Tod und Endlichkeit spirituell – ein persönlicher Erfahrungsweg

Tod und Endlichkeit spirituell – ein persönlicher Erfahrungsweg

Blog für die innere Mitte | über Tod und Endlichkeit

 Lesezeit ca. 13 Minuten
letzte Aktualisierung: 30.05.2025

Dem Tod begegnen – spirituelle Impulse zur Kraft der Endlichkeit

Der folgende Text enthält Inhalte zum Themenkreis Tod und Endlichkeit, die bei manchen Personen negative Emotionen oder Erinnerungen hervorrufen können. Wenn Du Dich damit unwohl fühlst oder diese Themen für Dich belastend sind, empfehle ich Dir, diesen Text nicht weiterzulesen und Dich stattdessen auf andere Inhalte zu konzentrieren, die Dir besser entsprechen. Bitte achte auf Deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse.

Der Tod kann uns lehren, die Prioritäten im Leben neu zu setzen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Diese tiefe Wahrheit begleitet mich schon seit meiner Kindheit.

Der Tod in meinem Leben

Eine persönliche Geschichte…

Die Beschäftigung mit dem Thema Tod kann eine sehr intensive Erkenntnisreise sein. Bei mir ging diese Reise in der Kindheit los.
Das Thema Tod gehörte in meiner Ursprungsfamilie zu den Tabuthemen. Darüber durfte nicht gesprochen werden, weil das zu viel Traurigkeit erzeugte. Ich habe das erste Mal im Alter von 8 Jahren die Wucht, mit der der Tod ins Leben kommen kann, gespürt.

Damals starben innerhalb von wenigen Monaten meine Urgroßmutter, eine Großmutter und ein Großvater. Sie waren für mich wichtige Bezugspersonen und ihr plötzliches „Verschwinden“ aus meinem Leben war eigentlich gar nicht zu verarbeiten. Mitte der 70er Jahre war es nicht grade üblich, die Kinder in die Aussegnungshalle oder auf die Beerdigung mitzunehmen. Außerdem wollten mich meine Eltern „schonen“ und mir den Trauerschmerz vom Leib halten. Ich hatte also keine Gelegenheit, mich irgendwie zu verabschieden. Was meine Eltern damals nicht wissen konnten, war, dass es dieser nicht verarbeitete Schmerz war, der für mich das Thema überhaupt erst so richtig schwer gemacht hat.

Es gab in meiner Kindheit und Jugend keine Aufklärung zum Sterben und zum Tod. Die Konfrontation damit, dass wir alle endlich sind, war so eine „Nebenbei-Information“. Ist halt so in der Natur. Tote Tiere hatte ich ja schon im Wald gesehen.

 

Kindliches Fragen und der weiße Engel

Und dann stand ich als 8jährige auf dem Friedhof am Grab meines Großvaters und fragte mich, wie es denn sein kann, dass der große Opa in so ein kleines Grab passt.

Haben die den zusammengefaltet? Wo ist eigentlich oben und unten in so einem Grab? Woher weiß ich, wo sein Kopf gebettet ist?

Und dann die Erkenntnis, dass ja der Sarg länger ist als die Grabplatte und dass eigentlich die eine Hälfte des Sarges unter dem Weg und dem Platz vor der Grabfläche ist. Ich stehe also auf Opas Füßen, wenn ich vor dem Grab stehe?

Mit solchen Gedanken war ich zunächst auf der „praktischen“ Seite konfrontiert. Und dann war da noch diese andere Seite des Todes, die ich damals so überhaupt nicht verstanden habe:

Wie konnte es sein, dass meine Großmutter mir ein paar Wochen vor ihrem Tod sagte, dass sie bald sterben wird und dass ich keine Angst haben brauche?

Hatte das was mit dem weißen Engel zu tun, den ich erst bei Opa und dann bei ihr stehen sah?

Der weiße Engel hat sie einige Wochen später mitgenommen. Ganz plötzlich über Nacht.

Wieder kein Abschied.

Der unausgesprochene Schmerz im Familiensystem

Und dann stand ich auch vor ihrem Grab. Sorgsam darauf bedacht, mich nicht auf ihre Füße zu stellen fragte ich mich, wie sie das wissen konnte. Was war dieses Sterben und dieser Tod?

Der eine liegt im Krankenhaus und kommt da nicht wieder lebend raus und die andere ist einfach nur ganz schnell tot.

Ich konnte Fragen dieser Art an niemanden richten, weil ich mich nicht traute, meine Eltern in ihrem Schmerz noch mehr mit diesem Thema zu belästigen. War schon schwierig, als ich den weißen Engel erwähnte…

Es wurde einfach alles verdrängt. Allem voran der Schmerz.

Die Trauer irgendwie überlebt.

Jeder für sich auf seine Weise.

Und jeder ist auf seine Weise krank damit geworden.

Sanftes Licht durchdringt den Nebel – Wegweiser zur inneren Mitte im Übergang zwischen Leben und Tod

Erste Ahnung vom Geheimnis dahinter

Das waren meine ersten bewussten Erfahrungen mit der vermeintlichen Endlichkeit, dem Tod und der Trauer:

Der Körper war also weg.
Sterben konnte schnell gehen oder auch nicht.
Für jene, die mit den Toten verbunden waren, blieb einfach nur Schmerz.

Aber was war das mit dem weißen Engel? Woher kam der und wohin ist er mit meinem Opa und meiner Oma gegangen?

Etwas in mir wusste es einfach: der Tod war gar nicht das Ende…

Es sollte Jahre dauern, bis ich anfing, die Zusammenhänge besser zu begreifen. Eine eigene Nahtoderfahrung hat mir bestätigt, dass Tod nicht das Ende im Sinne eines absoluten „nichts ist mehr da“ ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Trauer ist Energie

Jahrzehnte später bin ich Druidin und schamanisch ausgebildet, habe energetische Sterbebegleitung und Trauerbegleitung in mein Wirken integriert. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als spirituelle Beraterin für die energetische Balance und binde meine Erkenntnisse im Aurasehen auch in Trauerverarbeitungsprozessen mit ein. Aus meinen Beobachtungen in der spirituellen Beratung ergibt sich der Eindruck, dass sich hinter verschiedenen energetischen und manchmal auch physischen Beschwerden ein nicht verarbeiteter Verlustschmerz verbergen kann.

 

Wenn Trauer blockiert

In der Aura setzt eine nicht gelebte Trauer Blockaden fest, die sich über viele Jahre oder gar lebenslang erhalten. Und dabei geht es nicht immer um den Verlust geliebter Menschen. Auch der Verlust von Tieren und Trennungen aller Art können diese tiefen Wunden in unserem Energiefeld hinterlassen. Und wenn sich dann noch ein Trauma zur Trauer addiert, ist die seelische Verletzung so viel tiefer. Energieblockaden verdrängter Trauer gehen in Resonanz mit emotionalen Reaktionsmustern zum Thema Tod. Es entstehen noch größere Blockierungen, die Tod und Trauer als Frequenzspektrum bündeln und sich als neues Resonanzfeld irgendwo in der Aura festsetzen. Und so nimmt der Wechsel zwischen Verdrängung und Blockade seinen Lauf, was sich irgendwann im Leben bemerkbar macht. Aus meiner spirituell-energetischen Erfahrung und Aurasicht betrachtet, kann das manchmal auf körperlicher, meistens auf seelischer und emotionaler Ebene stattfinden.

 

Verdrängung und die Illusion von Kontrolle

Unsere moderne Gesellschaft ist zwar fähig, alles immer nur noch schneller, größer, weiter, materieller, digitalisierter voranzutreiben. Aber der emotionale Schmerz wird in all dieser Hektik und dem Fortschritts- und Wachstumswahn verdrängt, betäubt, verleugnet, weggeschoben. Und so auch das Thema Tod und Sterben mitsamt allen damit verbundenen Ängsten und Sorgen.

Der Tod wird buchstäblich allgegenwärtig betrachtet: In den Nachrichten, den sozialen Medien, in Filmen oder Computerspielen. Doch ist er für die meisten weit, weit weg. Der viele Medienkonsum stumpft ab und die Verdrängungsmechanismen schieben den Tod und den Schmerz lieber den anderen zu.
Gedanken an die eigene Sterblichkeit werden vermieden, wo es nur geht. Wie heimlich oder eher unheimlich die Angst vor dem Tod in unserer Gesellschaft schwelt, haben viele Vorkommnisse und Reaktionen während der Pandemiejahre recht gut verdeutlicht.

Zur Angst vor dem Tod sagte der indische Philosoph und Weisheitslehrer Krishnamurti:

Das, was wir zu verlieren fürchten, wenn der Tod eintritt,
ist die Struktur, die das Denken als “Ich” aufgebaut hat,
die Form, der Name und die Gebundenheit an die Form und an diesen Namen.

Krishnamurti

Irgendwann müssen wir uns alle mit dem eigenen Tod auseinandersetzen. Schließlich ist er das Einzige, was wirklich gewiss ist im Leben. Das Leben ist vergänglich und niemand ist unsterblich. Auch, wenn der moderne Mensch nun schon versucht, sich seiner Unsterblichkeit zu versichern, indem er Roboter-Klone von sich erstellen lässt und mit Hilfe von KI die eigene Stimme und Sprechweise abspeichert…

Keltischer Knoten als Zeichen für die Unsterblichkeit des Geistes und die zyklische Kraft der inneren Mitte

Anfang und Ende – schamanische Sicht auf den Tod

Aus der schamanischen Sicht auf Sterben und Tod ist der Tod letztlich genau das, was er ist: die normalste Sache von der Welt.

Oft wird der Tod im schamanischen Weltbild als eine Einweihungsreise betrachtet. Eine Reise in die Anderswelten, die von Schamanen bereits zu Lebzeiten intensiv geübt wird.

Für die Mittler zwischen den Welten ist Endlichkeit eine Illusion.
Im Multiversum gibt es unendlich viele Dimensionen und diese Welt, in der wir im gegenwärtigen Körper leben, ist nur eine von vielen.

Was wäre, wenn der Blick der schamanischen und druidischen Traditionen auf den Tod wahr ist? Dass der Tod kein Ende, sondern ein Neubeginn ist?

Wusstest Du, dass die meisten keltischen Knoten ein Symbol für die Unsterblichkeit des Geistes sind?

Dafür, dass jedes Ende ein Anfang ist und es somit kein absolutes Ende gibt.

Wir können nicht unser Leben verlängern,
aber wir können es intensiver und erfüllter gestalten.

Elizabeth Kübler-Ross

Je eher wir die Endlichkeit des Lebens, wie wir es kennen, akzeptieren, umso eher sind wir frei, wirklich zu leben.
 
Denn, wer der Angst vor dem Tod die Macht über das eigene Leben gibt, kommt aus Kummer, Sorge und tief liegendem Schmerz nicht wirklich raus. Damit meine ich nicht, dass Du jetzt Dein Risikobewusstsein verlieren sollst und Dich in die allerwildesten Abenteuer stürzt.
 
Ich meine damit, dass Dein Leben einen viel tieferen Wert gewinnt und dass Du eine viel größere Wertschätzung für Dein Leben empfindest, wenn Du Dir dieser körperlichen Endlichkeit bewusst bist.

 

Dem Tod im Leben begegnen

 

5 Impulsfragen, wie Du Dich dem Thema Deiner körperlichen Endlichkeit behutsam nähern kannst:

  • Hast Du Dir schon einmal Zeit genommen, Dein Leben zu reflektieren, Dich mit dem tieferen Sinn Deines Seins, Deinen persönlichen Werten auseinander zu setzen? Die Rauhnachtzeit ist dafür wunderbar geeignet. Dazu folgt an dieser Stelle demnächst ein ausführlicher Beitrag.
  • Wie kultivierst Du die Dankbarkeit in Deinem Leben? Weißt Du die kleinen Freuden und Glücksmomente jedes Tages zu schätzen? Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch.
  • Wie gut kannst Du loslassen? Kannst Du Dinge oder Menschen, die Dir keine Freude mehr bereiten, ziehen lassen? Mit dem Loslassen schaffst Du so viel Raum für Neues. Übe das zum Beispiel über Schreibübungen, Affirmationen oder Visualisierungstechniken.
  • Wie stellst Du die tiefere Verbindung zu Deinem inneren Selbst und/oder zur universellen Energie her? Nutze Achtsamkeitstraining, Meditationen und spirituelle Rituale, um Dein Leben zu bereichern und um Dich geistig und energetisch flexibel zu halten. Unterstützung kannst Du in spirituellen Beratungen finden.
  • Hast Du schon vorgesorgt? Wenn Du bis ans Ende denkst, dann wirst Du feststellen, dass Du auch für den Fall Deines Todes vorsorgen kannst. Da gibt es gute Hilfsmittel, wie man sich für das Ende des Lebens vorbereiten kann, seine letzten Wünsche „sortiert“, die eigene Bestattung mit organisieren und die rechtlichen Angelegenheiten regeln kann.
    Ich persönlich fand zum Beispiel das Workbook von Colors of death dafür recht interessant (unbezahlte Empfehlung, keine Kooperation).

Ich wünsche Dir die Klarheit im Erkennen.

Damit Du ein erfülltes Leben führst und Dich nicht von einer (un-)heimlichen Angst vor dem Übergang in eine neue Phase bestimmen lässt.

Der Endlichkeit begegnen und das Licht dahinter sehen…

 

Wenn Dich Perspektiven dieser Art berühren, wirst Du auch in künftigen Beiträgen auf meinem Blog weitere Impulse finden. Ich schreibe regelmäßig über spirituelle Wegbegleitung, energetische Entwicklung und die tiefere Bedeutung des Lebens – vielleicht magst Du Dich über meinen Newsletter verbinden? Dann bekommst Du die neuesten Texte direkt in Dein Postfach.

Noch ein Lesetipp: Im Blogartikel der Gedankenweberin Sabine Kuhlmann findest Du weitere Impulse zum Leben im endlichen Sein. Mit praktischen Gedanken zur Vorsorge, zu den fünf Dingen, die Sterbende bereuen, und zur Erstellung Deiner eigenen Bucket List.

 

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung dar. Er basiert auf persönlichen Erfahrungen, spirituellen Perspektiven und individuellen Betrachtungen der Autorin. Bei psychischen Belastungen oder Trauerreaktionen, die Dich überfordern, wende Dich bitte an qualifiziertes medizinisches oder psychotherapeutisches Fachpersonal.

Was ist Intuition und was ist der Unterschied zum sechsten Sinn?

Was ist Intuition und was ist der Unterschied zum sechsten Sinn?

Was ist Intuition und was ist der Unterschied zum sechsten Sinn.<br />
Foto vom Mond

In diesem Artikel geht es um die Betrachtung der Intuition aus wissenschaftlicher, psychologischer und spiritueller Perspektive. Es geht um Fragen wie: Was ist Intuition? Wie funktioniert sie? Und wie kann diese Fähigkeit gestärkt werden?

Was ist Intuition?

Die Intuition ist die Seele des Wissens

Ralph Waldo Emerson

Intuition kann als gefühltes Wissen beschrieben werden – eine Fähigkeit, auf Wissensquellen zuzugreifen, die unserem rationalen Verstand oft nicht bewusst sind. Sie kann uns wie ein innerer Kompass bei der Entscheidungsfindung helfen.

  • Bauchgefühl: Intuition wird mit dem Bauchgefühl oder der „inneren Stimme“ beschrieben.
  • Angeboren: Studien der Universität Barcelona legen nahe, dass Intuition eine angeborene Fähigkeit ist. [1]
  • Erfahrungsbasiert: Intuition greift auf Wissen und Erfahrungen zurück, die im Unterbewusstsein gespeichert sind.
  • Spontanität: Sie tritt plötzlich auf und ist oft nicht nachvollziehbar oder rekonstruierbar.
  • Gewissheit: Intuition vermittelt ein Gefühl von Gewissheit, auch wenn es keine logische Erklärung dafür gibt.
  • Evolution: Sie beruht auf evolutionären, automatischen sowie schnell ablaufenden mentalen Prozessen. Damit hilft sie unserem Gehirn auch, Zeit und Energie zu sparen.

Sie wird dem analytischen Denken meist gegenübergestellt, doch eigentlich arbeiten beide Instanzen zusammen und müssen in Balance sein, um optimal zu funktionieren

Spirituelle Erstberatung

Als die Intuition missverstanden wurde

In der Philosophie ist der Begriff der Intuition schon seit 2500 Jahren ein zentrales Konzept. Im Wandel der Zeit und im Zuge von Rationalisierung und sich verändernden Weltbildern wurde sie immer wieder neu interpretiert. [5]

Mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert wurde der rationale Verstand zur obersten Maxime erhoben. In dieser Zeit wurde Intuition in unserer westlichen Kultur oft abgewertet. [4]
Es entstanden Missverständnisse über die Bedeutung von Intuition, wie zum Beispiel:

  • Viele glaubten fälschlicherweise, dass Intuition identisch mit dem sechsten Sinn oder einer göttlichen Eingabe sei.
  • Es wurde angenommen, dass Frauen intuitiv, aber irrational sind, während Männer rational handeln und keine Intuition besitzen.
  • Zudem wurde Intuition als weniger wertvoll angesehen als analytisches Denken.

Diese Ansichten führten zu einer Trennung zwischen Verstand und Intuition. Erst seit dem 20. Jahrhundert wird wieder zunehmend anerkannt, dass beide Aspekte zusammenarbeiten.

Wissenschaftliche Perspektive zur Intuition

Historisch gesehen galt das Bauchgefühl also lange Zeit als nicht so maßgeblich für wichtige Entscheidungsfindungen. Neurowissenschaftliche Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Intuition eine entscheidende Rolle bei schnellen Entscheidungen spielt. Das limbische System – zuständig für Emotionen – sowie der ventrale präfrontale Kortex sind hierbei besonders aktiv.

Diese Gehirnregion verarbeitet Informationen schnell und ermöglicht es uns, in komplexen Situationen rasch zu reagieren. Unser Gehirn kann unbewusst viel größere Informationsmengen verarbeiten als im bewussten Denken.

Allerdings gibt es noch immer recht unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Wissenschaft, hier Beispiele dazu:

  • Einige Forscher betrachten Bauchgefühle als verlässliche Quelle.
  • Andere sehen Erfahrung und Langzeitgedächtnis als Grundvoraussetzung für intuitive Entscheidungen.
  • Wieder andere warnen vor den Fehleranfälligkeiten intuitiver Entscheidungen.
  • Weitere gehen davon aus, dass es evolutionär unlogisch wäre, wenn die Denksysteme nicht eng miteinander verbunden wären und sehen rationalen Verstand und Intuition nicht als gegenübergestellt, sondern als komplexes Zusammenspiel.
Intuition ist ein wichtiger Baustein für unser komplexes Denken

Warum die Verbindung von Intuition mit rationalem Denken wichtig ist

In der Psychologie hat man herausgefunden, wie kognitive Verzerrungen dazu führen können, dass unser Gehirn falsche Schlüsse zieht. Emotionale Verstrickungen können ebenfalls ungünstige Entscheidungen begünstigen.

Ein bekanntes Beispiel für kognitive Verzerrung ist das „Bat and Ball“-Problem: [2]
Ein Schläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Euro. Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball?

Die intuitive Antwort lautet oft 10 Cent – was jedoch falsch ist. Wenn wir darüber nachdenken, erkennen wir: Der Ball kostet tatsächlich 5 Cent.

(Zur Erklärung: Würde der Ball 10 Cent kosten, würde der Schläger 1,10€ kosten und damit beides zusammen 1,20€. Die richtige Antwort lautet also: Der Ball kostet 5 Cent).

Dieses Beispiel zeigt ganz gut, wie eine schnelle intuitive Entscheidung auch mal in die Irre führen kann.

Ob allerdings unsere Intuition evolutionär erschaffen wurde, um mathematische Aufgaben zu lösen, sei an dieser Stelle mal offengelassen.

Verstehen wir es als Hinweis darauf, unsere Intuition mit rationalem Denken zu verbinden und auch mal kritisch zu hinterfragen – insbesondere bevor wir weitreichende Entscheidungen treffen.

Und vielleicht darf man bei der Betrachtung der wissenschaftlichen Perspektive von Intuition im Hinterkopf behalten, dass dabei analytisch und in der Regel wohl eher nicht intuitiv vorgegangen wird.

Spirituelle Erstberatung

Intuition aus spiritueller Perspektive

Die spirituelle Intuition spiegelt unsere innere Weisheit wider und greift auf das unbewusste Wissen zu, das jedem Menschen innewohnt. Oft wird sie als ein Gefühl oder eine Ahnung beschrieben, die uns leitet und im Einklang mit dem Universum, unserem höheren Selbst oder unserer Seele steht. Manche Menschen betrachten Intuition als eine Energie, die durch die Chakren fließt und uns mit höheren Bewusstseinszuständen verbindet. Zudem wird Intuition häufig mit Träumen in Verbindung gebracht, in denen Botschaften unseres Unterbewusstseins ins Bewusstsein transportiert werden.

Meine Sichtweise auf Intuition und ihre Funktionsweise – eine energetische Betrachtung

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in spiritueller Wegbegleitung, Aura-Analyse und fernenergetischen Auraharmonisierungen betrachte ich die Intuition aus feinstofflicher – energetischer Sicht.

Intuition ist nicht irgendetwas, das in der Aura konkret sichtbar wäre. Aber wenn jemand eine gute Anbindung zur Intuition hat – ein intuitiver Mensch ist – dann gibt es verschiedene Aspekte in der Aura, die darauf hinweisen, dass diese Person intuitive Impulse zu nutzen weiß.

Intuition können wir als eine Art Werkzeug für unmittelbare Erkenntnis, ein Bewusstwerden innerer Weisheit oder inneren Wissens betrachten.

Intuition als System zur Informationsweiterleitung

Um die Funktionsweise von Intuition zu erklären, ziehe ich gerne den Vergleich mit einem Informationsweiterleitungssystem heran. Damit ein intuitiver Impuls ins Bewusstsein gelangt und eine Handlung nach sich ziehen kann, bedarf es des Zusammenspiels mehrerer Faktoren.

Wenn wir annehmen, dass Intuition ein „Informationsweiterleitungssystem“ ist, lässt sich folgende Funktionsweise darstellen: Ein Impuls entsteht im feinstofflichen Feld. Alles ist Energie; alles schwingt in einer Frequenz und ist miteinander verbunden.

Wenn ein feinenergetischer Impuls auftritt, erzeugt dies eine Bewegung in der Aura – sei es durch eine Botschaft aus anderen Dimensionen oder durch ein Resonanzfeld, das aufgrund von Erfahrungen in unserer Aura eine bestimmte Bedeutung für unser Energiefeld vermittelt.

Der Impuls muss nun bis zu unserem Bewusstsein vordringen. Zunächst bleibt er feinstofflich. Auf seinem Weg berührt er das Nervensystem und erzeugt körperliche Wahrnehmungen wie Prickeln, Kälte oder Wärme – Empfindungen, die dem „Hauch einer Ahnung“ nahekommen. Diese körperlichen Reaktionen lösen Signale aus, die Neurowissenschaftler Antonio Damasio als „somatische Marker“ bezeichnet. Diese Marker sind körperliche Reaktionen wie ein schneller Herzschlag oder Gänsehaut und können sowohl Warnungen als auch Ermutigungen darstellen.

Wenn wir also achtsam und aufmerksam genug sind, steigt ein Gefühl und eventuell ein Körpersignal in uns auf.

Und danach wird es spannend. Denn jetzt kommt der Punkt, an dem sich der feinstoffliche Informationsimpuls mit dem Verstand trifft.

Schematische Darstellung eines intuitiven Impulsweges: Feinstoffliche Impulse treffen auf das Energiefeld, gelangen ins Nervensystem, lösen Körpersignale aus, werden vom Denken registriert und können als Erkenntnis oder Handlung umgesetzt werden.hd

Die Grafik stellt eine vereinfachte, energetisch-spirituelle Sichtweise auf intuitive Wahrnehmungsprozesse dar. Sie basiert auf meinen persönlichen Beobachtungen in der Energiearbeit und erhebt keinen Anspruch auf medizinische oder wissenschaftliche Genauigkeit.

Nur, wenn wir in der Lage sind, dieses Intuitionssystem vollständig zu durchlaufen, können wir es auch wirklich bewusst nutzen. Dazu müssen wir die feinen Impulse, die sich ihren Weg über das Nervensystem und unser Emotionsfeld gebahnt haben ins Bewusstsein lassen – und letztlich auch zu interpretieren wissen.

Es gibt natürlich auch viele Situationen, in denen kein Nachdenken möglich ist – etwa wenn wir intuitiv reagieren müssen, um Gefahren zu vermeiden. Unsere Vorfahren hatten sicherlich keinen strategischen Fluchtplan parat, wenn ihnen ein Bär begegnete; hier war schnelles Handeln gefragt. Auch heute denken wir auf der Autobahn nicht darüber nach, ob wir gleich auf die Bremse steigen, wenn vor uns ein Stau entsteht oder ob wir jetzt lieber mal anfangen, den Bremsweg auszurechnen.

Aber es gibt eben auch jenen Bereich der Intuition, der uns Raum und Zeit lässt. Damit wir diese wertvollen Impulse, kreativen Muster, aufkeimenden Energien, die wir im Körper irgendwo wahrnehmen in Erkenntnis oder eine sinnvolle Handlung wandeln.

Auf dieser Ebene fangen wir dann an, über unsere körperlichen Wahrnehmungen nachzudenken. Sie gegebenenfalls abzugleichen mit bereits vorhandenem Wissen und Erfahrungsschätzen und sie auch in Worte zu fassen.

Erst jetzt kann dieser feinstoffliche Informationsimpuls aus einer anderen Wahrnehmungsebene ins Wirken kommen. Wenn unser Denken beginnt oder wenn unser Gehirn unbewusst auf gespeicherte Erfahrungen zurückgreift, wird die feinstoffliche Information verarbeitet. Oft werden bei solchen intuitiven Vorgängen sehr viele Informationen gleichzeitig verarbeitet. Und am Ende weißt Du gar nicht mehr, warum Du was weißt. 😉

Uns steht mit der Intuition ein kostbarer Zugang zu einem unendlichen Wissensschatz zur Verfügung.

Soweit meine Recherchen für diesen Artikel reichen, sehe ich eine Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Thesen und meinen eigenen Beobachtungen der feinstofflichen Prozesse: Weit verbreitet ist die Ansicht, dass Intuition nur dann funktioniert, wenn auf das Wissen aus im Langzeitgedächtnis gespeicherten Erfahrungen zurückgegriffen werden kann.

Ich nehme jedoch wahr, dass wir bereits in frühester Kindheit über diese „Brückenfunktion“ der Intuition verfügen. Eine Studie der Universität Pompeu Fabra in Barcelona belegt sogar: Säuglinge im Alter von 12 Monaten haben bereits eine intuitive Vorstellung von Wahrscheinlichkeiten und zukünftigen Ereignissen – obwohl sie noch kein entsprechendes Erfahrungsspektrum besitzen.

Warum brauchen wir Intuition?

Die Intuition ist ein System, das es uns ermöglicht, unsere vielfältigen Wahrnehmungsebenen effektiv zu verarbeiten. Da sie in der Lage ist, große Mengen an Informationen gleichzeitig zu verarbeiten, können viele Handlungsabläufe schneller ablaufen als bei einer detaillierten Analyse.

Darüber hinaus fungiert die Intuition als wertvoller Kompass in zwischenmenschlichen Beziehungen. Oft entscheiden wir nach „Bauchgefühl“ und spüren „die Chemie“ zwischen Menschen – eine Wahrnehmung, die nicht logisch-rational ist, sondern im Rahmen intuitiver Prozesse entsteht.

Wenn du spontan „aus dem Bauch heraus“ entscheidest, triffst du eine intuitive Entscheidung. Deine Intuition kann nicht nur als Frühwarnsystem oder Vorausschau-Instrument dienen, sondern auch als Kontrollfunktion. Vielleicht kennst du das Gefühl: Du musst eine wichtige Entscheidung treffen und dein Kopf wälzt alle „Wenn und Aber“. Du kommst nicht wirklich auf den Punkt, doch tief in dir spürst du, dass mit dieser Entscheidung etwas nicht stimmt. Vielleicht denkst du: „Ich sollte lieber noch eine Nacht darüber schlafen.“ Am nächsten Tag stellt sich dann heraus, dass es besser war, einen anderen Weg zu wählen.

Die Intuition ist jene innere Instanz, die dich auf unsichtbare Aspekte einer Situation oder Beziehung hinweist. Es ist wichtig, die Balance zwischen intuitivem und rationalem Handeln zu finden.

Intuition praxisnah

Mittlerweile gehört man nicht mehr gleich zu den „Spinnern“, wenn man dazu steht, sich auf seine Intuition zu verlassen. In der Businesswelt wird die Fähigkeit zur intuitiven Entscheidungsfindung immer mehr anerkannt.

Führungskräfte nutzen ihre Intuition, um in unsicheren Zeiten oder komplexen Situationen bessere Entscheidungen zu treffen. Ein Beitrag der Munich Business School postuliert sogar, dass der Unterschied zwischen Managern und Führungspersönlichkeiten in der Nutzung ihrer Intuition liegt: Während Manager Entscheidungen auf konkreten Zahlen und Fakten basieren lassen, sind Leader bereit, in bestimmten Situationen intuitiv zu entscheiden – auch wenn dies mit einem höheren Risiko verbunden ist. [3]

Die Intuition wird von Heilern und intuitiv Medialen genutzt. Auf dieser Ebene betrachte ich Intuition als Brücke zwischen der geistigen Welt und der Manifestationsebene bzw. dem bewussten Verstand. So erleben viele Menschen intuitive Prozesse als Weg, um innere Bilder, Impulse oder energetische Zusammenhänge wahrzunehmen..

Besonders wenn du anfängst, dich intensiver mit deiner Intuition auseinanderzusetzen, kann es hilfreich sein, deine eigenen intuitiven Fähigkeiten durch erfahrene Personen überprüfen zu lassen – ähnlich einer Supervision deiner Intuitionsinterpretationen.

Dies kann Dir helfen, Deiner inneren Stimme besser zu vertrauen und sie besser zu verstehen.

Wenn Du Deine Intuition besser verstehen und ihre Signale klarer deuten möchtest, kann eine spirituelle Beratung unterstützend wirken

Was ist der Unterschied zwischen Intuition und sechstem Sinn?

Wie wir gesehen haben, ist die Intuition das unmittelbare Wissen oder das Verstehen einer Sache/Angelegenheit, ohne das Ganze bewusst durchdacht oder analysiert zu haben.

Wenn wir intuitive Entscheidungen mit erlernten Mustern und Erfahrungen abgleichen, verbinden wir sie mit unserem rationalen Verstand.

Ich habe zuvor auch über die Intuition als Informationsweiterleitungssystem gesprochen. Unter diesem Aspekt wird der Unterschied sowie der enge Zusammenhang zwischen Intuition und dem sechsten Sinn deutlich.

Zunächst einmal zur Klärung des Begriffs „sechster Sinn“: Dieser Begriff beschreibt allgemein Wahrnehmungen jenseits der fünf Sinne. Es müsste also eher von „den sechsten Sinnen“ oder „den über die fünf Sinne hinausgehenden Sinnen“ gesprochen werden – besser bekannt als „Hellsinne“.

Dazu zählen alle extrasensorischen Wahrnehmungen wie Hellfühlen, Hellhörigkeit, Hellwissen und Hellsichtigkeit sowie übersinnliche Wahrnehmungen auf den Ebenen von Geruchs- und Geschmacksinn sowie empathische Fähigkeiten.

Der sechste Sinn umfasst Phänomene, die in der klassischen Wissenschaft nicht eindeutig messbar oder belegbar sind – oft werden sie als übersinnlich oder subjektiv wahrgenommen.

Im Prinzip können wir also davon ausgehen, dass Intuition eine Fähigkeit ist, die energetische Impulse als Information weiterverarbeitet und für den Verstand zugänglich macht.

Der sechste Sinn hingegen repräsentiert eine Wahrnehmungsebene die über die Fähigkeiten der fünf Sinne hinausgeht.

Wie können wir nun das, was wir mit dem so genannten „sechsten Sinn“, unseren Hellsinnen, in den feinstofflichen Ebenen wahrnehmen als Botschaft und Information entschlüsseln?

Dafür benutzen wir unsere Intuition.

Die Intuition ist die Brücke
zwischen feinstofflichen Welten und dem Bewusstsein.

Claudia von der Wehd

Intuition und die Zukunft

Rollin McCraty und seine Kollegen am HeartMath Institute in Kalifornien konnten experimentell aufzeigen, wie Menschen auf emotional erregende Reize reagieren. 1

Dabei kam ans Licht, dass sowohl das Herz als auch das Gehirn der Teilnehmer Informationen über emotionale Qualitäten von Bildern empfangen und verarbeiten. Das Faszinierende daran war, dass die Reaktionen auf Bilder stattfanden, bevor sie von einem Computer per Zufallsauswahl angezeigt wurden. Es gab also Hirn- und Herz-Reaktionen auf zukünftige Ereignisse.

Rollin McCraty erklärte, dass die Informationen dabei zuerst vom Herz registriert wurden und dann weiter zum präfrontalen Kortex gelangten. Was also belegt, dass das, was wir erahnen zuerst da ist und erst beim Zusammenschalten mit dem Gehirn logisch kombiniert wird.

Es ist mittlerweile weitläufiger bekannt, dass der Darm und das Herz über eine große Anzahl Nervengewebe verfügen und über den Vagusnerv mit dem Gehirn verbunden sind. Den Vagusnerv nennt man auch Darm-Hirn oder Herz-Hirn-Achse.

Zudem weiß die Wissenschaft auch um die Beteiligung von Neurotransmittern und Hormonen wie Dopamin und Serotonin an kognitiven Prozessen und Emotionen. Hier könnte der Zusammenhang zwischen den biochemischen Signalen liegen, die das Intuitionssystem nutzt, um feinstoffliche Informationen über die Körperebene zum Gehirn zu transportieren.

Spirituell gesehen, existieren Zeit und Raum nicht in den linearen Konstrukten, wie wir sie heutzutage nutzen. Mit der Studie aus Barcelona scheint es doch allmählich auch wissenschaftlich belegbar zu werden, dass unsere außersinnlichen Wahrnehmungen auf Informationen zugreifen können, die noch gar nicht manifestiert sind. Also aus unserer Weltsicht in der Zukunft liegen. Und von dem, was wir Intuition nennen, ins Bewusstsein gelangt.

Acht Wege zur Stärkung Deiner Intuition

Der Begriff der Intuition hat also sowohl wissenschaftliche als auch spirituelle Dimensionen. Während die Wissenschaft versucht zu verstehen, wie unser Gehirn intuitive Entscheidungen trifft, bieten spirituelle Ansätze Wege an, diese Fähigkeit zu entwickeln und zu nutzen.

Die folgenden Übungen können helfen, das Bewusstsein für intuitive Eingebungen zu schärfen und das Vertrauen in diese Fähigkeit zu stärken. Es ist wichtig, regelmäßig zu üben und geduldig mit sich selbst zu sein – Intuition ist zwar angeboren, braucht aber ein gewisses Training und Übung, um sich weiterzuentwickeln.

Meditation

Durch die Beruhigung des Geistes und die Förderung der inneren Einsichten, schaffst Du die Grundlage, Deine Intuition besser fließen zu lassen.

Journaling über intuitive Erfahrungen

Führe ein Tagebuch / Journal und reflektiere insbesondere Deine intuitiven Erfahrungen.

Wo hattest Du ein starkes Bauchgefühl? Wie hat es sich auf Deine Entscheidungen ausgewirkt? Welche Gedanken haben das Bauchgefühl übertönt?

Achtsamkeit

Das bewusste Üben von Präsenz und Achtsamkeit im Alltag sensibilisiert Dich für Deine inneren Signale

Fange einfach an, indem Du ganz bewusst zunächst mal auf Deine Sinne achtest.

Wie fühlt sich das Essen an? Was spürst Du beim Gehen? Hörst Du wirklich zu oder schweifen Deine Gedanken ab? Frage Dich immer wieder bei den unterschiedlichsten Aktivitäten: Was fühle ich, was denke ich?

Visualisierung

Visualisierungstechniken stärken Deine Verbindung zur Intuition. Nutze geführte Meditationen oder Fantasiereisen für den Einstieg

Intuitives entscheiden

Stärke Dein Vertrauen in Deine Intuition, indem Du bei kleinen Entscheidung versuchst, ausschließlich auf Dein Bauchgefühl zu hören.

Zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt: Was ist für Dich und Deinen Körper wirklich gut?

Oder beim Essen: Was möchtest Du wirklich essen und wieviel?

Oder beim Anziehen: Was passt heute wirklich zu Dir?

Entscheide, ohne darüber nachzudenken. Was ist das Erste, was Dir bei der Frage als Antwort in den Sinn kommt? Schreibe es auf und reflektiere Deine Erfahrung in Deinem Journal.

Wie fühlt sich das Essen an? Was spürst Du beim Gehen? Hörst Du wirklich zu oder schweifen Deine Gedanken ab? Frage Dich immer wieder bei den unterschiedlichsten Aktivitäten: Was fühle ich, was denke ich?

Traumdeutung

Erkenne die Tragweite von Traumsymbolik und was Dir Dein Unterbewusstsein damit erzählen möchte.

Halte am besten ein Traumtagebuch neben Deinem Bett bereit und schreibe beim Aufwachen sofort alles auf, an was Du Dich erinnerst.

Analyse später mittels Traumdeutungsbüchern oder Traumdeutungsseiten im Internet und versuche, die Botschaften zu entschlüsseln. Das hilft Dir langfristig dabei, Deine Intuition zu stärken und die feinen Signale besser zu verstehen.

Natur

Verbinde Dich mit Mutter Erde. Gehe in die Natur und verbringe dort Zeit ohne Ablenkung (kein Handy). Achte darauf, was Du fühlst, welche Gedanken kommen und wie Du die Natur um Dich herum wahrnimmst. Was nimmst Du wahr? Kannst Du in Deinem Journal die Einzelheiten beschreiben.

Das Verbinden mit der Natur erdet Dich. Die Erdung ist wichtig, damit die Information, die die Intuition durch Dein Energiefeld schickt, besser fließen und leichter auf die körperliche Ebene übertragen werden kann.

Kreative Ausdrucksformen

Mit kreativen Aktivitäten wie Malen, Schreiben, Musizieren öffnest Du neue Kanäle, über die Du die intuitiven Signale empfangen kannst. Manchmal fühlen wir im hektischen Alltag die feinen Wahrnehmungen nicht. Aber wenn wir beim Schreiben oder Malen sitzen, kommen plötzlich wertvolle Impulse ins Bewusstsein. Sie müssen nicht unbedingt etwas mit der Aktivität zu tun haben, sondern können irgendwelche Bereiche des Lebens betreffen. Fördere im kreativen Fluss den Zugang zur Intuition.

Die Intuition ist ein Weg des Wissens,
der über die Sinne hinausgeht und uns mit dem Unbewussten verbindet.

C. G. Jung

Fazit

Intuition ist eine kraftvolle Fähigkeit, die uns hilft, komplexe Informationen schnell und effektiv zu verarbeiten. Sie fungiert als innerer Kompass in zwischenmenschlichen Beziehungen und ermöglicht es uns, Entscheidungen zu treffen, die oft über das rein Logische hinausgehen. Indem wir auf unser Bauchgefühl hören, können wir nicht nur vor gefährlichen Situationen gewarnt werden, sondern auch verborgene Aspekte von Situationen erkennen und uns vor potenziellen Fehlentscheidungen schützen.

Die spirituelle Dimension der Intuition eröffnet uns Zugang zu unserem inneren Wissen und verbindet uns mit höheren Bewusstseinszuständen. Sie dient nicht nur als Frühwarnsystem oder Vorausschau-Instrument, sondern auch als wertvolles Werkzeug zur Selbstreflexion und Entscheidungsfindung. In der heutigen Zeit wird die Bedeutung intuitiver Entscheidungsfindung zunehmend anerkannt und auch in der Geschäftswelt gefördert.

Intuition verarbeitet innere Signale und macht unbewusste Informationen zugänglich. Der sogenannte sechste Sinn beschreibt Phänomene, die oft mit hellfühligen oder medialen Wahrnehmungen verbunden werden. Beides greift ineinander, weil wir die Intuition brauchen, um extrasensorische Wahrnehmungen für uns greifbarer und verständlicher zu machen. Die Intuition fungiert als Brücke zwischen feinstofflichen Welten, unseren hellfühligen Warhnehmungen und unserem bewussten Verstand.

Insgesamt zeigt sich, dass die Entwicklung und das Vertrauen in unsere Intuition nicht nur unsere persönliche Entscheidungsfindung bereichern, sondern auch unsere Fähigkeit stärken kann, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Indem wir lernen, unsere intuitive Stimme zu hören und zu verstehen, öffnen wir die Tür zu einem unendlichen Wissensschatz und einer tieferen Verbindung zu uns selbst und unserer Umwelt.

Wie sehr vertraust Du Deiner Intuition? Bist Du bereit, die Intuition mehr in Deinen Alltag zu integrieren? Dann buche Dir ein Beratungsgespräch, in dem wir Deine ganz individuelle Beziehung zu Deiner Intuition und den Umgang mit Deiner inneren Stimme besprechen.

Bei einem Erstgespräch erhältst Du 20 Kennenlernminuten gratis. In dieser Zeit kannst Du entscheiden, ob Du die Beratung weiterführen magst.

Zum Weiterlesen:

Ergänzende Begriffserklärungen rund um Energie, Achtsamkeit und Bewusstsein findest Du im

◈ Glossar Spiritualität & Energiearbeit

Foto Mond von Patrick von der Wehd auf Unsplash

Quellen:

[1] https://www.psychologytoday.com/intl/blog/explorations-of-the-mind/202308/intuition-what-it-is-and-how-it-works

[2] https://www.spektrum.de/news/intuition-wann-unser-bauchgefuehl-uns-hilft-und-wann-nicht/1886974

[3] https://www.munich-business-school.de/insights/2017/intuition-geschaeftsentscheidungen/

[4] https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Intuition_und_Fuehrung.pdf

[5] https://markus-haensel.de/wp-content/uploads/2015/05/Intuition-Schlüsselkompetenz-im-21.-Jahrhundert.pdf

weitere

https://www.dasgehirn.info/denken/intuition/das-unbewusste-ist-wohlinformiert

Über die Alchemie der Hoffnung und den Frauenmantel

Über die Alchemie der Hoffnung und den Frauenmantel

Bildquelle: E. van den Brink, unsplash.com

 

Dieser Artikel war inspiriert von Antje Schölzel und ihrer Frage: Wenn Hoffnung eine Pflanze wäre, welche wäre sie und warum?

Ich fühlte mich gleich angesprochen. Gehört doch die Pflanzenkunde schon seit vielen Jahren zu meinen Hobbies. Durch meinen druidischen Weg habe ich mich immer mehr mit den Pflanzenwelten verbunden gefühlt und vor ein paar Jahren dann auch einen ausgedehnten Heilpflanzenlehrgang gemacht, bei dem ich mit bestimmten Pflanzen durch das Jahr gelebt habe.

Am meisten verbunden gefühlt habe ich mich mit der Alchemilla (lateinischer Name für den Frauenmantel), die ich sofort mit dieser Frage in Verbindung gebracht habe. Warum, das liest Du in diesem Beitrag.

Alchemie einfach erklärt

Die Alchemie war eine Art Universalwissenschaft im Mittelalter, zu der verschiedene Bereiche aus Wissenschaft, Medizin, Religion und Kunst gehörten. Heute kann man sie wohl zum Zweig der Naturphilosophie zählen und sie als Vorläufer der heutigen Chemie und Pharmakologie betrachten, die sich ab dem 17. Jahrhundert aus der Alchemie weiterentwickelt haben.

Meistens wird mit dem Begriff assoziiert, dass im Mittelalter daran geforscht wurde, Blei zu Gold zu wandeln oder den Stein der Weisen zu finden. Da das in unserem logisch-rationalen Denken in der Regel als lächerliche Unmöglichkeit gewertet wird, hat auch der Begriff der Alchemie einen eher „okkulten“ Beigeschmack bekommen.

Dabei zählen zu den wohl bekanntesten Alchemisten bedeutsame Menschen wie Paracelsus oder Issac Newton.

Zur Alchemie gehört/e neben der Forschung auch die Herstellung von Arzneimitteln und Pflanzenauszügen.

Im Prinzip geht es in der Alchemie um Verwandlungsprozesse. Eine Sache, ein Element oder vielleicht auch eine Eigenschaft wird in etwas anderes verwandelt.
Ein mit den Pflanzen verbundener alchemistischer Prozess ist beispielsweise, wenn wir aus Lebensmitteln Heilmittel machen. Wenn durch das Kochen einer Wurzel ein wertvoller Hustensirup entstanden ist, war das ein alchemistischer Prozess.

 

Was hat die Alchemie mit der Hoffnung zu tun?

Die Hoffnung ist eine ganz eigenständige Energieform. Sie kann entstehen. Wir können sie entstehen lassen. Das Licht der Hoffnung wachsen lassen.
Wenn die Hoffnung wächst, dann verwandelt sie. Zum Beispiel kann sie Angst verwandeln, Trübsal bis hin zur Depression.
Im Beitrag von „Psychologie heute“ – Segen und Fluch des Hoffens¹ wird die Schweizer Psychoanalytikerin Verena Kast zitiert:
Sie hält Hoffnung für eine beständige Ressource, für eine „Grundemotion des Lebens und den natürlichen Feind der Angst“.

In meiner Arbeit als spirituelle Wegbegleiterin und Mentorin sehe ich das auch immer wieder. Sobald die Menschen erneut Hoffnung schöpfen können, den Zugang zu ihrer inneren Hoffnungsquelle gefunden haben, können sie sich wieder neu ausrichten. So werden Unsicherheiten, Ängste, Düsternis überwunden und von der Hoffnung oder durch die Hoffnung verwandelt.
Darin sehe ich die Alchemie der Hoffnung.

Solltest Du den Zugang zu Deiner inneren Hoffnungsquelle suchen, melde Dich bei mir.
Spirituelle Gespräche und begleitende Energiearbeit können neue Blickwinkel eröffnen und Impulse für Deinen persönlichen Weg bieten. >>> Kontakt

Wie es in einem alten Sprichwort so schön heißt:

Immer, wenn Du glaubst, es geht nicht mehr – kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Deutsches Sprichwort

Wie sieht Hoffnung aus?

Die Energie der Hoffnung nehme ich in der Aura wahr, wie eine leuchtende Kugel, die sich vor dem Stirnchakra vorwärts bewegt. Als inneres Bild, das Fokus und Ausrichtung symbolisieren kann

Und wenn wir uns hoffnungsvoll ausrichten, dann entsteht eine starke energetische Resonanz, die auf das Positive, auf das Licht ausgerichtet ist.
Daraus kannst Du schließen, dass jemand, der Hoffnung hat, ein so starkes Resonanzfeld erzeugen kann, dass er schon allein aufgrund seiner hoffnungsvollen Gedanken die Grundlage für die Manifestation der Erhofften legt.

(Wenn da nicht immer wieder die Zweifel den Fokus zerschießen… – aber das ist ja heute nicht das Thema)

Über die Hoffnung

Die Hoffnung ist wohl auch eines jener Themen (so wie die Weisheit), bei dem sich die Philosophen nie so ganz einig waren/werden. Die einen sehen Hoffnung als etwas kindlich Illusorisches, das vom Handeln abhält. Die anderen als etwas Wesentliches, die nächsten an religiöse Paradigmen geknüpft und so weiter.
Ich habe ein Zitat gefunden, das den Begriff Hoffnung für mein Weltbild am besten beschreibt:

Die Hoffnung ist eine Bedingung für das menschliche Leben,
die neue Wirklichkeit schafft.

Ernst Bloch (1885 bis 1977; aus: Das Prinzip Hoffnung)

Hoffnung schimmert

Wenn ich mich mit der Frage befasse, welche Pflanze symbolisch für die Hoffnung stehen könnte, braucht es die Klarheit, was ich eigentlich mit dem Begriff der Hoffnung verbinde.

Hoffnung ist Zuversicht, ist eine optimistische Ausrichtung auf eine positive Zukunft. Hoffnung besteht aus positiven Erwartungen und Hoffnung ist Vertrauen in eine positive Zukunft.
Mit der Hoffnung ist der Glaube verbunden. Der Glaube an eine höhere göttliche Kraft, je nachdem, welches Glaubenssystem einem entspricht. Und auch der Glaube an sich selbst, an die eigene Sache.

Wenn wir hoffen, haben wir nicht unbedingt Gewissheit aber den Glauben daran, dass alles oder eine bestimmte Sache gut für uns werden wird.

Für mich ist Hoffnung kein „ich lege die Hände in den Schoß und warte mal ab, dass alles gut wird“. Hoffnung ist eine Energie, die die Kraft für die eigene Anstrengung und das Durchhaltevermögen bereitstellt, ebenso wie die Willens- und Handlungskraft.

Sie ist eine wichtige Umsetzungsgrundlage, denn wenn nicht Hoffnung oder Glaube an den Sinn einer Sache wäre, an die Möglichkeiten, die sich erschaffen oder an die Erreichbarkeit des gesteckten Zieles – würde dann noch jemand handeln?

 Die drei Steine

„Wie lange kann ich noch leben,
wenn mir die Hoffnung
verlorengeht?“
frage ich die drei Steine.

Der erste Stein sagt:
„Soviel Minuten du deinen Atem anhalten kannst
unter Wasser noch soviel Jahre.“

Der zweite Stein sagt:
„Ohne Hoffnung kannst du noch leben
solange du ohne Hoffnung noch leben willst.“

Der dritte Stein lacht:
„Das hängt davon ab was du noch Leben nennst,
wenn deine Hoffnung tot ist.“

Erich Fried (Lebensschatten, 1981), gefunden auf lebensmut.org

 

 

Wenn Hoffnung eine Pflanze wäre…

 

Grün ist die Hoffnung

In der Farbenlehre wird die Farbe Grün als Farbe für Hoffnung, Stabilität, Harmonie und Fruchtbarkeit beschrieben.
Die Energielehre der Chakren stellt die Farbe Grün für das Herz-Chakra dar, was auch in der Chakralehre die enge Verbundenheit zum Leben zeigt. Grün steht für das Wachsen und Gedeihen. Und damit ist es ja eigentlich schon logisch, dass wir auch die Hoffnung mit dieser Farbe verbinden. Die Hoffnung auf Leben, auf Wachstum, auf Entfaltung und Gedeihen.
Deswegen gefällt mir auch, mal über eine pflanzliche Metapher für die Hoffnung nachzudenken.

Natürlich gibt es viele Pflanzen, die wir mit der Hoffnung in Verbindung bringen können. Da wären zum Beispiel das Schneeglöckchen oder der Krokus oder die Christrose. Wie sich diese Pflanzen durch den Schnee, trotz der Schneedecke, trotz Dunkelheit und Kälte ihren Weg ans Licht bahnen ist für mich auch untrennbar mit der Hoffnung verbunden.

Doch am meisten berührt mich im Zusammenhang mit der Alchemie der Hoffnung die Alchemilla – deutscher Name: Frauenmantel.

Über den Frauenmantel

Der Frauenmantel gilt in der traditionellen Volksheilkunde als ein „Allheilkraut“ besonders für Frauen (was nicht heißt, dass es nicht auch für Männer zur Unterstützung ihrer weiblichen Seite sinnvoll sein kann).
Es heißt, dass Alchemilla auf den gesamten weiblichen Organismus ausgleichend, regulierend, rhythmisierend und schützend (wie ein Schutzmantel) wirken könne.
Da es hier ja vor allem um die Hoffnung geht, halte ich die Informationen zur Alchemilla kurz. Aber um sie besser kennenzulernen, stelle ich Dir hier einige ihrer Namen vor.
Viele der traditionellen Namen beziehen sich auf Bereiche, in denen der Frauenmantel im volkskundlichen Kontext verwendet wurde – was heute vor allem kulturhistorisch interessant ist.  Sie trägt Namen, die auf eine Göttinnenpflanze hinweisen, wie Friggas Blume oder Liebfrauenmantel oder Venusmantel.
Weitere Namen geben Hinweise auf kulturhistorische Einsatzgebiete:

  • auf die Heilkraft bei Frauenleiden: Allerfrauenheil, Frauentrost, Mutterkraut, Frauenmantel
  • auf die alchemistischen Eigenschaften: Alchemistenkraut, Alchymilla
  • wegen der Guttationsbildung: Collatenna (=Tränenhalterin), Himmelstau, Perlkraut, Sinnau (von sin=immer und au=Wasser)
  • die entzündungshemmenden und wundheilenden Kräfte kamen in dem Namen »Ohmkraut« zur Geltung. Früher wurden Geschwulste und entzündete Hautstellen als Ohm bezeichnet.

Die Alchemilla energetisch betrachtet

Wenn Du selbst feinstoffliche Anwendungen wie Spagyrik, Blütenessenzen oder Homöopathie anstrebst, lasse Dich von einem erfahrenen Heilpraktiker oder damit arbeitendem Mediziner begleiten. Die Pflanzen können tiefgreifende transformative Prozesse anstoßen, bei denen Dir eine geschulte Begleitung die damit verbundenen Fragen und möglichen Nebeneffekte beantworten und erklären kann.

Nachfolgend teile ich einige meiner persönlichen Erfahrungen mit Alchemilla in verschiedensten Begegnungen (meditativ, in schamanischer Reise, homöopathisch, als Blütenessenz, naturheilkundlich innerlich und äußerlich oder als Blütenessenz), die sich für mich über die Jahre immer wieder gezeigt haben. 

Hinweis: Die folgenden Punkte beschreiben persönliche, rein symbolische Erfahrungen – sie ersetzen keine Behandlung und sind keine Aussagen über medizinische Wirksamkeit.

  • Hilfe bei der Lösung aus emotionalen Abhängigkeiten
  • schafft Ausgleich bei zu perfektionistischer Veranlagung
  • kann den energetischen Auraschutz unterstützen
  • ermöglicht es, alte Konzepte und konzeptionellen Denken aufzubrechen, um neue Welten zu erkunden
  • schafft neue Perspektiven und anderer Sichtweisen, Unterstützung bei der Bewusstseins-Erweiterung
  • unterstützt dabei, die Seele mit abgespaltenen Fragmenten wieder zu verbinden (Seelenrückholung)
  • kann als Einladung zu mehr Achtsamkeit und Bewusstheit erlebt werden
  • stärkt die Bewusstseinserweiterung über die Ebenen der physischen, intellektuellen und emotionalen Ebenen hinaus
  • verwandelt negative Energien in positive Frequenzen
  • zeigt Wege, das innere Licht wieder finden zu können
  • verbindet mit der Energie der Morgendämmerung, die uns den Weg erhellt
  • dient als Vermittlerpflanze für den Übergang ins Wassermann-Zeitalter
  • kann als Antreiberin im Evolutionsprozess erfahren werden.

Nachdem Du das gelesen hast, kannst Du vielleicht schon nachvollziehen, warum die Alchemilla für mich ein wunderbares Symbol für die Hoffnung ist. wink

Alchemilla und die gute Hoffnung

Schon allein der Name: Alchemilla (= die kleine Alchemistin) weist auf die Fähigkeit hin, etwas zu verwandeln. (Anm.: Die Alchemie beschreibt die Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen).
So, wie die Hoffnung die Verzweiflung wandeln kann. Wie heißt es so schön im Volksmund: die Hoffnung stirbt zuletzt.
Weil sie alles andere wandelt. Selbst, wenn wir in der Angst vor dem Tod stehen (oder liegen) ist da noch dieser Funke Hoffnung. Je nach Glaubensideologie wird auf die Vergebung, die Auferstehung, ein neues Leben, ein Leben nach dem Tod, eine Erlösung, ein Wiedersehen mit den Ahnen und sicher noch einiges mehr gehofft.
Die Hoffnung steht in Bezug zum Leben – und so auch die Alchemilla.
In alten Kräutertraditionen wurde der Frauenmantel oft im Kontext von Frauenthemen genutzt – viele Überlieferungen verbinden ihn symbolisch mit Fruchtbarkeit, Rhythmus und dem ‚guter Hoffnung sein‘. Diese Beschreibungen sind kulturhistorisch zu verstehen und keine Empfehlung für eine medizinische Anwendung.

Hoffnung schöpfen

Und hier kommen wir zur Ursprung, warum der Frauenmantel Alchemilla genannt wurde. Die Alchemie des Frauenmantels:
Hoffnung zu schöpfen ist etwas, das ich mit der Alchemilla sehr gut verbinden kann. Hast Du schonmal morgens gesehen, wie ihre Tropfen auf den Blättern stehen?
Das sind keine Tautropfen.
Die Alchemilla bildet so genannte Guttations-Tropfen. Eine wunderbare und kraftvolle Essenz reinster Energie, die sie da in ihren Blättern entstehen lässt. Diese Fähigkeit verlieh ihr auch den Namen Alchemilla, weil die selbsttätige Bildung der Tropfen an ihren Blatträndern einen alchemistischen Prozess darstellt. Die Guttationstropfen der Alchemilla gelten auch zum Teil noch in der Volkskunde als kostbare Essenz. Traditionell wurden sie z. B. zur äußerlichen Anwendung genutzt – eine Anwendung, die heute vor allem symbolisch oder in der Pflanzenritualistik weiterlebt.
Diese Tropfen stehen für mich auch für die Hoffnung. Hoffnung, die manchmal nur wie ein kleiner Tropfen ist und doch das Licht in seinen vielen Facetten spiegelt und vergrößert.
Auch erinnern mich diese lichtvollen Tropfen an die Lichtkugel vor dem Stirnchakra, die entsteht, wenn ein Mensch hoffnungsvoll ausgerichtet ist.

Unter dem Schutz der Hoffnung

Die Blattform der Alchemilla erinnert an eine Art Überwurf, eine Art Cape, wie es die Frauen im Mittelalter trugen. Daher  der Name Frauenmantel. Es wurde auch assoziiert, dass die Hl. Maria einen Mantel trug, der eine solche Form gehabt hat. Das brachte der Alchemilla die Bezeichnung „Liebfrauenmantel“ ein.
Weitere Namen der Alchemilla, die die Blattform beschreiben sind zum Beispiel: Bettlersmantle, Frauenhäuble, Neunlappkraut, Trauermantel, Weiberkittel, Löwenfuss.
Der Mantel-Begriff als solches steht symbolisch für Abgrenzung, Schutz und die Kraft der Geborgenheit. Die Assoziation mit einer Löwenpranke zeugt von Stärke.
Schutz, Geborgenheit und Kraft – Begriffe, die Hoffnung machen, Hoffnung wachsen lassen, oder?
Die Verbindung zum Themenbereich des Schutzes zeigte sich auch in einem anderen ihrer Anwendungsbereiche:

Die Magie der Alchemilla

Alchemilla wurde im Altertum nicht nur für Heilzwecke eingesetzt. Man nannte sie auch „Gewitterkraut“, weil sie in volkstümlichen Ritualen zur Abwehr von Unheil verwendet wurde: Aus ihren Blättern flocht man Kränze, die man zum Schutz vor Blitzschlag an Fenster, Dächer und Türen hängte.
Sie hatte auch den Namen: »Nimm-ma-nix«, der in Zusammenhang mit der Verwendung als Gegenzauber bei verhextem Vieh stand. Wenn die Kuh keine Milch mehr gab, gab man ihr Frauenmantel zu fressen.

Die Kraft der Veränderung

So, wie ihr Name Alchemilla und ihre heilkundliche Begleitung zur Vor- und Nachbereitung sowie zur Begleitung im eigentlichen Geburtsprozess auf die Kraft der Veränderung schließen lässt.
So zeigt sich die Pflanzengattung Alchemilla als sehr vielseitig und anpassungsfähig. Je nach Lage, Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnissen gibt es angepasste Arten der Alchemilla. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, Blatt- und Blütenformen. Und doch braucht man keine Sorge wegen Verwechslungen zu haben – alle der ca. 1000 Arten haben ihre alchemistischen Heilkräfte.
Auch hier sehe ich die Verbindung zur Hoffnung. Denn Hoffnung bedeutet auch, dass wir die Kraft finden, uns an Veränderungen anzupassen.

Zum Abschluss

Die Alchemilla steht für die Verwandlung von Begrenzungen und festgefahrenen Strukturen in die Energie des Neuen – in die Energie eines neuen Lebens.
Die Hoffnung ist eine tief in uns verankerte, archetypische Emotion/Energie, die uns immer wieder dabei unterstützt, negative Energien und alte Strukturen aufzubrechen und in Neues zu wandeln.
Das ist für mich der Zusammenhang zwischen der Alchemie der Hoffnung und der Alchemilla.

 

Welche Pflanze wäre für Dich ein Symbol der Hoffnung? Schreib‘ gerne Deine Antwort in die Kommentare.

 

¹ Quelle: Psychologie heute, Autor Klaus Wilhelm, 20.09.2020, gelesen 09.08.2024, https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/40779-vom-segen-und-fluch-des-hoffens.html

Wenn nur Dein Atem wäre…

Wenn nur Dein Atem wäre…

Was bist Du,
wenn Du nur noch Deinen Atem hast?

Bildquelle: J.Bean, unsplash.com

 

Eine interessante Frage, die die Atemtherapeutin und psychotherapeutische Heilprakterin Karin Meinzer in ihrer Einladung zu ihrer Blogparade zum Thema Atem stellt. #NichtOhneMeinenAtem

 

Was bin ich, wenn ich nur noch meinen Atem habe?

Bewusste Atem-Arbeit gehört schon seit vielen Jahren zu meinem persönlichen spirituellen Weg. Irgendwann habe ich auch eine Pranayama-Ausbildung dazu gemacht und mich mit Breathwork im Allgemeinen beschäftigt.

Aber ich habe mich noch nie gefragt, was ich wäre, wenn ich nur noch meinen Atem hätte.

Ich weiß, was ich bin, wenn ich meinen Atem nicht mehr habe. wink

Ja – sicher denkst Du jetzt, das ja eh klar ist, dass wir tot sind, wenn wir unseren Atem nicht mehr haben. Fragt sich halt, was tot eigentlich ist…
(vielleicht gibt es dazu demnächst noch einen Artikel hier).

Ich hatte einen kleinen Einblick als ich 16 war.
Mich hat ein Erstickungsanfall durch einen anaphylaktischen Schock niedergestreckt und dann war ich mal kurz „auf der anderen Seite“. Zu der Zeit war mir das alles nicht so bewusst, aber heute weiß ich, dass ich eine Nahtoderfahrung hatte.

Was war ohne Atem?

Eintauchen ins Sein – bis der Notarzt kam. In diesem ganzen Ereignis war kurz vor meinem Wiedereintritt ins physische Leben dieser eine Moment einer ganz tiefen Erkenntnis:

ES ATMET MICH

Und da war er – dieser Atemzug, der ins Leben holt. Und doch war er viel, viel mehr als das.

Das war das Erlebnis, das mir das Thema Atem und Atmung stärker ins Bewusstsein geholt hat.
Bis dahin war alles, was mit Atmung zu tun hatte die „Atemschule“ meiner Großmutter. In früher Kindheit hat sie mir schon erklärt, dass ich meinen Bauch beim Atmen nicht so rausstrecken darf. Frauen müssten anders atmen. Brust raus und Bauch rein. Also habe ich geübt. Damit ich „richtig“ atme – zumindest nach Ansicht meiner Großmutter.

Nach meinem kurzen Trip ins Jenseits hat sich das alles geändert. Mir war auf einmal klar, dass ich falsch atme, wenn ich in den Brustkorb atme. Und mir wurde auch bewusst, dass mich dieses „Atemkorrigieren“ viel Energie kostete.

Was man zuerst lernen muss, ist der Atem

Konfuzius

Bewusster atmen

Im Kampfsport-Training habe ich dann endlich wieder das wahre Atmen gelernt. Zum Training gehörten auch Atemübungen, die mich wieder mit der Bauch- und Zwerchfellatmung verbunden haben.

Auch das irgendwann diagnostizierte belastungsinduzierte Asthma habe ich rückblickend als Hinweis verstanden, mich bewusster mit meinem Atem und meiner inneren Verbindung zu beschäftigen – ergänzend zur schulmedizinischen Begleitung. Es ging um das richtige Atmen auf dem Weg und nicht darum, dass ich oder wann ich bei meinen Bergwanderungen am Gipfel ankomme.

Und nochmal ganz intensiv geübt habe ich das Atmen in der Geburtsvorbereitung und bei den Geburten meiner drei Kinder. Sie mit der Kraft meines Atems zu ihrem ersten Atemzug führen…

Atmung ist eigentlich ein Wunder…

Der Atem ist der lebendige Hauch der Seele,
weil sie ihn trägt und sein Schwingvermögen ist …

Hildegard von Bingen

War ja fast schon eine logische Konsequenz, dass der Atem besonders wichtig war, als ich vor etwas mehr als 20 Jahren meinen spirituellen Weg antrat. Atmung als Werkzeug für den Energiefluss.

Fokus

Also mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne Atmung nicht in meinem Körper wandeln und wirken könnte – Atmung bedeutet für mich FOKUS und tiefe Verbundenheit.
Bewusst atmen ist Fokus.
Und Fokus ist die gezielte Ausrichtung von Energie.
Ein…
…und
aus…

In meiner Meditationspraxis wiederholt sich immer wieder mal mein Erkenntnis-Erlebnis des

„ES ATMET MICH“

Ein Zustand zwischen bewusstem Atmen und dem Verschmelzen mit dem Universum. Das ist der Zustand, der ich bin, wenn ich nur meinen Atem habe. Worte kann ich dafür nicht wirklich finden.

Neben der Meditation ist meine tägliche Atempraxis aus dem Pranayama (indische Atemlehre aus dem Yoga) sehr wichtig für mich. Besonders in der aktuellen Zeitqualität, in der energetisch alles drunter und drüber zu gehen scheint.
Das bewusste Atmen zentriert mich und hilft mir, meine Energie zu bündeln und mich zu erden.

 

Wenn der Atem fließt…

Es ist auch immer wieder sehr interessant, wie durch das bewusste Atmen in bestimmte Energiezentren die Energien ins Fließen gebracht werden können. So manch verdrängte Emotion kann sich dabei zeigen und ins Bewusstsein treten – für viele ein erster Schritt zur achtsamen Verarbeitung. Hast Du schon einmal ausprobiert, Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren, wenn Du wütend wirst?

Teste das doch mal.

Atme 2 Minuten lang jeweils 4 Sekunden ein und 8 Sekunden aus. Einfach mitzählen und atmen. Und dann schreib doch mal in die Kommentare, was das mit Deiner Wut gemacht hat…

Diese Übung dient der Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Sie ersetzt keine psychologische oder therapeutische Begleitung.

Gefühle kommen und gehen
wie Wolken an einem windigen Himmel,
das bewusste Atmen ist mein Anker.

Thich Nhat Than

Mein Fazit

Wenn ich nur noch meinen Atem habe, verschwindet die Grenze zu allem, was ist.

Stellt sich die Frage: sollten wir nicht zunächst einmal die Kunst des richtigen Atmens beherrschen, bevor wir ständig darüber urteilen, wie wir uns ernähren, wie viel wir uns bewegen, wie gut oder nicht gut unsere Gene sind, ob wir dick oder dünn, jung oder alt, klug oder nicht klug sind, ob wir meditieren oder uns in der Hektik des Alltags verlieren…?

 

Atem ist Leben.

Atem ist Ausdruck der Seele.

Interessierst Du Dich für Themen wie dieses?

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