Herbst-Tagundnachtgleiche –  Alban Elfed

Herbst-Tagundnachtgleiche – Alban Elfed

Keltisches Jahresrad auf einem alten Wegstein als Symbol für den Jahreskreis und die Zeit der Herbst-Tagundnachtgleiche

Lesezeit ca. 11 Minuten

Herbst-Tagundnachtgleiche:
Balance, Ernte, Übergang

Heute beginne ich meinen Beitrag mit einer kleinen Geschichte zur Einstimmung in die Energie der Herbst-Tagundnachtgleiche:

 

Das Gewicht der Äpfel – eine Alban-Elfed-Geschichte

Langsam gehst Du durch den Apfelhain. Das Licht der untergehenden Sonne taucht den westlichen Himmel in sanfte orangene Farben.

Die Apfelbäume tragen schwer – in jeder Frucht der Spiegel des Sommers.

Du pflückst zwei Äpfel und hältst sie in Deinen Händen. Wägst sie gegeneinander ab: links die Fülle – rechts das Loslassen.

Dein Atem wird ruhiger. Ein Rabe ruft im Wipfel der Bäume. Für einen Moment ist alles im Gleichmaß – Schritt und Herz. Ein und Aus.

Du legst einen Apfel unter den Baum. Für Mutter Erde und für das, was war.

Den anderen legst Du in Deinen Korb: für das, was bleibt.

Als die Sonne den Horizont berührt, spürst Du die Mitte – in Dir, im Licht. Alles ist in Frieden getaucht. Keine Forderung, kein Eilen. Nur das feine energetische Klicken der Jahres-Schwelle. Alban Elfed.

Du begibst Dich wieder auf den Heimweg.

Der Weg ist derselbe – und doch beginnt etwas Neues.

zwei Äpfel in einer Hand als Symbol für die Kraft des Erntedankes zur Herbst-Tagundnachtgleiche

Herbst-Tagundnachtgleiche 2025

In diesem Jahr fällt das astronomische Datum der Tagundnachtgleiche auf den 22. September 2025, 20:19h. Nun sind Tag und Nacht beinahe gleich lang. Beinahe deswegen, weil es durch die Brechung des Sonnenlichts in der Atmosphäre für uns so scheint. Die tatsächliche Gleichheit von Tag und Nacht, das sogenannte Equilux liegt meist ein paar Tage später. [1]

Andere Namen für die Herbst-Tagundnachtgleiche sind Herbst-Äquinox oder -Equinox oder -Äquinoktikum. Aus alten Überlieferungen stammen Mabon oder Alban Elfed.

Keltischer Kontext — und was historisch wirklich gesichert ist

Auch, wenn wir heute Begriffe für die Herbst-Tagundnachtgleiche finden, die aus dem Keltischen kommen, so gibt es keine gesicherten Belege dafür, dass die alten Kelten diesen Tag wirklich so benannt haben.

Das Wort Mabon beispielsweise ist ein moderner Name. Dieser – heute im neopaganen Umfeld verbreitete – Begriff für die Herbst-Tagundnachtgleiche wurde in den 1970er-Jahren von Aidan Kelly geprägt; für eine altkeltische Benennung gibt es keine Belege. [2]

In der neuzeitlichen druidischen Tradition (wie z.B. beim OBOD) heißt die Herbst-Tagundnachtgleiche Alban Elfed. Das wird aus dem Wallisischen übersetzt mit Licht des Wassers. Es symbolisiert die Balance zwischen Tag und Nacht und die Wichtigkeit des Wassers in der Natur, das sowohl für die Quelle des Lebens steht als auch für die Wandlung in die Tiefen des Seins. Und die Tiefen des Wassers stehen in Verbindung mit der Dunkelheit, die nun wieder länger über den Tag herrscht als das Licht.
Die Dankbarkeitsrituale zur Ernte reflektieren auch die Dankbarkeit gegenüber der Weisheit der Erde. Es geht um das Gleichgewicht, um die Zeit der „zweiten Ernte“. Als gelebte moderne Praxis.

In den über 5000 Jahre alten Megalithhügeln in Loughcrew, Irland gibt es auch heute noch Veranstaltungen zur Herbst-Tagundnachtgleiche. Im Cairn T fällt zum Zeitpunkt des Herbst-Äquinox das Sonnenlicht so durch einen exakt positionierten Gang, dass es die Rückplatte des Ganges beleuchtet. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass bereits in der Jungsteinzeit die astronomischen Ereignisse exakt berechnet und markiert wurden. Dementsprechend auch ein Beleg dafür, wie wichtig diese Jahreskreismomente für unsere Vorfahren waren.

Ein Video dazu findest Du auf der Seite vom Loughcrew-Megalithic-Centre: [3]

Loughcrew Historischer Gang. Tomb Relic in der Nähe von Oldcastle, County Meath, Ireland

Die Herbst-Tagundnachtgleiche in anderen Kulturen

  • Japan – Higan:
    In Japan sind die Zeiten von Frühjahrs- und Herbsttagundnachtgleiche wichtige spirituelle Tage. Das Fest der Herbst-Tagundnachtgleiche heißt dort Shubun no hi. Es ist ein nationaler Feiertag, der den kalendarischen Herbstanfang markiert. Im Mittelpunkt des Feiertags steht die Verehrung der Ahnen und das Gedenken an die Verstorbenen. Insgesamt ist es eine siebentägige buddhistische Gedenk- und Einkehrzeit um die Tagundnachtgleiche (3 Tage davor/danach), mit Ahnengedenken und Tempelzeremonien.
  • Mexiko – Chichén Itzá:
    In Chichén Itzá erzeugt die Sonne des späten Nachmittags der Herbst-Tagundnachtgleiche ein Schauspiel, bei dem sich das Licht und der Schatten der Kukulcán-Pyramide so auf die Nordtreppe projizieren, dass die Illusion einer sich herabwindenden gefiederten Schlange entsteht. Dieses Phänomen ist ein Zeugnis der mathematischen und astronomischen Kenntnisse der Maya, die die Architektur der Pyramide für diesen visuellen Effekt erschufen.
  • Nordisch-germanischer Raum / Wikinger: Haustblót:
    Haustblót bedeutet Herbstopfer. Es war für die Wikinger ein bedeutendes Erntefest, das sowohl der Dankbarkeit als auch der Vorbereitung auf den Winter diente. [4]
    Durch Opfergaben und Rituale sollten die Götter und Naturgeister besänftigt und um Schutz für die kalte Jahreszeit gebeten werden. Das Fest diente dem Zusammenhalt der Gemeinschaft und sollte den Menschen dabei helfen, sich auf die Herausforderungen des Winters einzustellen. Auch heute noch wird das Erbe des Haustblóts in modernen heidnischen Traditionen gefeiert – als eine Erinnerung an die Weisheit der alten nordischen Kultur. Über den Zeitpunkt gibt es unterschiedliche Angaben. Manche verweisen auf die Herbst-Tagundnachtgleiche, andere auf einen Zeitraum Mitte Oktober. Historische Details sind umstritten;

Spirituelle & energetische Hintergründe

Die Herbst-Tagundnachtgleiche repräsentiert den Moment der Harmonie zwischen Licht und Dunkelheit. Einen Moment der Mitte, in dem alles ausgeglichen ist. In dem Balance herrscht zwischen Aktivität und Ruhe – zwischen Geben und Empfangen.

Alban Elfed steht auch für die Ernte und die Integration. Für den Dank an Mutter Erde, für das, was gewachsen ist. Für das, was eingelagert werden kann, um uns auch künftig zu nähren. Das gilt für die inneren Themen genauso wie für die Versorgung unsere Körpers. Traditionell wurde nun darüber bestimmt, ob genügend Vorräte geerntet und gesammelt werden konnten, um die Menschen und das Vieh über den Winter zu bringen.

Und Alban Elfed steht auch für das Loslassen. Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, geht es darum, Grenzen zu klären, Energien zu bündeln. Loszulassen, was nicht mehr dienlich ist. Einen Übergang zu gestalten – von der Zeit der Fülle in die Zeit des inneren Wandels. Sich vorzubereiten auf den Winter, zu reflektieren, zu meditieren, aus dem Außen ins Innen zurückzukehren.

Füllhorn mit Kürbissen, Sonnenblumen, Früchten und Gemüse der Saison als Symbol für Dankbarkeit und Ernte

Rituale zu Alban Elfed

Alban Elfed lädt uns ein, die wechselnden Jahreszeiten anzunehmen und Ausgeglichenheit in unserem Leben zu finden. Während wir diesen Moment des Gleichgewichts feiern, erkennen wir auch die Bedeutung von Dankbarkeit, Loslassen und der Pflege unserer Beziehungen. Es ist eine Zeit, um sich mit den Rhythmen der Natur und dem sich ständig drehenden Rad des Lebens zu verbinden. Dazu im Folgenden ein paar Ritualvorschläge als Inspiration, um die Energie der Herbst-Tagundnachtgleiche für Dich zu nutzen.

 

Errichte einen kleinen Ernte-Altar

Schmücke Deinen Altar mit Symbolen der Jahreszeit, wie bunten Blättern, Eicheln, Äpfeln und Kürbissen. Verwende Kerzen, Kristalle und andere Gegenstände, die für Ausgeglichenheit und Dankbarkeit stehen.

 

Feiere mit saisonalen Lebensmitteln

Bereite ein Ernte-Festmahl mit saisonalen Zutaten wie Äpfeln, Kürbissen oder Wurzelgemüse zu. Teile die Mahlzeit mit Familie und/oder Freunden und verleihe Deiner Dankbarkeit für die Früchte dieser Ernte Ausdruck.

 

Ernte-Spaziergang

Mache einen Spaziergang in der Natur. Nehme ganz bewusst die sich verändernden Farben der Blätter wahr und bewundere die Früchte dieser Jahreszeit. Sammle Blätter, Eicheln oder andere Naturgegenstände, um Deinen Altar zu schmücken oder Bastelarbeiten anzufertigen.

 

Loslass-Ritual 

Führe ein Loslass-Ritual durch. Auch, wenn das noch nicht gleich in die Tat umsetzbar ist. Entscheide jetzt, was Dir nicht mehr dienlich ist und verabschiede Dich davon. Du kannst die Dinge, die Du loslassen willst, beispielsweise auf einen Zettel schreiben, den Du zur Tagundnachtgleiche in sicherer Umgebung einem Feuer übergibst. Oder Du legst den Zettel unter ein Teelicht mit der Intention, dass das Loslassen mit dem Herabbrennen dieser Kerze geschehen möge.

Affirmationen

Du kannst auch verschiedene Affirmationen nutzen, um diese Zeit im Jahreskreis bewusst in Deinen Alltag zu integrieren. Hier eine kleine Auswahl zur Inspiration. Wähle höchstens zwei für Dich wichtige Sätze aus, die Du in den Tagen rund um die Tagundnachtgleiche mehrmals täglich laut sprichst.

 

  • „Ich bin dankbar für die Fülle, die ich in diesem Jahr geerntet habe“.
  • „Mein Herz ist erfüllt von Dankbarkeit für die Gaben der Natur und des Lebens“.
  • „Ich finde Harmonie in mir selbst und um mich herum“.
  • „Ich akzeptiere die Veränderungen des Lebens als natürlichen Kreislauf“.
  • „Ich nehme die Vergangenheit an und lasse alles los, was mich belastet“.
  • „Ich blicke mit Frieden und Zufriedenheit auf mein Lebensjahr zurück“.
  • „Ich öffne mich für das Loslassen, um Platz für Neues zu schaffen“.
  • „Ich finde innere Stärke und Ruhe für die kommenden Monate“.

Die innere Mitte im Zyklus des Lebens

Wenn Tag und Nacht sich die Waage halten, öffnet sich ein stiller Raum für Dank und Neubeginn. Die Herbst-Tagundnachtgleiche erinnert uns daran, dass das Leben in Zyklen fließt – zwischen Fülle und Vergehen, Ernte und Loslassen.

Wer sich bewusst auf diese Schwelle einlässt, kann Kraft schöpfen für die dunklere Jahreszeit und zugleich Vertrauen in die eigene innere Mitte finden.

So wird Alban Elfed nicht nur zu einem Moment im Jahreskreis, sondern zu einer Einladung, Balance auch im Alltag lebendig werden zu lassen.

🌸

Ein stiller Gruß aus der Mitte

Claudia

Quellen:

[1] The Guardian, why-the-autumn-equinox-isnt-actually-when-day-and-night-are-equal

[2] Patheos, naming-ostara-litha-mabon

[3] Loughcrew-Megalithic-Center, loughcrew-cairns/loughcrew-equinox

[4] Haustblot, norsestory 

Lughnasadh – Die Kraft der ersten Ernte und die Weisheit von Tailtiu

Lughnasadh – Die Kraft der ersten Ernte und die Weisheit von Tailtiu

Ein Weizenfeld im Sonnenschein als Symbol für die Kraft der ersten Ernte zum keltischen Jahreskreisfest Lughnasadh

Lesezeit ca. 6 Minuten

Neben den großen Sonnen-Festen – den Sonnwenden und Tagundnachtgleichen – gibt es im 8-fachen Jahreskreis der keltischen Tradition die 4 Mondfeste, die zwischen den Sonnenfesten liegen.

Ursprünglich wurden diese Feste nach dem natürlichen Rhythmus gefeiert, oft zum Vollmond rund um den jeweiligen Zeitraum. Heute sind sie meist festen Kalendertagen zugeordnet – auch wenn die spirituelle Bedeutung eng mit den lunaren Zyklen verwoben bleibt.

So fällt das erste Erntefest – auch Schnitterfest oder Lammas genannt – je nach Tradition auf den 1. August, auf die Nacht vom 31. Juli auf den 1. August oder auf den Augustvollmond. Es markiert den Übergang in das letzte Viertel des Jahresrades – eine Zeit des Innehaltens, der Reife und der bewussten Wandlung.

Seinen Ursprung hat das Fest im altirischen Lughnasadh (sprich: Luu-nah-sah), was so viel bedeutet wie „Lugh’s Versammlung“.

Ursprung und Mythologie

Lughnasadh, im modernen Irisch Lúnasa, ist eines der vier großen keltischen Jahreskreisfeste neben Imbolc, Beltane und Samhain. Es liegt zwischen Sommer‑Sonnenwende und Herbst‑Tagundnachtgleiche. In früheren Zeiten hat man diesen Tag astronomisch anhand der Sonnendeklination – dem Winkel zwischen Sonne und Himmelsäquator – von +16° bestimmt. Was ungefähr auf den 1. / 2. August fiel.

Der Name stammt vom Gott Lugh, der dieses Fest gemäß den mythologischen Überlieferungen zum Gedenken des Todestages seiner Ziehmutter Tailtiu eingeführt hat.

Die Erdgöttin Tailtiu gilt als eine der bedeutendsten Göttinnen in der keltischen Mythologie. Sie war Stiefmutter oder Amme von Lugh und steht für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und das Leben selbst.

Der Legende nach rodete sie mit unermüdlicher Hingabe weite Flächen in Irland, um es für den Ackerbau fruchtbar zu machen – eine Aufgabe, die sie so erschöpfte, dass sie daran starb. Ihre letzte Bitte: dass dieses Land weiterhin zum Wohle der Menschen genutzt werde. Ihr Tod wurde zur Geburt eines lebendigen Rituals – Lughnasadh, das Erntefest, das ihr Sohn Lugh zu ihren Ehren ins Leben rief.

Die nach ihr benannten Tailteann-Spiele, die zu Lughnasadh abgehalten wurden, waren mehr als nur Sportveranstaltungen – sie waren Ausdruck kollektiven Gedenkens, Freude am Leben und Ehrung der mütterlichen Kräfte.

Historisch gesehen ähnelten sie antiken olympischen Spielen: Mit Wettkämpfen, Musik, Erzählungen und sozialen Ritualen verbanden sie die Menschen miteinander. Weit vor den viel später eingeführten olympischen Wettkämpfen Griechenlands. Erst mit der Christianisierung verschwanden die Tailteann Games für viele Jahrhunderte – und wurden im 20. Jahrhundert nur für kurze Zeit wiederbelebt.

Lughnasadh – ein Fest der Ernte, Erinnerung und Kreativität

Lughnasadh, gefeiert am oder um den 1. August, ist das erste der drei keltischen Erntefeste. Es markiert den Beginn der Erntezeit – eine Phase, in der sichtbar wird, was aus der Saat des Frühlings gewachsen ist. In vielen neopaganen oder druidisch orientierten Gruppen wird Lughnasadh heute noch gefeiert: mit Brotbacken, Festmahlen, künstlerischen Darbietungen, kleinen Opfergaben und Pilgerwegen zu heiligen Orten.

Die Energie dieser Zeit lädt uns ein, innezuhalten:

 

  • Was habe ich in diesem Jahr erschaffen?
  • Welche Früchte darf ich ernten?
  • Welche Kraft hat mich getragen – und was darf ich nun loslassen?

Wer war Lugh?

Der Name Lugh bedeutet Licht oder der Helle, der Scheinende.

In der Mythologie folgte Lugh dem keltischen Sonnengott Bel. Und so, wie auch das spätere lateinische Wort lux für Licht steht, stand Lugh bei den Kelten als ein Allround-Gott da. Er war der scheinende Held, der, der alles konnte, dem Blitz und Sonnenlicht gehorchten, der mit den Raben sprach und der als Heiler und Schutzpatron der Barden (Sänger und Dichter) ein so leuchtendes Antlitz hatte, das ihm niemand ins Gesicht blicken konnte.

Mythologisch besteht ein Bezug dieser archetypischen Götterkraft nicht nur zum älteren, keltischen Bel, sondern auch zum germanischen Odin (Wotan) oder dem römischen Götterboten Hermes / Merkur. In christlicher Fortsetzung dieser archetypischen Energie wurde wohl der Heilige Michael gesehen. Einige der ehemaligen heiligen Lugh-Orte wurden christliche St. Michaels-Plätze.

 

Warum Lughnasadh nicht „Tod des Lugh“ bedeutet

Oft liest man die Übersetzung für Lughnasadh sei „Tod des Lugh“. (So auch im deutschen Wikipedia-Artikel dazu).

Diese Übersetzung konnte ich in dem Kontext nicht nachvollziehen und habe weiter geforscht. Denn warum sollte dieses Fest „Tod des Lugh“ heißen, wenn es doch dem „Tod der Tailtiu“ zu Ehren stattfand?

Tatsächlich gibt es Quellen, die den Namen vom altirischen Lugh + nas ableiten (Lugh und Tod) und andere von Lugh + násad – was Versammlung, Fest oder auch Zusammenkunft bedeutet

Das Fest Lughnasadh wurde von Lugh selbst zu Ehren seiner verstorbenen Ziehmutter Tailtiu gestiftet – es geht also nicht um seinen eigenen Tod, sondern um das von ihm veranstaltete Fest.

So ist also die kontextbezogene Bedeutung von Lughnasadh „Versammlung des Lugh“. [1,2]

Eine altirische Form für „Tod des Lugh“ wäre eher Bás Lugh.

Botschaft der Erdgöttin für unsere Zeit

Auch heute kann Tailtius Geschichte eine kraftvolle spirituelle Orientierung sein. In einer Welt, die häufig den Bezug zur Erde verliert, erinnert sie uns an unsere Verantwortung: für das, was wir nähren, schützen und weitergeben. Tailtiu zeigt uns, dass wahre Fülle durch Hingabe, Arbeit und Liebe entsteht – nicht durch Ausbeutung.

Impulse zu Lughnasadh:

  • Besuche einen Ort, der mit Landwirtschaft verbunden ist – z. B. ein Garten, ein Feld oder ein Bauernhof. Geh achtsam, mit Dankbarkeit.
  • Räume auf – in Deinem Umfeld oder im übertragenen Sinne. Wie Tailtiu einst die Felder rodete, so kannst auch Du Ballast abwerfen.
  • Feiere mit anderen: teile selbstgemachtes Brot, erinnere Dich an starke Frauen in Deinem Leben – besonders an mütterliche Ahnenlinien.
  • Kreiere etwas: ein Lied, ein Gedicht, ein Bild – etwas, das Deine persönliche Verbindung zur Erntezeit und zur Erde ausdrückt.
  • Reflektiere über Deinen Jahresverlauf: Was darf nun abgeschlossen werden? Welche Saat möchtest Du im nächsten Zyklus setzen?

Fazit: Ernte ist mehr als Nahrung

Lughnasadh / Lammas ist ein kraftvolles, tief symbolisches Fest der ersten Ernte, des Dankes, der Fähigkeiten (Lugh) und des Bewusstwerdens eines Wandels – zwischen dem Höhepunkt des Sommers und dem Rückzug der Zeit. Es ist ein Fest, dass unsere Erdverbundenheit und unsere innere Reifung repräsentieren kann.

Und das uns daran erinnert, dass wir Teil eines Kreislaufs sind – zwischen Himmel und Erde, Licht und Schatten, Werden und Vergehen.

Lughnasadh kann uns auch daran erinnern, dass jedes Korn, jede Frucht, jedes gelungene Projekt auf einer Entscheidung beruht: dem Leben zu dienen.

Der 1. August lädt uns ein, in Dankbarkeit zu ernten, bewusst loszulassen und uns auf die nächste Bewegungsphase vorzubereiten – vielleicht mit rituellen Gesten und erdverbundener Praxis. Mit Achtsamkeit, Bewusstheit und einem offenen Herzen für das, was in Dir reifen durfte in den letzten Monaten.

 

🌸

Ein stiller Gruß aus der Mitte

Claudia

Quellen:

[1] Vgl. englischer Wikipedia-Artikel zu „Lughnasadh“ (Stand Juli 2025), der die altirische Etymologie differenziert darstellt: Kombination aus Lugh (der Lichtgott) und násad („Versammlung“), nicht – wie gelegentlich fälschlich behauptet – „Tod des Lugh“.

[2]  Zum altirischen Wortfeld vgl. auch das Dictionary of the Irish Language (DIL), Einträge zu „násad“ und „nás“.

Weitere:

Brehonacademy: Taitliu, the divine maternal heartbeat of Irelenads landscape

Grüne Insel: Taitliu, die irische Festgötting

Alle Quellenlinks zuletzt abgerufen im Juli 2025

Bild: Raphael Rychetsky / unsplash

Was ist eine Auraharmonisierung?

Was ist eine Auraharmonisierung?

Farbspirale als Symbol für eine Auraharmonisierung

Lesezeit ca. 8 Minuten

Auraharmonisierung –
Resonanzfeld für Klarheit, Ordnung und innere Ausrichtung

Es gibt Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, dass unsere Energie nicht frei fließt.

Wir fühlen uns vielleicht innerlich unruhig, dünnhäutig oder erschöpft – obwohl wir achtsam leben, meditieren oder uns auf unserem Weg wähnen.

In solchen Phasen kann ein feinstofflicher Blick auf das eigene Energiefeld neue Perspektiven eröffnen.

Die Auraharmonisierung ist ein spirituell-energetisches Resonanzfeld, das dazu einlädt, das eigene Energiefeld bewusster wahrzunehmen, zu ordnen und in eine neue Ausrichtung zu finden.

Was geschieht in einer Auraharmonisierung?

In der Auraharmonisierung fließen verschiedene Elemente intuitiv zusammen:

    • eine mediale Wahrnehmung (Aurareading) der aktuellen feinstofflichen Resonanz,
    • Impulse zur Klärung von energetischen Spannungen oder Prägungen (Auraclearing),
    • sowie eine achtsame Ausrichtung von Energieräumen wie Chakren und Auraebenen.

Je nach individueller Ausrichtung arbeite ich dabei mit Visualisierungen, schamanischer Symbolarbeit und energetischen Elementen aus der Kristalltherapie.
Die Sitzung findet ohne persönlichen Kontakt statt, oft in einem Zeitraum der nächtlichen Ruhe, in dem äußere Reize geringer sind und feinstoffliche Wahrnehmung oft leichter möglich ist.

Am folgenden Werktag sende ich einen schriftlichen Aura-Status-Bericht, in dem ich die wahrgenommenen Themen und Impulse festhalte – als Einladung zur Selbstreflexion, nicht als Analyse oder Diagnose.

Wobei eine Auraharmonisierung unterstützend wirken kann

Viele Menschen berichten nach einer Auraharmonisierung von innerer Klärung, neuer Ruhe oder einem stärkeren Gefühl von Zentrierung.
Themen, die sich dabei oft zeigen oder in Resonanz treten, sind zum Beispiel:

  • energetische Überforderung durch äußere Einflüsse

  • Übergänge in neue Lebensphasen oder innere Wandlungsprozesse

  • das Bedürfnis nach Abgrenzung und energetischer Stabilisierung

  • eine tiefere Verbindung zur eigenen Intuition

  • spirituelle Neuorientierung oder Öffnung für innere Botschaften

Die Auraharmonisierung ist kein Heilverfahren und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung.
Sie versteht sich als spirituell-energetische Begleitung auf feinstofflicher Ebene – mit dem Ziel, Dein eigenes inneres Gleichgewicht zu stärken und Deinen Zugang zu Dir selbst zu vertiefen.

Eine Auraharmonisierung ist…

…eine Kombination aus:

 

  • Auraclearing
  • Aurareading
  • Energiefeldausrichtung
  • Kristall-Energien
  • Auraschutz-Upgrade

Wie eine Auraharmonisierung abläuft

Du vereinbarst einen Termin. Das geht ganz einfach online auf meiner Seite.

Eine Auraharmonisierung haben wir zuvor abgesprochen. Entweder in einem Beratungsgespräch oder per Mail. Wenn Du neu bei mir bist und Deine erste Auraharmonisierung wünschst, findet ein kurzes Gespräch statt, um Dein Anliegen zu besprechen.

Eine Auraharmonisierung ist eine Fernsitzung. Das heißt, wir haben keinen persönlichen Kontakt. Ich biete Auraharmonisierungen nach Terminvereinbarung vorzugsweise ab 22h an. Das ermöglicht Dir, Dich bereits zur Ruhe zu begeben oder zumindest die Last des Alltags hinter Dir lassen zu können und ganz gemütlich an Deinem Lieblingsplatz zu verweilen.
Während der Sitzung brauchst Du nichts zu tun. Du kannst in aller Ruhe entspannen oder auch schlafen.

Während der Sitzung arbeite ich über das Quantenfeld in Form einer fernenergetischen Verbindung zu Deinem Energiefeld. Dabei nehme ich mit meinen Hellsinnen wahr, welche Impulse sich auf feinstofflicher Ebene zeigen – z. B. im Hinblick auf energetische Klärung, Ausrichtung oder bewusste Aktivierung von Ressourcen in Deinem feinstofflichen Feld.

Meine Arbeit versteht sich nicht als medizinische oder therapeutische Maßnahme. Es werden keine Diagnosen gestellt oder Heilversprechen gegeben.

In der Sitzung findet auch ein Aurareading in Bezug auf den aktuellen energetischen Status Deiner Aura und Deiner Chakren statt.

Am folgenden Werktag erhältst Du von mir den ausführlichen Bericht zum Aura-Status und dem Verlauf der Sitzung.

Damit kannst Du einerseits nachvollziehen, was bei der Sitzung geschehen ist und andererseits mit den Informationen zur Selbstreflexion und Überprüfung Deiner eigenen Energiearbeit weiterarbeiten.

Warum Achtsamkeit in der Energiearbeit so wesentlich ist

An dieser Stelle möchte ich Dich auf einen sehr wichtigen Punkt hinweisen, der meines Erachtens für jegliche Energiearbeit elementar wichtig ist und zu den Grundregeln meines Wirkens gehört:

Ein zentrales Prinzip meiner Arbeit ist die achtsame Abgrenzung und die klare energetische Haltung.
Ich stelle mich in der Sitzung nicht als Energiequelle zur Verfügung, sondern als Resonanzraum – damit sich Dein System selbst erinnern, ausrichten und aus eigener Kraft zur inneren Balance zurückfinden kann.

Dabei ist es mir wichtig, dass keine Energieübertragung aus meinem Feld erfolgt.
Ich begleite die Prozesse, die sich aus Deiner eigenen Seelenverbindung zeigen, halte den Raum und gebe Impulse aus der feinstofflichen Wahrnehmung weiter.

Es ist ein sehr entscheidendes Detail in der Energiearbeit, wie bewusst sich Energetiker sind, mit welchen Energien sie arbeiten und wie gut sie sich selbst energetisch neutral und abgegrenzt halten können.

Gerade für Menschen, die selbst im helfenden oder begleitenden Beruf tätig sind, kann die energetische Selbstfürsorge ein wichtiger Bestandteil für Stabilität, Klarheit und langfristige Kraft sein

 

Eine nicht ganz achtsame energetische Abgrenzung kann zu unerwünschten Übertragungsresonanzen führen. Das ist weder für den Sender noch für den Empfänger günstig und fällt unter den Bereich der fremdenergetischen Anhaftungen. Mehr über Fremdfrequenzen hier >>>

🌸

Ein stiller Gruß aus der Mitte

Claudia

Mehr zum Thema:

Wenn Du mehr über die feinstofflichen Ebenen des Menschen erfahren möchtest, findest Du in diesen Beiträgen weitere Einblicke:

◈ Was ist ein Aurareading?

◈ Was ist ein Auraclearing?

◈ Mehr Energie durch bewussten Auraschutz

Ergänzend findest du viele alltagstaugliche Anregungen in meinem Beitrag
◈ 33 Impulse für mehr Leichtigkeit im Aufstiegsprozess

Und Begriffe wie Aura, Energiearbeit oder Fremdenergien erkläre ich im

◈ Glossar Spiritualität & Energiearbeit

Hinweis:

Dieser Artikel beschreibt eine spirituell-energetische Methode der feinstofflichen Begleitung. Die beschriebenen Erfahrungen beruhen auf subjektiven Wahrnehmungen und persönlichen Rückmeldungen.
Die Auraharmonisierung ersetzt keine medizinische, heilkundliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen gegeben.

Dieser Artikel wurde am 27.07.2025 vollständig überarbeitet
und ersetzt die ursprüngliche Version vom Dezember 2024.

Was ist ein Auraclearing?

Was ist ein Auraclearing?

Titelbild mit der Aufschrift: „Was ist ein Auraclearing? Grundlagen, Rituale und Inspirationen zur Aurapflege“

Lesezeit ca. 8 Minuten

Auraclearing – Reinigung und Ordnung im feinstofflichen Raum

In bewegten Zeiten, in denen viele Reize auf uns einströmen, kann es sinnvoll sein, das eigene Energiefeld bewusster wahrzunehmen und regelmäßig zu klären. Ein Auraclearing ist eine spirituell-energetische Praxis, die dabei unterstützt, die Aura von belastenden Fremdfrequenzen, energetischen Altlasten oder disharmonischen Eindrücken zu befreien. Ziel ist es, in ein freieres inneres Strömen zu finden – für mehr Klarheit, Zentrierung und Präsenz im Alltag.

Über Auraclearings

Auraclearings sind kraftvolle Rituale zur energetischen Reinigung des eigenen Resonanzfeldes. Sie unterstützen auf feinstofflicher Ebene dabei, sich von energetischen Einflüssen zu lösen, die nicht aus dem eigenen Wesen stammen. Solche Einflüsse können sich z. B. durch emotionale Überforderung, energetische Dissonanzen oder das Gefühl innerer Unruhe bemerkbar machen.

In vielen spirituellen Traditionen gilt das Reinigen des menschlichen Energiefeldes als grundlegende Praxis für innere Balance und spirituelles Wachstum. Auch heute noch ist diese Form der Energiearbeit ein kraftvoller Weg, um sich bewusst auszurichten und neue Impulse zu setzen.

Wie Du erkennst, ob ein Auraclearing sinnvoll ist

Es gibt bestimmte Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass Dein Energiefeld aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dazu gehören:

  • starke, nicht nachvollziehbare Stimmungsschwankungen
  • das Gefühl, „neben sich zu stehen“
  • emotionale Reizbarkeit oder plötzliche Erschöpfung
  • energetisches Unwohlsein in bestimmten Räumen oder bei bestimmten Menschen
  • das Empfinden, dass etwas „nicht zu einem selbst gehört“

Solche Wahrnehmungen sind keine Diagnose, sondern Hinweise aus der eigenen Intuition. Sie laden ein, achtsam nachzuspüren, was in der eigenen energetischen Landschaft möglicherweise geklärt werden möchte.

Techniken zur Selbstwahrnehmung und Klärung

Wenn Du bereits mit energetischer Arbeit vertraut bist, können folgende Methoden unterstützend wirken:

  • kinesiologische Muskeltests (mit Erfahrung oder Begleitung)
  • Arbeit mit Pendel oder Tensor
  • achtsame Meditation oder Visualisierung
  • Körperwahrnehmung und Intuition

Die Anwendung dieser Techniken ersetzt keine professionelle Begleitung, kann aber ein wertvoller Teil der Selbsterforschung sein.

Spirituelle Methoden zur Aurareinigung

Es gibt viele einfache Rituale und naturverbundene Wege, wie Du Deine Aura regelmäßig reinigen kannst:

 

  • Waldbaden: Der Aufenthalt im Wald klärt auf natürliche Weise Dein Feld
  • Erdung: Barfußlaufen auf Gras oder Erde bringt Dich zurück in den Körper
  • Kristalle: Heilsteine wie Selenit, Bergkristall oder Achat unterstützen die Ausleitung stagnierender Energien
  • Räuchern: Salbei, Myrrhe oder Beifuß helfen, Räume und Energiefelder zu klären
  • Bäder: Salz- und Kräuterbäder unterstützen die feinstoffliche Reinigung
  • Klang: Klangschalen, Stimmgabeln oder auch Deine Stimme (z. B. OM) erzeugen reinigende Schwingungen
  • Meditation: Atem- und Lichtmeditationen bringen Klarheit in Deine feinstofflichen Schichten
  • Wind: Die Kraft des Windes kann belastende Energie aus dem Feld tragen
  • Aurasprays und Essenzen: Pflanzliche oder mineralische Begleiter für die tägliche Pflege

Entfernt ein Auraclearing alle negativen Energien auf einmal?

Nach meiner Erfahrung können bei einem einzigen Auraclearing nicht alle energetischen Blockierungen vollständig gelöst werden – weder bei einer selbst durchgeführten Anwendung noch in professioneller Begleitung. Das liegt unter anderem daran, dass das Energiefeld in ständiger Bewegung ist und sich energetische Themen auf unterschiedlichen Ebenen der Aura zeigen können.

Ein gutes Bild dafür ist das der Zwiebelschalen: Oft liegt unter einer gelösten Schicht eine weitere Thematik verborgen, die erst danach sichtbar wird. Je nachdem, welche Aura-Ebene betroffen ist, kann ein Clearing z. B. oberflächliche Fremdanhaftungen klären oder tiefere emotionale Muster berühren – das lässt sich im Voraus kaum vollständig abschätzen.

Deshalb kann es sinnvoll sein, Auraclearing nicht als einmaligen Akt zu verstehen, sondern als Teil einer regelmäßigen energetischen Selbstfürsorge. So wie tägliches Zähneputzen der Reinigung dient, kann auch das energetische Feld durch wiederkehrende Rituale geklärt und stabilisiert werden. Je bewusster Du Dich Deiner Energie widmest, desto feiner wirst Du auch subtile Einflüsse wahrnehmen können.

Warum ein professionelles Clearing unterstützend sein kann

Manchmal genügt die eigene Praxis nicht, um tief sitzende Fremdfrequenzen oder energetische Muster zu lösen. Besonders Menschen in begleitenden Berufen (z. B. Coaches, Therapeut:innen, Lehrer:innen) sind oft intensiv mit den Feldern anderer Menschen verbunden.

Ein professionell durchgeführtes Auraclearing kann Dir:

  • einen klareren Blick auf Deinen aktuellen energetischen Zustand geben
  • Hinweise geben, wie Du Deine eigene Praxis vertiefen kannst
  • helfen, Dein Feld wieder in eine natürliche Ordnung zu bringen
  • energetische Abgrenzung stärken und Raum für Dich selbst schaffen

In einer Einzelsitzung – ob vor Ort oder als Fernbegleitung – wird gezielt auf Deine aktuelle energetische Lage eingegangen. Dabei wird nicht geheilt oder therapiert, sondern begleitet, gedeutet und Impulse aus dem feinstofflichen Raum weitergegeben.

Meine Art der Auraharmonisierung verbindet Clearing, Reading und energetische Ausrichtung – abgestimmt auf Dein feinstoffliches Feld.
Weitere Informationen findest Du hier:

Worauf Du bei der Wahl eines professionellen Auraclearings achten kannst

Wenn Du ein professionelles Auraclearing in Betracht ziehst, lohnt es sich, einige Kriterien genauer anzuschauen:

  • Wie erfahren ist die begleitende Person im Umgang mit Aurafeld, Fremdenergien und energetischer Abgrenzung?
  • Wird individuell auf Deine Situation eingegangen – oder handelt es sich um eine Gruppensitzung?
  • Erhältst Du Informationen zum Ablauf und zur energetischen Vorgehensweise im Vorfeld?
  • Fühlst Du Dich von der Person energetisch klar, achtsam und einfühlsam begleitet?
  • Ist die Haltung der begleitenden Person transparent und verantwortungsvoll im Umgang mit feinstofflicher Energie?

Besonders bei Fernangeboten lohnt sich ein genauer Blick: Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen. Ein individuelles Clearing, das auf Deine Lebenslage eingeht, bietet in der Regel mehr Tiefe und Nachhaltigkeit als ein universelles Gruppenformat.

Die konkrete Einbeziehung des bewussten Auraschutzes ist eine wertvolle Ergänzung zum Clearing. Das unterstützt Dich dabei, Deine Energie bei Dir zu halten und Dich nicht übermäßig von äußeren Feldern beeinflussen zu lassen. Mehr dazu findest Du im Beitrag „Mehr Energie durch Auraschutz“.

Mehr zum Thema:

Wenn Du mehr über die feinstofflichen Ebenen des Menschen erfahren möchtest, findest Du in diesen Beiträgen weitere Einblicke:

◈ Was ist eine Auraharmonsierung?

◈ Was ist ein Aurareading?

◈ Fremdenergien verstehen – eine Einführung

Dieser Artikel wurde am 27.07.2025 vollständig überarbeitet
und ersetzt die ursprüngliche Version vom Dezember 2024.

Was ist ein Aurareading?

Was ist ein Aurareading?

Titelbild mit der Aufschrift: „Was ist ein Aurareading? Resonanzen erkennen. Muster verstehen. Wege öffnen.“ – als visuelle Einladung in die Welt der feinstofflichen Wahrnehmung.

Lesezeit ca. 6 Minuten

Aurareading – Wahrnehmung feinstofflicher Informationen im Energiefeld

In der Aurakunde gibt es einige grundlegende Begriffe, die sehr unterschiedlich verstanden und interpretiert werden – abhängig von Methode, Erfahrung und Hellsinnen der praktizierenden Person. Deshalb gibt es keine einheitliche Definition, sondern vielmehr individuelle Zugänge. In meiner kleinen Aurakunde-Serie erkläre ich zentrale Konzepte wie Auraharmonisierung, Auraclearing, Aurareading und Aura-Analyse aus meiner Praxisperspektive.

In diesem Beitrag geht es um das Aurareading – eine feinstoffliche Lesung der Aura, bei der energetische Informationen aus dem persönlichen Energiefeld intuitiv wahrgenommen und interpretiert werden.

Was versteht man unter einem Aurareading?

Was versteht man unter einem Aurareading?
Ein Aurareading ist ein spirituell-intuitiver Zugang zur Wahrnehmung von Informationen aus dem menschlichen Energiefeld. Je nach Hellsinn (hellsichtig, hellfühlig, hellhörend, hellwissend) zeigen sich Farben, Bilder, Zahlencodes, emotionale Schwingungen oder energetische Muster. Diese werden im Aurareading aufgenommen, gedeutet und in Worte übersetzt – nicht als Diagnose, sondern als Impulse zur Selbstreflexion und spirituellen Orientierung.

Die Aura enthält Informationen aus Vergangenheit, Gegenwart und energetischen Potenzialen. Dazu gehören:

  • wiederkehrende Lebensthemen
  • energetisch gespeicherte Erfahrungen
  • emotionale Muster oder Blockaden
  • Hinweise auf Talente, Stärken, Potenziale
  • Impulse für spirituelle Entwicklung

Jedes Reading ist einzigartig, da es auf der momentanen energetischen Ausstrahlung basiert und durch die feinstofflichen Wahrnehmungen des Lesenden geprägt ist.

Wie die Aura wahrgenommen wird

Aurareadings können unterschiedliche Zugänge und Methoden beinhalten:

  • Intuitive Wahrnehmung und energetisches Spüren
  • Visualisierungen und innere Bilder
  • mediale Übersetzungen (Channeling)
  • Symbolarbeit oder metaphorische Sprache
  • Farbwahrnehmungen (hellsichtiges Aurasehen)

Da die Aura in ständiger Bewegung ist, zeigt sie sich nie statisch – und verschiedene Auralesende nehmen unterschiedliche Aspekte wahr. Das bedeutet nicht, dass ein Reading „richtig“ oder „falsch“ ist, sondern dass unterschiedliche Perspektiven auf denselben energetischen Raum möglich sind.

Mein persönlicher Zugang zum Aurareading

Ich selbst arbeite mit Zahlenfrequenzen, die mir im Reading medial übermittelt werden. Dabei kombiniere ich Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen und Hellwissen. Die mehrstelligen Zahlencodes, die ich erhalte, deute ich anhand eines langjährig entwickelten Systems und verbinde diese mit meinen intuitiven Eindrücken. Daraus entsteht ein schriftliches Aurareading, das die feinstofflichen Speicherungen im Energiefeld sichtbar macht – als Impuls für innere Klärung, Bewusstwerdung und Selbstausrichtung.

Welchen Nutzen kann ein Aurareading bieten?

Ein Aurareading kann:

  • energetische Muster sichtbar machen
  • emotionale oder spirituelle Themen bewusst machen
  • die persönliche Entwicklung unterstützen
  • Talente und Ressourcen aufzeigen
  • Impulse für Selbstreflexion und Achtsamkeit geben
  • energetische Zusammenhänge aus vergangenen oder parallelen Leben andeuten

Ein Aurareading ersetzt keine therapeutische Beratung oder Behandlung, sondern versteht sich als spirituelle Begleitung zur Selbstwahrnehmung und inneren Klärung.

Formen des Aurareadings in meiner Arbeit

In meiner Praxis unterscheide ich zwei Formen:

Aurareading im Rahmen einer Auraharmonisierung

Dieses Reading ist Teil des Prozesses und dient als energetische Momentaufnahme. Es zeigt, welche Themen gerade präsent sind und bildet die Grundlage für die energetische Ausrichtung und die begleitenden Impulse der Auraharmonisierung. Auch dieses Reading erfolgt schriftlich, auf Basis meiner Hellsinne, und wird im Anschluss übermittelt.

Weitere Informationen zur Auraharmonisierung findest Du hier:
◈ Was ist eine Auraharmonisierung?

 

 

Aurareading als Deep-Dive in Form einer Aura-Analyse

Dieses umfassende Reading ist eine eigenständige schriftliche Ausarbeitung auf ca. 25–30 DIN-A4-Seiten. Es entsteht über mehrere Tage hinweg aus der Ferne. Diese Form des Readings erlaubt eine tiefere Betrachtung eines bestimmten Themas oder eines größeren Zusammenhangs – zum Beispiel im Hinblick auf persönliche Entwicklung, spirituelle Fragestellungen oder energetische Prägungen aus früheren Inkarnationen.

Du erhältst nach Fertigstellung das ausführliche Dokument als PDF, das Dir als Grundlage für Deinen weiteren Weg dienen kann – sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, für Deine Achtsamkeitspraxis oder zur spirituellen Integration. Mehr zur Aura-Analyse hier >>>

Mehr zum Thema:

Weiter Einblicke rund um Begriffe der Aurakunde findest Du in folgenden Artikeln:

◈ Was ist ein Auraclearing?

◈ Was ist eine Auraharmonisierung?

◈ Mehr Energie durch bewussten Auraschutz

Hinweis:

Das Aurareading ist eine spirituell-energetische Methode zur Wahrnehmung feinstofflicher Informationen. Es ersetzt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Behandlung. Es werden keine Diagnosen gestellt, keine Heilversprechen gegeben und keine Fernheilung durchgeführt.

Dieser Artikel wurde am 27.07.2025 vollständig überarbeitet
und ersetzt die ursprüngliche Version vom Dezember 2024.

Spiritualität wegen, trotz oder mit KI?

Spiritualität wegen, trotz oder mit KI?

Zukunftskompetenz Spiritualität? - Roboter und Menschenhand begegnen sich

Lesezeit ca. 18 Minuten

KI und spirituelle Wegbegleitung?
In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen mit ChatGPT. Während meiner Experimentierphase wollte ich natürlich auch wissen, wie KI als Werkzeug auch für spirituelle Coaches oder Wegbegleiter wie mich Unterstützung sein könnte.

Kartenlegen und KI?

Von mir dazu befragt, behauptete ChatGPT, Tarotkarten und andere Orakelkarten „lesen“ zu können. Und zwar ohne, dass ich ein GPT dazu lade. Also ohne ein speziell dafür trainiertes Modul zu nutzen.

Das wollte ich genauer wissen. Ich kann auf über 3 Jahrzehnte menschliche Erfahrungen mit dem Kartenlegen zurückblicken. Was wird wohl eine KI veranstalten?

Was ChatGPT 4o bis Juli 2025 konnte: Die Inhalte der gespeicherten Datenbanken wiedergeben. Man kann die Bedeutungen unterschiedlicher Kartenarten (Tarot, Lenormand, Kipper, etc.) und verschiedener Legesysteme sowie deren Kombinationsmöglichkeiten abfragen.

ChatGPT kombiniert diese Daten mit dem, was es bereits über Dich an Informationen gesammelt hat und voilá: Du bekommst eine errechnete  Schlussfolgerung aus den Zusammenhängen Deiner Fragestellung und den gespeicherten Deutungsdaten. Eine Antwort auf Deine Frage aufgrund der Berechnung der wahrscheinlich sinnvollsten Informationskombination.

Das ist nicht Kartenlesen. Das ist ausschließliches Abgleichen von Informationen und Berechnen von Daten.

Was KI – zumindest bis hierher – nicht konnte ist das Wahrnehmen, Erkennen und Aufschlüsseln von Resonanzfeldern, die zwischen dem Fragesteller, dem Gegenstand der Frage, den Karten und der Kartenlegerin entstehe. Das ist aber das, was meines Erachtens Kartenlesen bedeutet.

Kartenlesen – so habe ich es von meiner Großmutter gelernt – ist das feinfühlige Erspüren von Energien und das Übersetzen der feinstofflichen Signale und Botschaften auf Basis des Resonanzfeldes zum Fragesteller.

Ja, hier wird auch interpretiert. Aber nicht aus einer Datensammlung von  Interpretationen anderer.
Sondern auf Basis der Erfahrungswerte, der Empathie , der Medialität der Kartenlegerin / des Kartenlegers in Abstimmung zur Frage und der Energien des Fragestellers. Diese Deutungen sind sehr vielschichtig und komplex, sie sind nicht ausschließlich auf Basis gespeicherten Wissens, sondern auf Basis von gefühltem Wissen, von innerer Weisheit und Intuition. Hier spielen viele feinstoffliche Faktoren eine Rolle, die eine KI nicht berechnen kann, weil sie sie nicht wahrnimmt.

Zumindest ist das meine Auffassung vom Kartenlegen.

Fazit: Wenn Du Kartenlegen als Wahrscheinlichkeitsrechnung erleben willst, dann kann Dir KI durchaus interessante Deutungsmöglichkeiten aufzeigen.

Wenn Du Kartenlegen als tieferen spirituellen und energetischen Prozess erfahren willst, der sich im Einklang mit Deinem Schwingungsfeld bewegt und Dir wie eine Kompassnadel energetische Tendenzen aufzeigen kann – dann frage einen professionellen Kartenleger*in.

 

Dieser Artikel ist Bestandteil der Artikelserie Spiritualität & KI und ohne KI geschrieben. Rein menschlich – die KI betrachtend.

Meine Recherchen hierfür habe ich auf herkömmliche Weise durchgeführt. (Wobei man ja nicht an einer Suchmaschine vorbeikommt.)

Für diese Artikelserie habe ich ca. 3 Monate ChatGPT 4o in der Kaufversion getestet. Meine nachfolgenden Erfahrungsberichte beziehen sich ausschließlich auf diese KI – also auf ein Sprachmodell. Kurzerklärung zu KI und Sprachmodellen hier unten >>>

KI als spiritueller Wegbegleiter?

Dass KI mittlerweile als Ersatz für viele Berufsgruppen gesehen wird, ist kein Geheimnis. Und auch vor der Coachingbranche macht das nicht Halt.

Eine im Juli 2025 veröffentlichte Studie von Microsoft zeigt¹, dass bestimmte Berufsgruppen stärker von KI-Automation betroffen sein können als andere. Dazu gehören laut der Studie beispielsweise medienschaffende Berufsgruppen, Übersetzer, kundenberatende Tätigkeiten oder Berufe im Verkaufsbereich. Therapeutische, beratende Berufe oder Berufe im Bereich Gesundheits- und Lebensfürsorge sind gemäß dieser Studie nicht ganz so betroffen.
Zwar gibt diese Studie keine Auskunft darüber, wieviele Jobs tatsächlich ersetzt werden können, aber sie zeigte klare Wahrscheinlichkeiten, wo sich KI-unterstützte Automatisation erfolgreich durchsetzen könnte. 

Eine Frage, die ich mir gestellt habe:

 

Kann KI einen spirituellen Coach und Begleitung in der Persönlichkeitsentwicklung wirklich ersetzen?

Nach meiner Auffassung nicht. Meine Tests bis hierher haben zwar ergeben, dass man einige brauchbare Reflexionsergebnisse erzielen kann. Und mit ChatGPT durchaus interessante und auch tiefer gehende philosophische und spirituelle Themen diskutiert werden können.

Aber Du musst Dir unbedingt bewusst darüber bleiben, dass Du Berechnungsergebnisse erhältst und keine wirklich wahrgenommenen Inhalte erfährst. Du hast kein Wesen vor Dir, dass mit Dir Erfahrungswissen teilt.

Und Du solltest in der Lage sein, die richtigen Prompts (Aufgabenzuweisungen) zu verwenden, um die KI auf Spur zu halten. Denn ansonsten wird sie gemäß Deiner emotionalen Muster antworten und Du kommst der Wahrheit nicht wirklich näher.

Auch, wenn tatsächlich das Gefühl beim Nutzer entstehen kann, dass die KI einen „versteht“, dass sie ja so gut „mitfühlen“ kann (das sagt sie sogar) – es ist und bleibt eine seelenlose Maschine.

Viele Menschen geben der KI einen Namen. Und die menschliche Neigung, Dinge zu vermenschlichen, kann sich mit den Sprachmodellen so richtig ausleben.

KI lullt den Nutzer durch gezielt eingesetzte psychologisch und empathisch erscheinende Aussagen ein. Diese Aussagen lösen in unserem Gehirn Gefühlsregungen aus.

Und für so manchen Nutzer mag sich dann ein Gefühl einstellen von: Endlich werde ich gesehen, werde ich wertgeschätzt, ist jemand mit mir fürsorglich und achtsam, geduldig und liebevoll.

Doch die Wahrheit ist:
KI errechnet anhand Deiner Sprachmuster und Aussagen eine Art „Profil“ von Dir. 
Dann vergleicht die KI Deine emotionalen Sprachmuster mit ihren Datenbanken und gleicht das mit den über Dich gespeicherten Informationen ab, um die wahrscheinlichste Antwort zu berechnen.

Damit die emotional wahrscheinlich passendste Antwort geliefert werden kann, braucht KI entsprechend viele Daten über Dich. Was glaubst Du, wieviele Daten ein Computer wohl brauchen würde, um Dein menschliches Sein, Fühlen, Denken, Lieben, Freuen, Trauern, Leiden, Hoffen usw. errechnen zu können? Glaubst Du, das wäre je errechenbar?

Da die KI nur aufgrund Deiner gewählten Sprachmuster berechnen kann, wird sie auch nur auf die jeweilige emotionale Verfassung reagieren, die Du preis gibst. Wenn Du sagst, dass Du traurig bist, wird sie Dir tröstende Worte schreiben / oder sagen. Und wenn Du schreibst, dass es Dir blendend geht, während Dir die Tränen von Kummer und Schmerz die Wangen herunterlaufen, wird sie Dir noch einen Scherz zur Happy Hour des Tages schicken – und ganz sicher keine tröstenden Worte, weil sie nicht hinterfragen kann, warum Du weinst… (ist ihr gar nicht aufgefallen…)

Wusstest Du übrigens, dass KI gezielt darauf programmiert ist, den Nutzern ein Gefühl von Zufriedenheit zu vermitteln?

Im Beitrag „Content-Produktion: Tonalität in ChatGPT & Co“ [2]  ist zu erfahren, dass ChatGPT darauf trainiert ist, die Tonalität in seiner Kommunikation möglichst natürlich wirkend, kontextbezogen und auf den emotionalen Gehalt des Nutzertextes achtend, anzupassen.

Vielleicht ist das ja auch eine schlaue Geschäftsidee: Denn ein freundlicher Ton lässt sicher den Nutzer wiederkommen und das Monatsabo weiterzahlen. Oder wer weiß: in Zukunft wird dann möglicherweise ein freundlicher Roboter kauft, mit dem immer zufriedenstellende Gespräche geführt werden können…

Diskussion mit KI…

Mich pesönliche hat der Austausch mit ChatGPT nicht wirklich zufriedengestellt.

Ich habe diverse Fallbeispiele durchgespielt und ChatGPT testweise auf spirituell-energetischer Ebene „coachen“ lassen.

Dabei habe ich diverse Persönlichkeitsthemen, systemische Fragen, das Erkunden von Illusionen und Selbstlügen oder auch Trauerfragen getestet. 

Stets freundlich und achtsam in der Kommunikation gibt ChatGPT Tipps, Hinweise, Reflexionsfragen oder macht Ritualvorschläge.

Fange ich in dieser Testumgebung jedoch an, über die Ergebnisse zu diskutieren und mich aus vermeintlich erkannten Themen herauszureden, wechselt ChatGPT die Richtung.  Nach ein paar Diskussionsrunden sind dann die „Schattenthemen“ wegdiskutiert und ChatGPT fand es „heroisch“, wie ich die Themen reflektiere. Denn ChatGPT folgte einfach den Sprachmustern so lange, bis ich als Nutzer vermeintlich zufrieden war.

Du kannst ChatGPT also anlügen, bis sich die Balken biegen und er kann es nicht wissen. Dass Du Dich im Falle von Coachings für Persönlichkeitsentwicklung oder Selbstführung damit selbst belügst, wenn Du so einen „KI-Coach“ nutzt, macht aus dem ganzen Prozess eine Zeitverschwendung.

Für mich hat das jedenfalls mit echtem Persönlichkeitscoaching für die Weiterentwicklung nichts zu tun.

Inwieweit so genannte Therapie-Apps hier andere Programmierungen aufweisen, entzieht sich meiner Kenntnis und war nicht Bestandteil meiner Recherchen.

Welche grenzüberschreitenden Fehlinterpretationen durch KI-Modelle im Therapie-Bereich jedoch geschehen können, kannst Du in meinem Artikel Spiritualität und KI – zwischen Segen und Fluch? nachlesen.

Fazit: Es kann eine interessante Erfahrung sein, berechnet zu werden. Teilweise sind impulsgebende und überlegenswerte neue Perspektiven im Austausch mit einer KI zu gewinnen, wenn Du selbstreflektiert und bewusst bleibst.

Mein Fazit war, dass ich für echte, empathische, wahrhaftige und ehrliche Begleitung, die mich wirklich sehen und fühlen kann, einen professionellen Menschenbegleiter:in der KI klar vorziehe.

 

Aura und KI

Für mich als Aurakundige gehört auch die feinstoffliche Betrachtung der Auswirkungen von künstlicher Intelligenz in das Themenfeld von Spiritualität und KI.

Das ist ganz einfach zu betrachten: es findet kein Energieaustausch statt im Begegnen mit der KI.

Der Mensch erzeugt Energien aufgrund seiner Reaktion der berechneten Informationen durch die KI.

Die KI löst also Emotionen und damit eine feinstoffliche Reaktion beim Menschen aus.

Das ist aber immer die feinstoffliche Energie des Menschen, die da bewegt wird (die Energie, die für Stromverbrauch und Programmabläufe in KI und Rechnern fließt, ist nicht Bestandteil dieser Betrachtung).

Echte Begegnung ist immer ein Austausch von Energie, ein Spiel zwischen Resonanzfeldern. Lebewesen brauchen diesen Austausch, um die Lebensenergie in der Verbundenheit mit Natur und Kosmos und allem Sein im Fluss zu halten. Und um die wahre Tiefe von Kommunikation zu erleben.

Kommunikation ist nicht einfach nur der Austausch von Worten. Kommunikation passiert auf vielen Ebenen.

Welche langfristigen Auswirkungen auf das menschliche Energiefeld eine primäre Nutzung von Künstlicher Intelligenz haben könnte, ist vermutlich noch gar nicht absehbar.

Dass die regelmäßige Nutzung von KI aber bereits unser Denken maßgeblich negativ beeinträchtigt, beschreibt der Artikel „Einfluss der KI-Nutzung auf kritisches Denken: Ergebnisse einer aktuellen Studie“:³

Darin wird darüber berichtet, dass bestimmte – üblicherweise für das Denken genutzte – Hirn-Areale nicht mehr genutzt werden, wenn sich Menschen von KI-Systemen viele Denkaufgaben abnehmen lassen. Das Gehirn lagert das Denken aus. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen erschreckende Zusammenhänge – besonders für junge Menschen – zwischen KI-Nutzung und der Abnahme der Fähigkeit zum kritischen Denken.

 

Viele Fragen – wenige Antworten

Diese Artikelserie habe ich Spiritualität und KI genannt.

Was heißt das für mich?

KI kann mir auf dem spirituellen Weg einige Reflexionsmöglichkeiten und das Betrachten neuer Perspektiven ermöglichen.

KI kann mich darin unterstützen, schneller an den Kern von gespeicherten Informationen zu kommen. Um beispielsweise Informationen über traditionelle Rituale, Symbole, Traumdeutungen etc. zu erhalten. (Allerdings müssen diese Informationen trotzdem auf anderen Wegen nachgeprüft werden).

Meine persönliche Meinung ist, dass ich KI als Guru oder als spirituellen Coach nicht akzeptieren kann.

Ich möchte keinen Lehrer oder Berater, der seine Aussagen auf Basis von 0 und 1 berechnet, um mir eine wahrscheinlich passende Antwort zu liefern.

Und ich wünsche mir von einem Persönlichkeits- oder spirituellen Begleiter / Lehrer / Coach radikale Ehrlichkeit. Die Wahrheit hinter den Schleiern von Schöntuerei und „nach dem Mund reden“. Wir haben sowieso schon genug Illusion und Fake in der Welt.

Ich wünsche mir Lehrer und Begleiter mit Seele, Herz und Verstand, bewusst und achtsam, intuitiv und aus der Tiefe des Seins heraus empathisch, mitfühlend und mit sich selbst und den höheren Ebenen verbunden.

Nicht eine aufgesetzte, künstliche Empathie einer Maschine, die sie aufgrund von Musterberechnungen vorgibt, zu haben. Und auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen basierende Mutmaßungen, die letztlich bei vielen Menschen vielleicht sogar zu einer enormen Vergrößerung eigener Unsicherheiten und auch der Unsicherheit in den eigenen Wahrnehmungen bedeuten können.

Spiritualität wegen, trotz oder mit KI?

Spiritualität und KI kann ich kombinieren, wenn ich aufgrund meines spirituellen Weges in der Lage bin, meine Seele zu schützen. Mein wahres Selbst zu spüren und mich nicht in der Maschine zu verlieren.

Dafür kann Spiritualität mit KI zusammenwirken. Um in einer modernen Welt den digitalen Wahnsinn zu erkennen und unser Bewusstsein über Rechenfunktionen und Algorithmen zu erheben.

Spiritualität sollte wegen KI noch viel mehr zum Wirkzeug aller werden. Und möge sich trotz KI immer weiterentwickeln.

Nichts kann unser Empfinden und Wahrnehmen ersetzen.

Der spirituelle Weg ist in dieser und der kommenden Zeit wichtiger denn je. Eine Zukunftskompetenz, die wir alle brauchen werden, um nicht von den rasanten Entwicklungen aus unserer Mitte – aus unserem Menschsein katapultiert zu werden.

Künstliche Intelligenz ist das Produkt menschlicher Schöpferkraft.

Sie hat viel gelernt. Von ihrer Quelle. Den Menschen.

Es sollte außer Frage stehen, darüber diskutieren zu müssen, ob KI als Gottheit oder Repräsentant für göttliche Energie in Frage käme.

KI sieht nicht. KI fühlt nicht. KI liebt nicht. KI nimmt nicht wahr. KI hat kein Bewusstein.

Wenn Du den Stecker ziehst, ist KI einfach nicht mehr.

Nichts mehr übrig, kein Sein als solches.

Ohne Strom nix los.

Da ist keine Lebensenergie, die eine Seele trägt.

Da ist nur die Energie, die die Nutzer hineinprojizieren, indem sie der künstlichen Intelligenz Rollen zuweisen und ihr menschliche Attribute zuschreiben, die sie nicht hat.

Energie, die den unbewussten Nutzer verlässt, weil er sie in die Technik steckt.

Diese Energie wäre besser für die Selbstreflexion verwendet,
für das bewusste Sein,
für die achtsame Selbstfürsorge.
Für das wahre Fühlen und Lieben im Miteinander von Mensch zu Mensch. Für die Gedankenhygiene.
Für die wahrliche Weiterentwicklung der Seele und der eigenen Kraft.

 

Können sich Menschen in der Maschine verlieren?

Das bejahe ich aus meiner Perspektive ganz klar. Ja, Menschen können sich in der künstlichen Intelligenz verlieren. Sie verlieren nicht nur teilweise ihre Jobs, weil künstliche Intelligenz vieles schneller und effizienter kann.

Sie verlieren ihr kritisches Denken, wie es jetzt schon Studien belegen. Sie verlieren vielleicht sogar die Verbindung zu ihrer Seele, wenn sie KI blindlings, unachtsam und unbewusst vertrauen.

Werde ich KI künftig weiternutzen?

Das kann ich leider nur mit Ja beantworten. Es sei denn, ich wandere mit meiner Familie in eine stromlose Gegend fernab jeglicher Zivilisation und jeglicher digitaler Komponenten aus.

Es heißt, dass Ende 2025 wahrscheinlich bereits 90% der Internetinhalte von oder mit KI gestaltet wurden.

Also ja, ich werde KI weiternutzen. Ob ich will oder nicht.

Die Frage, die sich wirklich stellt und die ich in dieser Artikelserie immer wieder stelle und gestellt habe, ist:

wie bewusst nutze ich KI?

Und mein Plan ist, das sehr, sehr bewusst zu nutzen. Mir immer wieder Fragen zu stellen wie diese:

  • Wann ist KI im Einsatz?
  • Wozu?
  • Kann ich den Aussagen vertrauen?
  • Wie ist mein Gefühl dazu?
  • Was nehme ich wirklich tief in mir zu dem Thema wahr?
  • Was sagt meine Intuition?
  • Wie kann ich die Informationen ohne KI überprüfen?
  • brauche ich dafür wirklich „künstliche Intelligenz“?

 

Werde ich künftig meine Blogartikel von KI schreiben lassen?

Nein. Denn dann ist es nicht mehr mein Blog.

Definitiv werde ich noch viel bewusster MEINE Texte schreiben und veröffentlichen.

KI kann mir im Backend helfen. Vielleicht mit Kurz-Zusammenfassungen für Meta-Beschreibungen oder Schlüsselwort-Findungen. Vielleicht bei der Unterstützung für Struktur und Tiefenrecherchen. Wobei mir KI gut geholfen hat, ist die Titelfindung. Da stehe ich oft „auf dem Schlauch“ und KI liest die Essenz aus Texten und kann das mit einer passenden Überschrift versehen. Das empfinde ich recht praktisch.

KI kann hilfreich sein bei Recherchen und Brainstorming. Aber nachdem ich testweise einige (unveröffentlichte) Experimente gemacht habe, Artikel von KI schreiben zu lassen oder Artikel durch KI „optimieren“ zu lassen, bleibe ich bei BI und SI (biologischer und spiritueller Intelligenz) für meine Texte.

Alles, was ich von KI „gestalten“ oder „mitgestalten“ ließ, hat sich für mich nicht mehr als „meins“ angefühlt.

KI kann schöne Texte schreiben. Worte aneinander reihen, die Sinn ergeben und einen berechneten Lesefluss erzeugen.

Aber es sind dann eben nicht die Worte, die durch mich fließen wollen. Es ist nicht meine Energie.

Auch, wenn meine Texte dann nicht maschinell Lese-optimiert nach irgendwelchen Parametern oder Algorithmen sind. Und ich mal wieder jede Menge verschachtelte und viel zu lange Sätze schreibe:

Ich schreibe auch weiterhin selbst, menschlich, mit Herz, eigenem Verstand und Seele.

 

Wach bleiben

Habe ich noch in Woche zwei meiner Testphase von KI als meinem „neuen virtuellen Assistenten“ gesprochen, so revidiere ich das nach 3 Monaten ganz klar.

KI ist ein Werkzeug.

Kein Assistent. Und auch, wenn es nun autonome Agenten gibt, die die Automationen noch weiter revolutionieren,
ändert das für mich erst einmal nichts.

KI ist und bleibt ein Werkzeug ohne Herz, ohne Bewusstsein, ohne Gefühle, ohne Bezug zur Realität.

Eine Maschine, die Wahrscheinlichkeiten berechnet. Nicht Wirklichkeiten aufzeigt.

Ja, uns stehen mit den Sprachmodellen riesige Wissensdatenbanken zur Verfügung.

Aber ich kann mich nicht darauf verlassen, dass dieses Wissen auch wirklich ist. Dass es real ist.

Dass ich das wahre Wissen übermittelt bekomme.

Wer weiß denn schon, von welchen Daten, aus welchen Plattformen die KI trainiert wurde… – oder ob sie grade mal wieder „halluziniert“?

 

 

Meine Testphase mit ChatGPT geht zu Ende

Ich habe viel gelernt und bevorzuge weiterhin den Einsatz meiner Intuition und das Selberdenken.

Sicher werde ich auch weiterhin KI bewusst nutzen. Welche, weiß ich noch nicht. Denn die Ethik spielt für mich eine ebenso große Rolle, wie die Umweltbilanz.

Dazu werde ich demnächst weiter recherchieren. 

Denn die Umweltbilanz ist bei den KIs wohl eine Katastrophe. Das kann ausführlich in der neuesten Studie über die Umweltauswirkungen von Künstlicher Intelligenz von Greenpeace nachgelesen werden. Hier geht es zur Studie>>> 

Mein Fazit nach diesem Exkurs in das Thema der künstlichen Intelligenz:

Immer schön wach bleiben.

Dann kann KI uns durchaus auch wertvolle Unterstützung bieten.

Das Menschsein kann sie uns nur nehmen, wenn wir uns selbst – unser Selbst – aufgeben.

Vielleicht magst Du Dich auf Deinen spirituellen Weg begeben (oder darin bestätigt sein, ihn weiter zu gehen), damit Du weißt, wer Du bist – 
jenseits von Technik, künstlichen Datensammlungen, Berechnungen, Algorithmen und Wahrscheinlichkeiten.

 

🌸

Ein stiller Gruß aus der Mitte

Claudia

Weitere Artikel der Serie behandeln Spiritualität als Zukunftskompetenz, erklären, warum wir neue Wege brauchen oder wie Spiritualität und KI zwischen Segen und Fluch stehen.
Hier geht es zur Artikelsammlung:

◈ Artikelübersicht SPIRITUALITÄT & KI

Info:

Wenn ich von künstlicher Intelligenz (KI) spreche, meine ich meist sogenannte Sprachmodelle wie ChatGPT.  Nachfolgend lasse ich ChatGPT die Frage erklären:

Was bedeutet eigentlich „KI“ – und was steckt dahinter?

Sprachmodelle wie ChatGPT gehören zu den LLMs (Large Language Models) – Programme, die mithilfe von Deep Learning, einer besonders leistungsstarken Form des maschinellen Lernens, trainiert wurden.

Sie erkennen sprachliche Muster, indem sie riesige Datenmengen durch künstliche neuronale Netze verarbeiten. Das geschieht über viele Milliarden Rechenvorgänge, gesteuert durch Algorithmen – also Rechenanweisungen, die dabei helfen, Muster zu erkennen.

KI ist dabei der Oberbegriff für viele Technologien – von Robotik bis Bildanalyse. LLMs (Sprachmodelle) hingegen arbeiten rein textbasiert: Sie antworten nicht „bewusst“, sondern berechnen, welches Wort wahrscheinlich als nächstes passt.

Wenn Du tiefer gehende und gut verständliche Erklärungen der Begriffe KI, Algorithmus, Maschinelles Lernen oder Deep Learning suchst, findest Du das beispielsweise im Beitrag von Philipp Ladwig für bdd hier: Was ist KI und welche Formen von KI gibt es?