruft im Wipfel der Bäume. Für einen Moment ist alles im Gleichmaß – Schritt und Herz. Ein und Aus.

Du legst einen Apfel unter den Baum. Für Mutter Erde und für das, was war.

Den anderen legst Du in Deinen Korb: für das, was bleibt.

Als die Sonne den Horizont berührt, spürst Du die Mitte – in Dir, im Licht. Alles ist in Frieden getaucht. Keine Forderung, kein Eilen. Nur das feine energetische Klicken der Jahres-Schwelle. Alban Elfed.

Du begibst Dich wieder auf den Heimweg.

Der Weg ist derselbe – und doch beginnt etwas Neues.

zwei Äpfel in einer Hand als Symbol für die Kraft des Erntedankes zur Herbst-Tagundnachtgleiche

Herbst-Tagundnachtgleiche 2025

In diesem Jahr fällt das astronomische Datum der Tagundnachtgleiche auf den 22. September 2025, 20:19h. Nun sind Tag und Nacht beinahe gleich lang. Beinahe deswegen, weil es durch die Brechung des Sonnenlichts in der Atmosphäre für uns so scheint. Die tatsächliche Gleichheit von Tag und Nacht, das sogenannte Equilux liegt meist ein paar Tage später. [1]

Andere Namen für die Herbst-Tagundnachtgleiche sind Herbst-Äquinox oder -Equinox oder -Äquinoktikum. Aus alten Überlieferungen stammen Mabon oder Alban Elfed.

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Keltischer Kontext — und was historisch wirklich gesichert ist

Auch, wenn wir heute Begriffe für die Herbst-Tagundnachtgleiche finden, die aus dem Keltischen kommen, so gibt es keine gesicherten Belege dafür, dass die alten Kelten diesen Tag wirklich so benannt haben.

Das Wort Mabon beispielsweise ist ein moderner Name. Dieser – heute im neopaganen Umfeld verbreitete – Begriff für die Herbst-Tagundnachtgleiche wurde in den 1970er-Jahren von Aidan Kelly geprägt; für eine altkeltische Benennung gibt es keine Belege. [2]

In der neuzeitlichen druidischen Tradition (wie z.B. beim OBOD) heißt die Herbst-Tagundnachtgleiche Alban Elfed. Das wird aus dem Wallisischen übersetzt mit Licht des Wassers. Es symbolisiert die Balance zwischen Tag und Nacht und die Wichtigkeit des Wassers in der Natur, das sowohl für die Quelle des Lebens steht als auch für die Wandlung in die Tiefen des Seins. Und die Tiefen des Wassers stehen in Verbindung mit der Dunkelheit, die nun wieder länger über den Tag herrscht als das Licht.
Die Dankbarkeitsrituale zur Ernte reflektieren auch die Dankbarkeit gegenüber der Weisheit der Erde. Es geht um das Gleichgewicht, um die Zeit der „zweiten Ernte“. Als gelebte moderne Praxis.

In den über 5000 Jahre alten Megalithhügeln in Loughcrew, Irland gibt es auch heute noch Veranstaltungen zur Herbst-Tagundnachtgleiche. Im Cairn T fällt zum Zeitpunkt des Herbst-Äquinox das Sonnenlicht so durch einen exakt positionierten Gang, dass es die Rückplatte des Ganges beleuchtet. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass bereits in der Jungsteinzeit die astronomischen Ereignisse exakt berechnet und markiert wurden. Dementsprechend auch ein Beleg dafür, wie wichtig diese Jahreskreismomente für unsere Vorfahren waren.

Ein Video dazu findest Du auf der Seite vom Loughcrew-Megalithic-Centre: [3]

Loughcrew Historischer Gang. Tomb Relic in der Nähe von Oldcastle, County Meath, Ireland
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Die Herbst-Tagundnachtgleiche in anderen Kulturen

  • Japan – Higan:
    In Japan sind die Zeiten von Frühjahrs- und Herbsttagundnachtgleiche wichtige spirituelle Tage. Das Fest der Herbst-Tagundnachtgleiche heißt dort Shubun no hi. Es ist ein nationaler Feiertag, der den kalendarischen Herbstanfang markiert. Im Mittelpunkt des Feiertags steht die Verehrung der Ahnen und das Gedenken an die Verstorbenen. Insgesamt ist es eine siebentägige buddhistische Gedenk- und Einkehrzeit um die Tagundnachtgleiche (3 Tage davor/danach), mit Ahnengedenken und Tempelzeremonien.
  • Mexiko – Chichén Itzá:
    In Chichén Itzá erzeugt die Sonne des späten Nachmittags der Herbst-Tagundnachtgleiche ein Schauspiel, bei dem sich das Licht und der Schatten der Kukulcán-Pyramide so auf die Nordtreppe projizieren, dass die Illusion einer sich herabwindenden gefiederten Schlange entsteht. Dieses Phänomen ist ein Zeugnis der mathematischen und astronomischen Kenntnisse der Maya, die die Architektur der Pyramide für diesen visuellen Effekt erschufen.
  • Nordisch-germanischer Raum / Wikinger: Haustblót:
    Haustblót bedeutet Herbstopfer. Es war für die Wikinger ein bedeutendes Erntefest, das sowohl der Dankbarkeit als auch der Vorbereitung auf den Winter diente. [4]
    Durch Opfergaben und Rituale sollten die Götter und Naturgeister besänftigt und um Schutz für die kalte Jahreszeit gebeten werden. Das Fest diente dem Zusammenhalt der Gemeinschaft und sollte den Menschen dabei helfen, sich auf die Herausforderungen des Winters einzustellen. Auch heute noch wird das Erbe des Haustblóts in modernen heidnischen Traditionen gefeiert – als eine Erinnerung an die Weisheit der alten nordischen Kultur. Über den Zeitpunkt gibt es unterschiedliche Angaben. Manche verweisen auf die Herbst-Tagundnachtgleiche, andere auf einen Zeitraum Mitte Oktober. Historische Details sind umstritten;
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Spirituelle & energetische Hintergründe

Die Herbst-Tagundnachtgleiche repräsentiert den Moment der Harmonie zwischen Licht und Dunkelheit. Einen Moment der Mitte, in dem alles ausgeglichen ist. In dem Balance herrscht zwischen Aktivität und Ruhe – zwischen Geben und Empfangen.

Alban Elfed steht auch für die Ernte und die Integration. Für den Dank an Mutter Erde, für das, was gewachsen ist. Für das, was eingelagert werden kann, um uns auch künftig zu nähren. Das gilt für die inneren Themen genauso wie für die Versorgung unsere Körpers. Traditionell wurde nun darüber bestimmt, ob genügend Vorräte geerntet und gesammelt werden konnten, um die Menschen und das Vieh über den Winter zu bringen.

Und Alban Elfed steht auch für das Loslassen. Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, geht es darum, Grenzen zu klären, Energien zu bündeln. Loszulassen, was nicht mehr dienlich ist. Einen Übergang zu gestalten – von der Zeit der Fülle in die Zeit des inneren Wandels. Sich vorzubereiten auf den Winter, zu reflektieren, zu meditieren, aus dem Außen ins Innen zurückzukehren.

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Füllhorn mit Kürbissen, Sonnenblumen, Früchten und Gemüse der Saison als Symbol für Dankbarkeit und Ernte

Rituale zu Alban Elfed

Alban Elfed lädt uns ein, die wechselnden Jahreszeiten anzunehmen und Ausgeglichenheit in unserem Leben zu finden. Während wir diesen Moment des Gleichgewichts feiern, erkennen wir auch die Bedeutung von Dankbarkeit, Loslassen und der Pflege unserer Beziehungen. Es ist eine Zeit, um sich mit den Rhythmen der Natur und dem sich ständig drehenden Rad des Lebens zu verbinden. Dazu im Folgenden ein paar Ritualvorschläge als Inspiration, um die Energie der Herbst-Tagundnachtgleiche für Dich zu nutzen.

 

Errichte einen kleinen Ernte-Altar

Schmücke Deinen Altar mit Symbolen der Jahreszeit, wie bunten Blättern, Eicheln, Äpfeln und Kürbissen. Verwende Kerzen, Kristalle und andere Gegenstände, die für Ausgeglichenheit und Dankbarkeit stehen.

 

Feiere mit saisonalen Lebensmitteln

Bereite ein Ernte-Festmahl mit saisonalen Zutaten wie Äpfeln, Kürbissen oder Wurzelgemüse zu. Teile die Mahlzeit mit Familie und/oder Freunden und verleihe Deiner Dankbarkeit für die Früchte dieser Ernte Ausdruck.

 

Ernte-Spaziergang

Mache einen Spaziergang in der Natur. Nehme ganz bewusst die sich verändernden Farben der Blätter wahr und bewundere die Früchte dieser Jahreszeit. Sammle Blätter, Eicheln oder andere Naturgegenstände, um Deinen Altar zu schmücken oder Bastelarbeiten anzufertigen.

 

Loslass-Ritual 

Führe ein Loslass-Ritual durch. Auch, wenn das noch nicht gleich in die Tat umsetzbar ist. Entscheide jetzt, was Dir nicht mehr dienlich ist und verabschiede Dich davon. Du kannst die Dinge, die Du loslassen willst, beispielsweise auf einen Zettel schreiben, den Du zur Tagundnachtgleiche in sicherer Umgebung einem Feuer übergibst. Oder Du legst den Zettel unter ein Teelicht mit der Intention, dass das Loslassen mit dem Herabbrennen dieser Kerze geschehen möge.

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Affirmationen

Du kannst auch verschiedene Affirmationen nutzen, um diese Zeit im Jahreskreis bewusst in Deinen Alltag zu integrieren. Hier eine kleine Auswahl zur Inspiration. Wähle höchstens zwei für Dich wichtige Sätze aus, die Du in den Tagen rund um die Tagundnachtgleiche mehrmals täglich laut sprichst.

 

  • „Ich bin dankbar für die Fülle, die ich in diesem Jahr geerntet habe“.
  • „Mein Herz ist erfüllt von Dankbarkeit für die Gaben der Natur und des Lebens“.
  • „Ich finde Harmonie in mir selbst und um mich herum“.
  • „Ich akzeptiere die Veränderungen des Lebens als natürlichen Kreislauf“.
  • „Ich nehme die Vergangenheit an und lasse alles los, was mich belastet“.
  • „Ich blicke mit Frieden und Zufriedenheit auf mein Lebensjahr zurück“.
  • „Ich öffne mich für das Loslassen, um Platz für Neues zu schaffen“.
  • „Ich finde innere Stärke und Ruhe für die kommenden Monate“.
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Die innere Mitte im Zyklus des Lebens

Wenn Tag und Nacht sich die Waage halten, öffnet sich ein stiller Raum für Dank und Neubeginn. Die Herbst-Tagundnachtgleiche erinnert uns daran, dass das Leben in Zyklen fließt – zwischen Fülle und Vergehen, Ernte und Loslassen.

Wer sich bewusst auf diese Schwelle einlässt, kann Kraft schöpfen für die dunklere Jahreszeit und zugleich Vertrauen in die eigene innere Mitte finden.

So wird Alban Elfed nicht nur zu einem Moment im Jahreskreis, sondern zu einer Einladung, Balance auch im Alltag lebendig werden zu lassen.

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Quellen:

[1] The Guardian, why-the-autumn-equinox-isnt-actually-when-day-and-night-are-equal

[2] Patheos, naming-ostara-litha-mabon

[3] Loughcrew-Megalithic-Center, loughcrew-cairns/loughcrew-equinox

[4] Haustblot, norsestory 

Lughnasadh – Die Kraft der ersten Ernte und die Weisheit von Tailtiu

Lughnasadh – Die Kraft der ersten Ernte und die Weisheit von Tailtiu

Ein Weizenfeld im Sonnenschein als Symbol für die Kraft der ersten Ernte zum keltischen Jahreskreisfest Lughnasadh

Lesezeit ca. 6 Minuten

Neben den großen Sonnen-Festen – den Sonnwenden und Tagundnachtgleichen – gibt es im 8-fachen Jahreskreis der keltischen Tradition die 4 Mondfeste, die zwischen den Sonnenfesten liegen.

Ursprünglich wurden diese Feste nach dem natürlichen Rhythmus gefeiert, oft zum Vollmond rund um den jeweiligen Zeitraum. Heute sind sie meist festen Kalendertagen zugeordnet – auch wenn die spirituelle Bedeutung eng mit den lunaren Zyklen verwoben bleibt.

So fällt das erste Erntefest – auch Schnitterfest oder Lammas genannt – je nach Tradition auf den 1. August, auf die Nacht vom 31. Juli auf den 1. August oder auf den Augustvollmond. Es markiert den Übergang in das letzte Viertel des Jahresrades – eine Zeit des Innehaltens, der Reife und der bewussten Wandlung.

Seinen Ursprung hat das Fest im altirischen Lughnasadh (sprich: Luu-nah-sah), was so viel bedeutet wie „Lugh’s Versammlung“.

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Ursprung und Mythologie

Lughnasadh, im modernen Irisch Lúnasa, ist eines der vier großen keltischen Jahreskreisfeste neben Imbolc, Beltane und Samhain. Es liegt zwischen Sommer‑Sonnenwende und Herbst‑Tagundnachtgleiche. In früheren Zeiten hat man diesen Tag astronomisch anhand der Sonnendeklination – dem Winkel zwischen Sonne und Himmelsäquator – von +16° bestimmt. Was ungefähr auf den 1. / 2. August fiel.

Der Name stammt vom Gott Lugh, der dieses Fest gemäß den mythologischen Überlieferungen zum Gedenken des Todestages seiner Ziehmutter Tailtiu eingeführt hat.

Die Erdgöttin Tailtiu gilt als eine der bedeutendsten Göttinnen in der keltischen Mythologie. Sie war Stiefmutter oder Amme von Lugh und steht für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und das Leben selbst.

Der Legende nach rodete sie mit unermüdlicher Hingabe weite Flächen in Irland, um es für den Ackerbau fruchtbar zu machen – eine Aufgabe, die sie so erschöpfte, dass sie daran starb. Ihre letzte Bitte: dass dieses Land weiterhin zum Wohle der Menschen genutzt werde. Ihr Tod wurde zur Geburt eines lebendigen Rituals – Lughnasadh, das Erntefest, das ihr Sohn Lugh zu ihren Ehren ins Leben rief.

Die nach ihr benannten Tailteann-Spiele, die zu Lughnasadh abgehalten wurden, waren mehr als nur Sportveranstaltungen – sie waren Ausdruck kollektiven Gedenkens, Freude am Leben und Ehrung der mütterlichen Kräfte.

Historisch gesehen ähnelten sie antiken olympischen Spielen: Mit Wettkämpfen, Musik, Erzählungen und sozialen Ritualen verbanden sie die Menschen miteinander. Weit vor den viel später eingeführten olympischen Wettkämpfen Griechenlands. Erst mit der Christianisierung verschwanden die Tailteann Games für viele Jahrhunderte – und wurden im 20. Jahrhundert nur für kurze Zeit wiederbelebt.

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Lughnasadh – ein Fest der Ernte, Erinnerung und Kreativität

Lughnasadh, gefeiert am oder um den 1. August, ist das erste der drei keltischen Erntefeste. Es markiert den Beginn der Erntezeit – eine Phase, in der sichtbar wird, was aus der Saat des Frühlings gewachsen ist. In vielen neopaganen oder druidisch orientierten Gruppen wird Lughnasadh heute noch gefeiert: mit Brotbacken, Festmahlen, künstlerischen Darbietungen, kleinen Opfergaben und Pilgerwegen zu heiligen Orten.

Die Energie dieser Zeit lädt uns ein, innezuhalten:

 

  • Was habe ich in diesem Jahr erschaffen?
  • Welche Früchte darf ich ernten?
  • Welche Kraft hat mich getragen – und was darf ich nun loslassen?
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Wer war Lugh?

Der Name Lugh bedeutet Licht oder der Helle, der Scheinende.

In der Mythologie folgte Lugh dem keltischen Sonnengott Bel. Und so, wie auch das spätere lateinische Wort lux für Licht steht, stand Lugh bei den Kelten als ein Allround-Gott da. Er war der scheinende Held, der, der alles konnte, dem Blitz und Sonnenlicht gehorchten, der mit den Raben sprach und der als Heiler und Schutzpatron der Barden (Sänger und Dichter) ein so leuchtendes Antlitz hatte, das ihm niemand ins Gesicht blicken konnte.

Mythologisch besteht ein Bezug dieser archetypischen Götterkraft nicht nur zum älteren, keltischen Bel, sondern auch zum germanischen Odin (Wotan) oder dem römischen Götterboten Hermes / Merkur. In christlicher Fortsetzung dieser archetypischen Energie wurde wohl der Heilige Michael gesehen. Einige der ehemaligen heiligen Lugh-Orte wurden christliche St. Michaels-Plätze.

 

Warum Lughnasadh nicht „Tod des Lugh“ bedeutet

Oft liest man die Übersetzung für Lughnasadh sei „Tod des Lugh“. (So auch im deutschen Wikipedia-Artikel dazu).

Diese Übersetzung konnte ich in dem Kontext nicht nachvollziehen und habe weiter geforscht. Denn warum sollte dieses Fest „Tod des Lugh“ heißen, wenn es doch dem „Tod der Tailtiu“ zu Ehren stattfand?

Tatsächlich gibt es Quellen, die den Namen vom altirischen Lugh + nas ableiten (Lugh und Tod) und andere von Lugh + násad – was Versammlung, Fest oder auch Zusammenkunft bedeutet

Das Fest Lughnasadh wurde von Lugh selbst zu Ehren seiner verstorbenen Ziehmutter Tailtiu gestiftet – es geht also nicht um seinen eigenen Tod, sondern um das von ihm veranstaltete Fest.

So ist also die kontextbezogene Bedeutung von Lughnasadh „Versammlung des Lugh“. [1,2]

Eine altirische Form für „Tod des Lugh“ wäre eher Bás Lugh.

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Botschaft der Erdgöttin für unsere Zeit

Auch heute kann Tailtius Geschichte eine kraftvolle spirituelle Orientierung sein. In einer Welt, die häufig den Bezug zur Erde verliert, erinnert sie uns an unsere Verantwortung: für das, was wir nähren, schützen und weitergeben. Tailtiu zeigt uns, dass wahre Fülle durch Hingabe, Arbeit und Liebe entsteht – nicht durch Ausbeutung.

Impulse zu Lughnasadh:

  • Besuche einen Ort, der mit Landwirtschaft verbunden ist – z. B. ein Garten, ein Feld oder ein Bauernhof. Geh achtsam, mit Dankbarkeit.
  • Räume auf – in Deinem Umfeld oder im übertragenen Sinne. Wie Tailtiu einst die Felder rodete, so kannst auch Du Ballast abwerfen.
  • Feiere mit anderen: teile selbstgemachtes Brot, erinnere Dich an starke Frauen in Deinem Leben – besonders an mütterliche Ahnenlinien.
  • Kreiere etwas: ein Lied, ein Gedicht, ein Bild – etwas, das Deine persönliche Verbindung zur Erntezeit und zur Erde ausdrückt.
  • Reflektiere über Deinen Jahresverlauf: Was darf nun abgeschlossen werden? Welche Saat möchtest Du im nächsten Zyklus setzen?
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Fazit: Ernte ist mehr als Nahrung

Lughnasadh / Lammas ist ein kraftvolles, tief symbolisches Fest der ersten Ernte, des Dankes, der Fähigkeiten (Lugh) und des Bewusstwerdens eines Wandels – zwischen dem Höhepunkt des Sommers und dem Rückzug der Zeit. Es ist ein Fest, dass unsere Erdverbundenheit und unsere innere Reifung repräsentieren kann.

Und das uns daran erinnert, dass wir Teil eines Kreislaufs sind – zwischen Himmel und Erde, Licht und Schatten, Werden und Vergehen.

Lughnasadh kann uns auch daran erinnern, dass jedes Korn, jede Frucht, jedes gelungene Projekt auf einer Entscheidung beruht: dem Leben zu dienen.

Der 1. August lädt uns ein, in Dankbarkeit zu ernten, bewusst loszulassen und uns auf die nächste Bewegungsphase vorzubereiten – vielleicht mit rituellen Gesten und erdverbundener Praxis. Mit Achtsamkeit, Bewusstheit und einem offenen Herzen für das, was in Dir reifen durfte in den letzten Monaten.

 

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Quellen:

[1] Vgl. englischer Wikipedia-Artikel zu „Lughnasadh“ (Stand Juli 2025), der die altirische Etymologie differenziert darstellt: Kombination aus Lugh (der Lichtgott) und násad („Versammlung“), nicht – wie gelegentlich fälschlich behauptet – „Tod des Lugh“.

[2]  Zum altirischen Wortfeld vgl. auch das Dictionary of the Irish Language (DIL), Einträge zu „násad“ und „nás“.

Weitere:

Brehonacademy: Taitliu, the divine maternal heartbeat of Irelenads landscape

Grüne Insel: Taitliu, die irische Festgötting

Alle Quellenlinks zuletzt abgerufen im Juli 2025

Bild: Raphael Rychetsky / unsplash