Achtsamkeit | Stille mitten im Geschehen erzeugen

Claudia von der Wehd, Stressbewältigung, Burnout-Prävention, Achtsamkeitstraining
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Achtsamkeit | Stille mitten im Geschehen erzeugen

Spirituelle Wegbegleitung - Kristalle und Aura
Veröffentlicht von Claudia von der Wehd in Achtsamkeit · 1 August 2022
Die aktuelle Zeitqualität erfordert von uns einen achtsamen Umgang mit uns selbst. In der Achtsamkeit für Dich selbst, für Dein Selbst liegt der Schlüssel, dass Du mehr Kraft und Resilienz aufbauen kannst.
Um Spiritualität im hektischen Alltag mit all den Reizüberflutungen leben und erfahren zu können, braucht es Ruhepole.
Da nicht jede/r von uns die Möglichkeit oder auch den Wunsch hat, sich vom Alltagsleben völlig zurückzuziehen oder für eine Zeit in ein Kloster/Ashram zu ziehen, brauchen wir Ruhe-Quellen mitten im Geschehen.

Aber so nebenbei: in den wenigsten indischen Ashrams ist es ruhig. Indien ist so bevölkert, dass es in den größeren Orten immer laut ist. Hupen, Hundegebell, Strassenlärm, schreiende Kinder, laut diskutierende Menschen… all das hört man auch im Ashram… und lernt, dabei zu meditieren. Das können wir aber auch bei uns… 😉
Fangen wir mit einfachen Übungen an, um im Alltag mal kurz abzuschalten.
Bei der Achtsamkeit im Alltag lernst Du, allmählich zwischen dem äußeren und dem inneren Lärm zu unterscheiden. Du findest heraus, dass es einen inneren Ort der Ruhe gibt. Und wenn Du Dich dorthin begibst, findest Du Stille in Dir. Egal, welche Geräusche um Dich herum sind.
Letztlich stören uns äußere Geräusche dann, wenn wir sie bewerten. Also, wenn wir anfangen, uns über sie aufzuregen, weil unsere innere Erwartungshaltung nicht erfüllt ist. Beispiel: Du willst endlich mal ganz in Ruhe einschlafen und durchschlafen, freust Dich, dass Du am Sonntag mal ausschlafen kannst. Doch Dein Nachbar hat sich gerade für diese Samstagnacht überlegt, ein paar Freunde einzuladen und bis früh um 3h auf der Terrasse laut plaudernd mit ihnen auf der Terrasse zu sitzen. Genau vor Deinem Schlafzimmerfenster. Super. Dein Bedürfnis war Schlaf. Deine Erwartungshaltung Ruhe und Erholung. Der fröhliche Plaudergeräuschpegel ist aber nicht zu überhören. Es entsteht ein Gefühl von Unmut in Dir, Du fühlst Dich nicht mehr wohl, weil Dein Bedürfnis und Deine Erwartung nicht erfüllt ist. Und in der Folge dieser Gefühlsmuster ziehen sich negative Gedankenenergien in Deinem System zusammen. Und dann wird es erst richtig laut. Denn es wird laut in Deinem Kopf. Deine bewertenden Gedanken sind es, die Dich eigentlich Deinen Schlaf kosten. Du hast den Zugang zu Deinem inneren Ort der Stille verloren.
Und jetzt?
Achtsam sein heißt auch in diesem Fall: die Dinge sehen, wie sie sind. Es geht nicht darum, sich krampfhaft das Akzeptieren der Situation aufzuzwingen und sich in eine Opferrolle zu begeben. Es geht darum, die Situation genau so zu sehen, wie sie ist. So, wie ich es oben beschrieben habe. Erwartung sehen, Bedürfnis sehen, Geplauder hören, Emotion beobachten, aufkommende Gedanken beobachten… und jetzt hast Du die Wahl.
Du kannst Deinem bewertenden Gedankenstrom folgen und sich Gedanken und Gefühle so lange gegenseitig aufschaukeln lassen, bis Du völlig genervt und gerädert bist. Oder Du holst Dir Ohropax oder steckst Dir Deine Airpods mit sanfter Musik in die Ohren und beschließt, ganz bewusst, Deine Achtsamkeitsübung zu machen. So lange, bis Du selig und unbeschwert von äußerem und innerem Lärm einschläfst…
Es braucht meistens etwas Übung, um diesen bewussten Wechsel in die Gegenwärtigkeit zu vollziehen. Dazu ist die Meditationspraxis hilfreich und ein regelmäßiges Üben.
Ich finde, eine ganz wunderbare kleine Übung, die Du jederzeit durchführen kannst, um die Stille in Dir wahr zu nehmen ist der Wendepunkt des Atmens.
Der kleine Moment, in dem Du zwischen Ein- und Ausatmung wechselt. Und zwischen Aus- und Einatmung…
Probiere das doch mal aus…



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