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Artikel aktualisiert am 03.12.2025
Worum es in diesem Artikel geht
Dieser Artikel beleuchtet Kartomantie als Werkzeug der Bewusstseinsarbeit. Tarot- und Lenormand-Karten werden nicht als festgelegte Zukunftsvorhersage verstanden, sondern als Spiegel innerer Prozesse, energetischer Tendenzen und archetypischer Entwicklungswege.
Bewusstseinsarbeit, Wahrnehmung und innere Orientierung
Kartomantie – das Lesen von Karten – ist eine jahrhundertealte Praxis, die in vielen Kulturen als Werkzeug zur Selbstreflexion, inneren Orientierung und Bewusstwerdung genutzt wird.
Tarot- und Lenormandkarten sind dabei keine bloßen Orakelobjekte, sondern eine vielschichtige archetypische Bildsprache. Richtig eingesetzt, eröffnen sie einen Raum, in dem innere Prozesse, energetische Dynamiken und Entwicklungsbewegungen sichtbar werden können.
In diesem Artikel geht es nicht um schnelle Antworten oder feste Vorhersagen, sondern um Kartomantie als bewussten Wahrnehmungsraum – eingebettet in Verantwortung, Erfahrung und innere Klarheit.
Was ist Kartomantie?
Kartomantie umfasst verschiedene Formen des Kartenlegens. Der Begriff Kartomantie oder Chartomantik steht für die Kunst des Wahrsagens mit Karten. Am bekanntesten sind Tarotkarten mit ihrer archetypischen Bildsprache auf insgesamt 78 Karten sowie Lenormandkarten mit einer etwas leichter für den Alltagsgebrauch zu deutenden Symbolik auf zumeist 36 Karten. Außerdem häufig im Gebrauch sind Skatkarten, Kipperkarten oder Zigeunerkarten.
Unabhängig vom verwendeten System dienen Karten nicht dazu, Entscheidungen abzunehmen, sondern Impulse sichtbar zu machen:
ob innere Spannungen, unbewusste Muster, Entwicklungsrichtungen oder energetische Zusammenhänge – Karten können vielschichtige Ebenen bewusst machen.
Sie wirken dabei wie ein Spiegel. Nicht nur „die eine Wahrheit“ zeigend, sondern Perspektiven eröffnend, aus denen sich neue Einsichten ergeben können.
Kartenlegen als Wahrnehmungsarbeit –
nicht als Unterhaltung
Kartenlegen wird bis heute häufig vorschnell in eine eher abwertende „Esoterik-Schublade“ gesteckt. Dabei wird übersehen, dass Karten – richtig eingesetzt – ein tiefes Werkzeug der Bewusstseinsarbeit sein können. (Übrigens: der Begriff Esoterik steht in seiner ursprünglichen Bedeutung für inneres Wissen).
Für mich ist Kartenlegen kein Orakeln zu Unterhaltungszwecken oder Befriedigung von Neugier.
Es ist ein Werkzeug der Wahrnehmung.
In Verbindung mit Intuition, feinstofflichem Empfinden und innerer Präsenz machen Karten sichtbar, was im Inneren bereits angelegt ist – oft jenseits dessen, was mental greifbar ist.
Karten unterstützen dabei, innere Prozesse zu erkennen, einzuordnen und bewusst zu begleiten.
Kartenlegen kann also je nach System eine Möglichkeit für ergänzende Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung sein, sofern es bewusst und verantwortungsvoll angewendet wird.
Zukunft und Karten – eine Frage der Haltung
Eine Kartenlegung kann Hinweise auf mögliche Entwicklungen geben.
Nicht als eine festgeschriebene Zukunft, sondern als Tendenzen, die sich aus dem gegenwärtigen inneren und energetischen Zustand ergeben.
Karten zeigen, wohin sich etwas bewegen kann, wenn ein Weg so weitergegangen wird wie bisher.
Mit jeder bewussten Entscheidung verändern sich diese Tendenzen – und damit dann auch wieder das Kartenbild.
Ich nutze Kartenlegen daher nicht ausschließlich im klassischen „Orakel-Stil“.
Für mich sind Tarot- und Lenormandkarten eine archetypische Bildsprache und ein energetischer Kompass, der innere Prozesse sichtbar macht und Entwicklungsrichtungen andeutet.
Wenn ich Karten in meiner Begleitung einsetze, geht es nicht primär um Vorhersagen, sondern um Bewusstwerdung.
Dabei bleibt die Verantwortung immer bei der fragestellenden Person selbst.
Kartenlegen ist nicht gleich Kartenlegen
Es gibt große Unterschiede in der Arbeit mit Karten – abhängig von Erfahrung, Haltung und Wahrnehmungsfähigkeit.
Manche Menschen arbeiten rein symbolisch, andere intuitiv, wieder andere verbinden Karten mit feinstofflicher Wahrnehmung oder Hellsinnen. Keine dieser Formen ist per se „besser“ oder „richtiger“.
Entscheidend ist:
-
Klarheit im eigenen Feld
-
Verantwortungsbewusstsein
-
die Fähigkeit zur inneren Neutralität
-
und ein respektvoller Umgang mit dem inneren Raum des Gegenübers
Ich verstehe das Kartenlesen nicht einfach als eine Technik, sondern als eine Kunst und Ausdruck der inneren Haltung.
Meine Haltung zur Kartomantie
Mein erstes Tarotdeck habe ich vor über 40 Jahren erworben.
Die Einführung ins Kartenlegen hatte ich bereits lange vorher als 7-Jährige durch meine Großmutter.
Auch wenn ich mittlerweile auf eine beachtliche Kartensammlung blicken kann: Heute arbeite ich bevorzugt mit dem klassischen Rider-Waite-Tarot in Verbindung mit ausgewählten Lenormand-Decks. Die Kombination verschiedener Bildsysteme ermöglicht mir, innere Prozesse aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen und dadurch auch unterschiedliche Betrachtungsebenen in die Deutungen einzubeziehen.
Karten erzählen mir Geschichten. Bei mir ist das Kartenlesen intuitiv und medial begleitet – also mit meinen Hellsinnen kombiniert.
Die Kartenbilder spiegeln innere Weisheiten, Entwicklungsbewegungen, Wachstumsimpulse der fragestellenden Person und manchmal auch Hinweise, die zur Achtsamkeit einladen.
In meinen Begleitungen ist selbstverständlich, dass ich keine Karten auf Dritte lege. Die Beratungen zeigen stets auf das Resonanzfeld des fragestellenden Menschen, nicht auf das Leben anderer.
Der Nutzen von Kartomantie in meinen Beratungen
Kartenlegungen können unter anderem unterstützen bei:
-
Selbstreflexion
Innere Themen werden sichtbar und greifbar. -
Bewusstwerdung
Unbewusste Muster treten ins Licht. -
Intuitive Klarheit
Entscheidungen werden aus der eigenen Mitte heraus getroffen. -
Integration
Innere Spannungen können sich ordnen und beruhigen. -
Orientierung in Übergängen
Karten geben Halt, ohne Führung zu übernehmen.
Karten ersetzen keine therapeutische oder medizinische Begleitung. Sie begleiten innere Prozesse – achtsam, respektvoll und bewusst.
Karten als Wegweiser für innere Orientierung
Eine Kartenlegung kann dabei helfen, die eigene innere Führung wieder wahrzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen und nächste Schritte bewusster zu wählen – ohne dass etwas festgelegt oder vorgegeben wird.
Wenn Du tiefer verstehen möchtest, wie Karten Dich in Phasen von Übergang, Sinnfragen oder innerer Neuorientierung unterstützen können, findest Du hier vielleicht den für Dich passenden Weg:
Worauf Du beim Kartenlegen achten kannst
Wenn Du das Kartenlegen für Dich nutzen möchtest, achte bei der Wahl des Kartenlegers besonders auf:
-
Vertrauen und Resonanz
-
Transparenz der Arbeitsweise
-
klare ethische Grundsätze
-
den respektvollen Umgang mit Grenzen – auch mit den energetischen Abgrenzungen
-
keine festen Vorhersagen oder Handlungsanweisungen
Seriöse Kartomantie stärkt Selbstverantwortung – sie nimmt sie nicht ab.
Kurz & bündig
Kartomantie ist ein kraftvolles Werkzeug der Bewusstseinsarbeit.
Nicht zur Festlegung der Zukunft, sondern zur Wahrnehmung dessen, was sich entwickeln möchte.
Nicht als Antwortmaschine oder Kontroll-Instrumentarium, sondern als Spiegel innerer Prozesse.
Wenn Du Dir eine Begleitung wünschst, die Karten achtsam, verantwortungsvoll und eingebettet in Bewusstseinsarbeit nutzt, lade ich Dich ein, mich kennenzulernen.
Mit einem stillen Gruß aus der Mitte
Claudia

Hinweis:
Kartomantie versteht sich als spirituelle Methode zur Selbstreflexion und inneren Orientierung.
Sie ersetzt keine medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Alle Impulse dienen der persönlichen Bewusstwerdung. Die Verantwortung für Entscheidungen liegt stets beim Ratsuchenden.
Info: Dieser Artikel wurde am 03.12.2026 inhaltlich überarbeitet und neu ausgerichtet, um die bewusste Haltung zur Kartomantie klarer darzustellen.


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